"Fluchursachen beseitigen?" Warum Merkels Afrika-Politik scheitern wird

Gastautor: Rainer Zitelmann
29.08.2018, 09:35  |  3083   |   |   

Für Angela Merkel sind derzeit Afrika-Wochen: Erst gaben sich die Staatschefs aus Niger und Angola in Berlin die Klinke in die Hand, nun fliegt die Kanzlerin nach Westafrika. Laut Merkel soll Afrikas Wirtschaft durch Entwicklungshilfe gestärkt werden, um damit "Fluchtursachen zu beseitigen".

"Diese wirtschaftliche Perspektive ist für die allermeisten Länder Afrikas deshalb so entscheidend, weil es viele junge Menschen gibt, die Ausbildungs- und Arbeitsplätze brauchen", sagte Merkel in ihrem wöchentlichen Video-Podcast. Deutschland ist für viele Nigerianer ein Sehnsuchtsort. Im ersten Halbjahr 2018 stammten fast sieben Prozent aller Asyl-Erstanträge in der Bundesrepublik von Menschen aus Nigeria. Das westafrikanische Land belegte damit in der Asyl-Statistik der "Top-Staatsangehörigkeiten" den dritten Platz.

Merkel meinte schon 2016, sie sei "überzeugt, dass unsere Sicherheit, unser Leben in Frieden und unsere nachhaltige Entwicklung mit der Lebenssituation von Menschen, die weit weg von uns wohnen, zusammenhängen". Ihr Amtseid beziehe sich auf das Wohl Deutschlands, dieses sei aber heute "allein mit der Konzentration auf Deutschland selbst dauerhaft nicht zu erreichen". "Wenn ich als deutsche Bundeskanzlerin dafür sorgen will, dass es uns Deutschen gut geht, dass die Europäische Union zusammenhält, muss ich mich auch darum kümmern, dass es in Europas Nachbarschaft so zugeht, dass Menschen dort Heimat auch als Heimat empfinden können. Konkret heißt das in unserer Zeit, dass wir uns in neuer Weise mit Afrika befassen müssen." Durch Entwicklungshilfe soll die Situation der Menschen in Afrika so weit verbessert werden, dass sie keinen Grund mehr haben, sich auf den Weg nach Europa zu machen, so Merkel. Gebetsmühlenartig wiederholt sie (wie auch andere Politiker), wir müssten die "Fluchtursachen beseitigen", und zwar durch Entwicklungshilfe.

Mehr Wachstum führt zunächst zu mehr Migration
Dass das eine gefährliche Illusion ist, zeigt ein Forschungsbericht für das Bonner Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit (IZA) (http://ftp.iza.org/pp136). Danach wird sich die Hoffnung, dass mehr Entwicklungshilfe die Auswanderung aus armen Ländern tatsächlich reduziert, nicht erfüllen. Die Neigung zur Auswanderung sinkt nämlich erst dann, wenn die betroffenen Länder ein Pro-Kopfeinkommen von etwa 8.000 bis 10.000 US-Dollar (gemessen auf Kaufkraftbasis) erreicht haben. Länder mit einem Pro-Kopfeinkommen von 5.000 bis 10.000 US-Dollar (auf Kaufkraftbasis) haben im Durchschnitt sogar eine dreimal höhere Anzahl an Auswanderern als Länder, in denen das Pro-Kopfeinkommen unter 2.000 US-Dollar liegt.

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2 Kommentare

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Kommentare

In einem Bericht haben sich deutsche Unternehmen darüber beklagt, dass sie an keine öffentlichen Aufträge in Afrika mehr kommen. Die Chinesen sind schneller und günstiger.

Ich hätte Vorbehalte in Afrika zu investieren. Wer weiß, wann die nächste Enteignungswelle gegen Weiße kommt.
Alla Hopp Zitel,
dann schick dem Merkel den Bericht, mit allen Untersuchungsberichten, Studien etc.pp.
Vielleicht lässt sie dann das Geld in unserem Land.
Aber vielleicht reist sie ja demnächst zusammen mit Elon Musk ins All um Aliens davon abzuhalten auf die Erde zu kommen....
Zitat: ...muss ich mich auch darum kümmern, dass es in Europas Nachbarschaft so zugeht....usw.....
Muss sie sich auch im All darum kümmern...........

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