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Cannabis-Börsen-Neuling Tilray geht durch die Decke: 5-Wochen-Performance 360 Prozent

30.08.2018, 11:39  |  4621   |   |   

Am 19.07.2018 feierte Tilray sein Börsendebüt. Gestern legte das Unternehmen seinen Jahresbericht seit dem IPO vor. Das kanadische Cannabis-Unternehmen ist das erste mit einem Listing an der Nasdaq. In den letzten fünf Tagen kletterte das Papier von 42 US-Dollar auf über 62 US-Dollar. Anleger haben somit guten Grund zum Jubeln.

Die Aktien von Tilray konnten am ersten Handelstag - gestartet bei 17 US-Dollar pro Anteilsschein - an der Nasdaq um 31 Prozent zulegen und die Marktkapitalisierung erreicht bereits 4,67 Mrd. US-Dollar. In jeder Hinsicht ist der Börsengang ein Erfolg und spiegelt den Appetit der Investoren wider, direkt in den wachsenden Cannabismarkt zu investieren. Tilray ist auf dem besten Weg, in diesem Jahr der zweitbeste IPO-Performer in den USA zu werden. 

Tilray Registered -2-

Der Weg zum IPO war nicht immer einfach. "Im vergangenen Jahr haben wir uns mit hunderten von institutionellen Investoren auf der ganzen Welt getroffen. Eines der Dinge, auf die ich beim Börsengang wirklich stolz bin, ist, dass 70 % der Investoren in den USA sind und die meisten haben noch nie zuvor in diese Branche investiert, während 18 % aus Kanada kommen und 12 % international", so Tilray-CEO Brendan Kennedy. Mit dem Erlös aus dem Börsengang will das Unternehmen seine Produktion ausbauen. Darüber hinaus ist es bestrebt Partnerschaften zu entwickeln, um die Marke bekannter zu machen.

Die jüngsten Zahlen von Tilray stimmen Anleger durchaus optimistisch: Der Quartalsumsatz stieg auf 9,7 Millionen US-Dollar - allerdings vervielfachte sich der Verlust von 2,4 Millionen US-Dollar vor einem Jahr auf 12,8 Millionen US-Dollar. Tilray-CEO Kennedy sagte am Dienstag: "Wir bauen ein globales Portfolio von Marken und Produkten mit dem Ziel auf, diese Marken in allen Märkten, in denen Cannabis legal ist, zu Marktführern zu machen - in Kanada, Deutschland, Australien und Großbritannien". Steigende Cannabis-Preise und eine wachsende internationale Nachfrage sorgen für ein florierendes Geschäft.  

Bislang verkauft Tilray seine medizinischen Cannabis-Produkte mit Partnern oder über Exportgeschäfte in Länder wie Australien, Deutschland, Portugal, Argentinien, Südafrika und Großbritannien. Am Montag kündigte Tilray ein Abkommen an, um Nova Scotia mit Cannabis zu beliefern. Tilray bleibt zu 82 Prozent im Besitz der in Seattle ansässigen Private Equity-Firma Privateer.

Anleger sollten die erste Cannabis-Investorenkonferenz in Deutschland, am 21. und 22. Oktober 2018, in Frankfurt am Main nicht verpassen. Bei dieser Konferenz werden sich die Vertreter der größten kanadischen Cannabisproduzenten erstmals den Fragen von institutionellen Investoren stellen, siehe hier
 

Quellen:

ARD

The Globe and Mail



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