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Daimler Daimler AG - Immer mehr Aktionäre springen ab 

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Gastautor: Markus Mingers
29.08.2018, 11:40  |  1601   |   

Für Daimler geht es dem Anschein nach immer weiter bergab. Nach zahlreichen Rückrufen, US-Zöllen und dem Diesel-Abgasskandal ziehen sich nun auch die Aktionäre immer weiter zurück. Der Aktienkurs sinkt und Experten mangelt es an Zukunftslösungen. 

 

 

 

Donald Trump, Abgasskandal und geplatzte Visionen 

 

83 Milliarden Euro! Dies war der Wert des gemeinsamen Unternehmens der Daimler AG und Autobauer Chrysler. Nach der Übernahme herrschte eine große Euphorie an der Börse und zahlreiche Aktionäre träumten von einer rosigen Zukunft. Zwar büßte die Daimler-Benz AG auch nach dem Bruch mit Chrysler nicht an Wettbewerbsfähigkeit ein, allerdings blieben die großen Visionen auf der Strecke. 

 

2017 hätte alleine anhand der Zahlen, das Jahr Daimlers werden können. Und trotz der einwandfreien Zahlen sinkt der Aktienkurs kontinuierlich. Grund dafür ist ein Tiefschlag nach dem Anderen. Besonders der US-Präsident macht dem Konzern zu schaffen, da die drohenden Strafzölle eine starke Senkung des Absatzes in den USA nach sich ziehen könnte. Hinzu kommt der Diesel-Abgasskandal, welcher gerade erst vor der Türe steht. Sowohl in Deutschland, als auch in den Staaten sind die Auswirkungen noch unbekannt. Während europaweit rund 700 000 Fahrzeuge zurückgerufen wurden, sind in den USA Strafzahlungen von zehn bis 30 Milliarden Euro realistisch. Die Strafzölle könnten den Gewinn zusätzlich auf knapp fünf Milliarden senken. 

 

Der Aktienkurs wird dies aller Voraussicht nach nicht unbeschadet überstehen. Experten schätzen den Wert der Aktie in Zukunft auf ca. 50 Euro. Weitere Studien gehen sogar noch tiefer. 

 

Turbulenzen in der Türkei

 

Auch die Türkei könnte für den Daimler Konzern ein entscheidender Faktor werden. Der plötzliche Anstieg des Euro gegenüber der Lira könnte zum Verhängnis werden. Die Verkaufszahlen im Juli waren schon erschreckend schwach, nun droht der türkische Absatzmarkt gar weg zu brechen. 

 

Auch deshalb sehen zahlreiche Prognosen den Aktienkurs noch nicht am Tiefpunkt angekommen. Dies könnte allerdings auch eine Chance für alle Investoren sein, da Analysten den handelnden Personen die Kehrtwende zutrauen. Somit wäre der aktuelle Kurs eine gute Einstiegsmöglichkeit. 

 

Die Frage nach der Zukunft 

 

Berichten zufolge steuern zahlreiche Automobilhersteller auf eine große Krise zu. Grund dafür sind sinkende Gewinnspannen. Daimler und BMW verdienen an einem Auto knapp 3 000 Euro, Ferrari rund 69 000. 

 

Daher schreit der Markt nach neuen innovativen Ideen. Die Forschung im Bereich Elektro- und Hybridfahrzeuge muss sich weiter entwickelt. Hier stellt sich jedoch wieder die Frage nach dem Kostenpunkt. Wenn jedoch eine Lösung gefunden wird, kann dies von sämtlichen Problemen ablenken und würde zudem den Umsatz und den Aktienkurs wieder deutlich steigen lassen.

 

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https://www.youtube.com/watch?v=NiwWHCPJf4I

 

Bei weiteren Fragen rund um das Thema Abgasskandal, wenden Sie sich an die Kanzlei Mingers & Kreuzer! Wir beraten Sie gerne. Erreichen können Sie uns unter der Telefonnummer 02461/ 8081 oder dem Kontaktformular auf unserer Website. Weitere Rechtsnews finden Sie in unserem Blog oder YouTube-Channel.

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Gastautor

Markus Mingers
Rechtsanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht, Arbeitsrecht und Wirtschaftsrecht

Markus Mingers ist Rechtsanwalt im Bereich Wirtschaft sowie Arbeitsrecht, Bank- und Kapitalmarktrecht. Seit mehr als 13 Jahren ist er als Anwalt tätig und Inhaber von Mingers & Kreuzer Rechtsanwälte. Von mehreren Kanzleistandorten u.a. Köln, München oder Jülich aus erstreitet er mit seinem Team Gelder aus Themen und Urteilen, die dem Verbraucher bis dahin unbekannt sind. Er ist Experte im Bereich Rückabwicklung Lebensversicherung, Widerruf Autokredit und Verbraucherdarlehen sowie im VW Abgasskandal und LKW Kartell. Bekannt ist Markus Mingers vor allem durch seine Auftritte bei n-tv oder RTL sowie als Experte von FOCUS Online, hier ist sein Rat im Verbraucherrecht zu aktuellen Themen gefragt.

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