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Börse Beängstigende Lage: „Da müssen wir noch durch!“

Gastautor: Thomas Hellener
27.08.2018, 07:24  |  5290   |   |   

Die Sorgen der Anleger vor einer Konjunkturabschwächung als Folge des Handelsstreits zwischen den USA und China belasten weiterhin die Märkte. Und ein Ende des Konflikts scheint nicht in Sicht, denn die Spirale von Zöllen und Gegenzöllen dreht sich munter weiter. Die ersten direkten Handelsgespräche zwischen den USA und China seit Anfang Juni brachten keinen Durchbruch. Man habe sich darüber ausgetauscht, wie "Fairness, Ausgewogenheit und Gegenseitigkeit in den wirtschaftlichen Beziehungen" erreicht werden könnten, heißt es in Washington. Auch das chinesische Handelsministerium sprach von einem konstruktiven und offenen Austausch. Beide Seiten würden in Kontakt bleiben. Mehr war aber nicht.

Während die zweitägigen Gespräche liefen, hatten die beiden Regierungen gegenseitig neue Importzölle von 25 Prozent auf Güter im Volumen von je 16 Milliarden Dollar verhängt. Mit dieser neuen Eskalationsstufe werden nunmehr Abgaben auf Waren beider Seiten im Wert von jeweils 50 Milliarden Dollar fällig. Weitere Zölle sind in Vorbereitung. Finanzminister Liu sagte, China werde sich intensiv bemühen, bei der Reaktion auf US-Zölle ausländische Firmen zu verschonen. "Wir reagieren präzise", betonte er. "China will sich nicht auf einen Handelskrieg einlassen, aber wir werden energisch auf die unverhältnismäßigen Maßnahmen der USA reagieren." Hier ist ein Ende also noch nicht abzusehen. Die Lage bleibt weiterhin beängstigend.

Zahl der Gewinnwarnungen auf dem höchsten Stand seit Jahren

Hinzu kommen weitere Sorgen. Auch wenn immer betont wird, dass deutsche Unternehmen bei der global angespannten Großwetterlage bisher glimpflich davongekommen seien, so ist das nur die halbe Wahrheit. Zwar behaupten Deutschlands Exporteure weiterhin ihre starke Position auf dem Weltmarkt. Vor allem die Nachfrage aus Europa treibt die Geschäfte an. So gingen im ersten Halbjahr 2018 Waren "Made in Germany" im Wert von 662,8 Milliarden Euro in alle Welt. Das waren 3,9 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Doch davon profitieren nicht alle Unternehmen, denn global aufgestellte Konzerne leiden schon heute unter den Handelskonflikten. So mussten deutsche Unternehmen im ersten Halbjahr so viele Umsatz- und Gewinnwarnungen veröffentlichen wie schon seit vielen Jahren nicht mehr. Nach Berechnungen der Wirtschaftsprüfer von EY haben allein 42 der insgesamt 307 Unternehmen aus dem Prime Standard im ersten Halbjahr Gewinn- oder Umsatzwarnungen herausgegeben - das übertrifft den bisherigen Höchststand aus dem Vorjahr, als Investoren 29 Mal gewarnt wurden. Das wirkte sich auch stark auf die Aktienkurse der Unternehmen aus. Am Tag der Hiobsbotschaft gaben die Kurse nach EY-Berechnungen im Schnitt 7 Prozent nach. Von den Negativkorrekturen waren vor allem der Automobilsektor und die Transport- und Logistikbranche betroffen, darunter die Dax-Konzerne Daimler, der Autozulieferer Continental jetzt sogar schon zum zweiten Mal, die Deutsche Post und ThyssenKrupp. Und auch im MDax kassierten im ersten Halbjahr acht statt vier Prozent der Unternehmen ihre Prognosen, darunter Norma und die Gea Group.  Die geschürten Hoffnungen aus dem Vorjahr, als die Zahl der positiven Prognoseänderungen im ersten Halbjahr auf das Rekordhoch von 106 kletterte, sind also geplatzt.

Buffett hilft: Besser als DAX und Eurostoxx 50

Davon sind wir im Portfolio unseres global investierenden Mischfonds PRIMA – Globale Werte bisher weitgehend verschon geblieben. So liegt der Fonds auch gegenüber dem DAX und dem Eurostoxx 50 weiterhin im Plus. Wir sehen uns mit Werten wie den Top-Positionen Alphabet, Croda International, Novo Nordisk, Ryman Healthcare und vor allem Berkshire Hathaway gut und wetterfest aufgestellt.

 

Die jüngst von Warren Buffett vorgelegten Zahlen waren einfach überzeugend. In den drei Monaten bis Ende Juni verbesserte Berk­shire Hathaway den operativen Gewinn um 67 Prozent auf 6,9 Milliarden Dollar. Der Nettogewinn verdreifachte sich, auch dank einer Umstellung in der Bilanzierung, sogar annähernd auf 7,3 Milliarden Dollar. Derzeit zählen rund 90 große und kleinere Firmen zu Buffetts Imperium. Der Großteil davon sitzt in den USA und profitiert von der guten Entwicklung der heimischen Wirtschaft. Dazu kommen Aktienbeteiligungen im Wert von über 200 Milliarden Dollar an Unternehmen wie Apple, Wells Fargo, Coca-Cola und American Express. Auf diese Weise profitiert auch der PRIMA – Globale Werte von der weiterhin gut laufenden US-Wirtschaft. Manchmal reichen wenige Aktien aus, um breit am Markt präsent zu sein.

 

 

 

 

 

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Kommentare

Noch 2 Tage, dann ist das hier die längste Hausse der Geschichte. Irgendwann muss das auch mal zuende gehen. Da ist Berkshire noch das beste, was man haben kann.

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