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Personaldebatte Angela Merkel lässt Jens Weidmann fallen?

23.08.2018, 10:44  |  11542   |   |   

Bundeskanzlerin Angela Merkel wird sich nicht für einen Deutschen als nächsten Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB) einsetzen, sondern sich auf wichtigere Ernennungen in Brüssel konzentrieren, berichtete das "Handelsblatt" am Donnerstag.

Es gab viele Diskussionen darüber, wer im Oktober nächsten Jahres der neue EZB-Präsident sein wird. Viele Analysten haben damit gerechnet, dass Merkel Jens Weidmann, den derzeitigen Chef der Deutschen Bundesbank, der für seine kämpferischen Ansichten bekannt ist, unterstützen würde. Aber das scheint jetzt nicht mehr so einfach zu sein.

Laut "Handelsblatt" ist Merkel eher daran interessiert, einen Deutschen zum nächsten Präsidenten der Europäischen Kommission, der Exekutive der EU, zu machen, was eine Schlüsselposition ist, die auch 2019 zur Verfügung steht. Wenn es Merkel tatsächlich gelingt, einen Deutschen an die Spitze der EU-Kommission zu bekommen, dann ist es möglich, dass der nächste EZB-Präsident beispielsweise aus Frankreich kommt. Einen Deutschen an der Spitze der EZB gab es seit ihrer Gründung 1998 nie.

Neben dem Präsidenten der Europäischen Kommission und dem EZB-Präsidenten wird es auch einen neuen Präsidenten des Europäischen Rates geben und das Europäische Parlament wird nach den Wahlen im Frühjahr 2019 erneuert. Es ist noch zu früh, um zu wissen, wer die Kandidaten für die Spitzenpositionen in Europa im nächsten Jahr sind, aber die Geschichte zeigt, dass es eine Art Gleichgewicht geben muss: die Aufteilung der verschiedenen Positionen auf verschiedene Nationalitäten.

Quelle:

Handelsblatt



5 Kommentare

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Kommentare

Schließe mich DO_IT_AGAIN an und ergänze:
Gäbe es einen unabhängigen Geist auf dem EZB-Posten (und Weidmann ist so einer), dann müsste Merkel in Zukunft endlosen Streit fürchten mit dem Club Mediterrane, denn diese Länder können als Folge versäumter Reformen und überbordender Staatsverschuldung nie mehr normale Kreditzinsen bezahlen. Insbesondere Italien befindet sich in einem finanziell katastrophalen Zustand. Also MÜSSEN die Zinsen dauerhaft so abartig niedrig bleiben wie unter Draghi. Und wenn dann jemand den Posten AUF BESTREBEN VON MERKEL bekommen hätte - nicht auszudenken; am Ende würde man den (aber ohnehin unvermeidlichen) Untergang des Euro IHR in die Schuhe schieben.
Dass durch die EZB die Sparer, die Versicherungen und Geldinstitute um hunderte Milliarden Euro geprellt worden sind, macht Merkel natürlich kein schlechtes Gewissen. Dass dies für Deutschland in besonderem Maße zutrifft und noch hinzu kommt, dass die Steuern hierzulande trotzdem besonders hoch sind und Jahr für Jahr aufgrund der Steuerprogression sogar noch überproportional wachsen, die Jahr für Jahr wegen einer ausbleibenden Steuerreform bestehen bleibt (eine schreiende Ungerechtigkeit / und dazu kommen neuerdings Jahr für Jahr satt zweistellige Zusatzausgaben für die Einwanderung in die Sozialsysteme), auch das sieht sie völlig entspannt. Man darf im Grunde gar nicht darüber nachdenken, wie gut dieses Land finanziell, sozial und industriepolitisch dastehen könnte, wenn irgendjemand frühzeitig den Mut gehabt hätte, ihr in den Arm zu fallen. Dass sich in Deutschland niemand dafür finden konnte, vor allem in ihrer Partei, ist unbegreiflich. Und ein Armutszeugnis.
Kurz noch zu dem anderen Posten (EU-Kommissionschef): Da ist natürlich die Alternative, jemanden aus ihrer Entourage unterzubringen, viel verlockender. Eine Handpuppe wie Altmaier? Super für sie. Von der Leyen? Sie eine Leichtmatrosin zu nennen, wäre noch geschönt. Vielleicht denkt sie - in Abwandlung einer Formulierung von Franz Josef Strauß: Ich mir doch egal, wer UNTER MIR die EU-Kommission leitet.
Es würgt mich, wenn ich die Frau im Fernsehen oder Zeitungen nur sehe ...
Hört Euch mal Volker Pispers bei YouTube über Merkel an (leider tritt er nicht mehr auf); der hat schon vor Jahren alles Wichtige zu ihrer Person gesagt. Legendär: "Um das Problem xy in den Griff zu bekommen, müssen wir eine gemeinsame Lösung finden." (Dass das Wort "gemeinsam" nur ein vorgeschobenes rhetorisches Feigenblättchen war angesichts mehrerer handstreichartig von ihr allein getroffenen (Fehl-)Entscheidungen, ist leider viel zu wenigen Leuten klar...)
Aber Fr.Dr.Angelika Merkel orientiert sich,bei ihren Entscheidungen nie an der Geschichte,sie hat trotzdem in den Euro geführt!
Die Geschichte hatte gezeigt,wenn Du anfängst Geld nach Griechenland zu schleppen,hast Du verloren,was zu der irrigen Annahme bei ihr führte,diesmal,käme alles 100-fach zurück!
Altkanzler Schmidt,war mit alledem ganz genauso auf die Schnauze gefallen,aber man hätte ihm niemals erlaubt an der Null-Linie,bei den Zinsen auch nur zu schnuppern,das Europa-Projekt wurde als Vollversager abgetan und die Deutschen behielten ihre DM,Gott sei Dank!
....was währe sonst nur aus Helmut Kohl eigentlich geworden,der warf dem Schmidt ja vor,er hätte keine Visionen,worauf der erwiderte,wer welche hat,der solle besser zum Arzt gehen!^^
Wenn wirklich alle nur noch raus wollen,aus diesem gemeinsamen Alptraum,dann wird es doch schwer,für einen deutschen,europäische Positionen zu vertreten und die gegenwärtige Steuerung der EZB,stört doch im Inland zu viele,sowas kann man doch keinem erklären!
Wenn an keiner entscheidenden Position mehr ein Deutscher am Hebel sitzt,was haben wir dann noch mit dem Euro zu tun,der ist nur noch nervig?
...und ausgerechnet Frankreich,ahaha,also wirklich,keiner mag das Wort "Euro-Bonds" mehr hören,da gibts sofort offene Konflikte!
Herr im Himmel! Wenn sie das schafft, wird es sein wie in Russland. Der Avatar repräsentiert und sie regiert - das kann sie vergessen! Hier haben einige Staaten ein Wörtchen mitzureden. Was sie mit D macht können wir nicht beeinflussen, aber was sie mit der EU dann vorhat, schon.
Klar wird "Mutti" einen Gegner der Transferunion absägen, habe nichts anderes erwartet.

Der deutsche Steuerzahler zahlt nun einmal gerne für sein Wahlverhalten.
Es ist so einfach: Merkel möchte Deutschland vernichten! Dazu gehört es auch die wirtschaftlichen Grundlagen auf denen unser Reichtum gewachsen ist zu zerstören. Jens Weidmann steht als konservativer Ökonom im Wege wie so viele andere auch von denen Merkel sich entledigt hat. Nennen wir nur mal Friedrich Mertz. Und was bekommen wir dafür: Einen Hampelmann wie Öttinger in Brüssel.
Alles was diese Frau bislang getrieben hat, aber wirklich alles, folgt dem Vernichtungswahen. Sie hat nicht mehr viel Zeit: Das wirtschaftliche, soziale, kulturelle, politische Fundament dieses Landes muss in 3 Jahren entgültig zerstört sein, in engster Zusammenarbeit mit den Grünen, Linksextremen. Und die schwarzen Wählerlemminge schauen vollkommen verblödet passiv und verstehen garnicht was passiert durch "Mami". Dieses Land wird in zehn Jahren nicht mehr zu erkennen sein.

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