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Deutschland Auf Cannabis-Importe angewiesen und Nachfrage steigt

27.08.2018, 12:47  |  4803   |   |   

Am 10. März 2017 traten in Deutschland neue Vorschriften für die medizinische Anwendung von Cannabis in Kraft. Seither können Ärzte Cannabisblühten und -extrakte verschreiben. Zudem wurde eine Cannabisagentur ins Leben gerufen, die den Anbau in Deutschland überwachsen soll. Aktuelle Zahlen zeigen bereits, dass die Nachfrage nach medizinischem Cannabis höher als erwartet ausfällt.

Im vergangenen Jahr wurde für circa 20.000 Patienten ein Antrag auf die Behandlung mit Cannabis gestellt, so die "ZEIT". Immerhin wurden circa 12.000 Anträge bewilligt - eine Studie der TK spricht von 15.000 bewilligten Anträgen, siehe hier. Aus den Niederlanden und Kanada ließ man 1,2 Tonnen importieren. Dies wird sich 2019 und 2020 weiter fortsetzen, denn frühestens 2020 wird man in Deutschland Cannabis selbst ernten. Bis dahin werden sich zahlreiche Anbieter aus dem Ausland etabliert haben. 

Jens Spahn, Gesundheitsminister, hat vorsorglich die Menge des medizinischen Cannabis aus den Niederlanden von 700 Kilogramm auf 1,5 Tonnen pro Jahr erhöht, so "Spiegel Online". Innerhalb von vier Jahren soll der Bedarf auf 2,6 Tonnen steigen. Laut aktuellen Studien kommen die meisten Anträge für medizinisches Cannabis von Frauen über 40.  

Laut "Forbes" führt Deutschland die Liste der wichtigsten Cannabis-Märkte an - gefolgt von Großbritannien und der Schweiz. Die Liberalisierung des Marktes für medizinisches Cannabis in Deutschland wird sich auf andere EU-Länder auswirken. So hat, nach einem längeren Entscheidungsprozess, Portugal am 21. Juni 2018 beschlossen, Cannabis für medizinische Zwecke zu legalisieren. 

Aus den Niederlanden kommen die importierten Cannabissorten über die Firma Fagron GmbH, während es für Kanada die MedCann GmbH ist, die mit Canopy Growth verbunden ist. Der CEO von Canopy Growth, Bruce Linton, wird am 21. und 22. Oktober bei der "Canadian Cannabis Capital Markets Conference" in Frankfurt am Main anwesend sein. Bei dieser Konferenz werden sich die Vertreter der größten kanadischen Cannabisproduzenten erstmals den Fragen von Investoren und Anlegern stellen, siehe hier

Quellen:

Spiegel Online

ZEIT

Forbes

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