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Anlegerverlag Daimler: Vorsicht, zu heißes Eisen?

Nachrichtenquelle: Anlegerverlag
23.08.2018, 13:17  |  830   |   |   

Die Aktie rutscht auf das bisherige Jahrestief von 54,22 Euro zu, das erst letzte Woche markiert wurde. Der DAX mag versuchen, sich zu stabilisieren, aber Daimler (ISIN DE0007100000) kann nicht mithalten. Kein Wunder. Der Euro zieht zum US-Dollar wieder an und drückt auf die Exportmargen. Die Türkei wird Daimler als Absatzmarkt wohl wegbrechen, angesichts des rapiden Anstiegs des Euro zur Lira. Und schon im Juli waren Daimlers Verkaufszahlen auffallend schwach. Bei den Verhandlungen zwischen der chinesischen Delegation und US-Offiziellen, die gerade zum Thema Handelskonflikt laufen, bleibt es verdächtig still. Die neue Strafzoll-Welle zwischen den Kontrahenten ist heute trotzdem aktiviert worden. Davon abgesehen, dass die Autoindustrie bei dem vorgeblichen Deal zwischen der EU und den USA ausgenommen wurde, kommen dort nicht einmal die angestrebten Verhandlungen in Gang. Kein Grund also, bezüglich möglicher Strafzölle der USA gegen Daimler & Co. allzu hoffnungsvoll zu sein, dass das im Sande verläuft. Warum also sollte man Daimler jetzt kaufen?

Diese Frage stellen sich derzeit natürlich auch die Anleger … und finden nicht genügend Argumente, um den Gedanken, dass die Aktie nach ihrem markanten Abstieg der letzten Monate jetzt günstig sein könnte, in Käufe umzusetzen. Vielmehr dürfte da vielen der alte Börsenspruch in den Sinn kommen: „Was billig scheint, kann leicht noch viel billiger werden.“ Und der Chart? Der dürfte die Bären erfreuen. Sehen wir uns das mal an:

 

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Die Aktie war zwar Ende Juli kurz über das ein Jahr zuvor ausgebildete, markante Zwischentief bei 59 Euro gelaufen, konnte diese Marke aber nicht halten. Das war schon mal schlecht. Zunächst gelang es noch, die Anfang Juli entstandene Kurslücke, die bis 56,64 Euro hinunter reichte und im Vorfeld bereits geschlossen worden war, zu halten … aber dann fiel auch diese Supportlinie in der vergangenen Woche. Seither mäandert der Kurs unterhalb dieser Linie, die in Kürze noch durch die 20-Tage-Linie verstärkt wird, seitwärts. Und das Anfang Juli markierte Tief bei 54,78 Euro entfaltet als Unterstützung keine Wirkung.

Das wirkt, als würde der Kurs nur deswegen noch auf diesem Niveau stehen, weil noch keine neuen Argumente für die Leerverkäufer aufgelaufen sind, um erneut zuzuschlagen. Was indes jederzeit passieren könnte. Sei es durch einen weiter zulegenden Euro zum US-Dollar, eine weiter abrutschende Lira oder durch einen unbefriedigenden Ausgang der oben erwähnten Gespräche zwischen China und den USA. Das Kursziel, das jetzt unmittelbar locken würde, wäre der Bereich der 2016er-Tiefs in der Zone 50,83/52,00 Euro. Und die Chance, die Aktie dorthin zu befördern, werden sich die Bären wohl nicht so ohne weiteres nehmen lassen.

 

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