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Wall Street Keine Lockerung: Tesla weiterhin im Schwitzkasten der Börsenaufsicht SEC

27.08.2018, 11:53  |  2526   |   |   

Elon Musks Entscheidung, Tesla doch nicht von der Börse zu nehmen, verschärft die Konfrontation mit der Börsenaufsicht SEC.

Das neue Manöver von Elon Musk, Tesla doch an der Börse zu lassen, könnte die regulatorischen und rechtlichen Probleme für Tesla noch größer werden lassen, meinen Wall Street-Anwälte. Das US-Wertpapierrecht verlangt von Führungskräften von Aktiengesellschaften, dass sie auf einer "vernünftigen Basis" sich gegenüber den Investoren darstellen und mitteilen. Diese Vorgabe wäre wahrscheinlich einer der Schwerpunkte der SEC-Untersuchung, sagten drei Aktienrecht-Anwälte.

"Die SEC wird ihre Untersuchung fortsetzen, bis sie glaubt, alle relevanten Fakten beisammen zu haben“, sagte Stephen Crimmins, Anwalt von Murphy & McGonigle, laut "Reuters". Crimmins arbeitete 14 Jahre lang bei der SEC, wo er in hunderten von Börsen-Fällen strafrechtlich ermittelte.

"Was am Freitag passiert ist, wird für die SEC von Interesse sein, weil es ihnen erlauben wird, zu untersuchen, ob Musks Rückzug darauf hindeuten könnte, dass er keine vernünftige Grundlage für seine Aussage hatte, Tesla von der Börse zu nehmen. Sie werden ihm und anderen, die an der Entscheidung beteiligt waren, Fragen stellen, warum er den Kurs geändert hat", meinte Anwalt Crimmins.

Am Freitag veröffentlichte der Tesla-CEO einen Blog-Beitrag, in dem er schrieb, dass ein Delisting von Tesla "noch zeitaufwendiger und lästiger wäre als ursprünglich angenommen", und dass "die meisten Aktionäre von Tesla glauben, dass Tesla als börsennotiertes Unternehmen besser abschneiden würde“.

Rückblick: Am 7. August 2018 überraschte Musk die Wall Street mit einem Tweet, wonach die Finanzierung eines Delistings von Tesla gesichert sei. "Die Unterstützung der Investoren ist bestätigt", schrieb er in einem zweiten Tweet.

Teresa Goody, CEO der Anwaltskanzlei Goody Counsel und ehemalige SEC-Anwältin, sagte, dass Musks Aussage vom Freitag seinen Tweet vom 7. August, dass die Unterstützung von Investoren gesichert sei, untergraben würde. Goody ist außerdem über eine zweite Bemerkung, die Musk am Freitag machte, besorgt: Demnach meinte Musk, dass es offensichtlich geworden sei, dass Compliance-Beschränkungen viele von Teslas institutionellen Anlegern daran hindern würden, außerbörsliches Eigenkapital zu zeichnen. Bei beiden Aussagen von Musk könnte die SEC fragen, ob der Tesla-Chef sorgfältig genug geprüft habe, ob er eine Grundlage für seinen Delisting-Tweet vom 7. August gehabt habe.    

M. Ridgway Barker, ein Partner der Anwaltskanzlei Withersworldwide, wies auf eine weitere möglicherweise rechtlich schwierige Aussage von Elon Musk hin. So schrieb der Tesla-Boss von einer Diskussion mit dem Tesla-Vorstand am Donnerstag in der vergangenen Woche. Nach dieser Diskussion hätten Musk und sein Vorstand beschlossen, das Vorhaben, Tesla von der Börse zu nehmen, nicht weiter zu verfolgen. Hier könnte die SEC Protokolle der Vorstandssitzung verlangen. "Wenn die Vorstandsdiskussion ergab, dass das geplante Delisting nicht finanzierbar oder zu kostspielig gewesen sei, könnte das noch mehr Zweifel an der Durchführbarkeit von Musks ursprünglichen Plänen aufwerfen“, so der Jurist.

Quelle:

Reuters

Wertpapier
Tesla


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