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ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Schwächer - Handelsstreit belastet
Foto: Boris Roessler - dpa

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung Schwächer - Handelsstreit belastet

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
31.08.2018, 10:10  |  1071   |   |   

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die internationalen Handelskonflikte sowie die Währungskrisen in den Schwellenländern haben den deutschen Aktienmarkt am Freitag zur Eröffnung unter Druck gesetzt. Im Handelsstreit zwischen den USA und China könnte US-Präsident Donald Trump bereits kommende Woche die nächste Eskalationsstufe zünden. Zudem verloren zahlreiche Währungen von Schwellenländern wie der argentinische Peso, der brasilianische Real, die türkische Lira sowie die indische Rupie erheblich an Wert.

Der Dax fiel zuletzt um 1,09 Prozent auf 12 357,52 Punkte. Der MDax der mittelgroßen deutschen Unternehmen sank am Freitag um 0,43 Prozent auf 27 068,51 Punkte. Der TecDax verlor 0,35 Prozent auf 3009,97 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gab um rund 0,5 Prozent nach.

US-Präsident Donald Trump könnte bereits kommende Woche neue Strafzölle im Wert von weiteren 200 Milliarden Dollar verhängen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg. Zudem kritisierte Trump die Europäische Union und signalisierte, dass auch hier Strafzölle folgen könnten. Zuletzt hatte China nach einer Verhandlungsrunde im Handelsstreit noch von "konstruktiven" Gesprächen berichtet. Ein Durchbruch war in der vergangenen Woche aber nicht erzielt worden.

"Am Aktienmarkt kippt die Stimmung ins Negative", stellte Portfolio-Manager Thomas Altmann von QC Partners fest. Mit dem Handelskonflikt, der Währungskrise in einigen Schwellenländern und den auf Allzeithochs befindlichen US-Börsen gebe es im Moment deutlich mehr Gründe, Aktien zu verkaufen als zu kaufen. Der Cocktail an den Börsen werde aktuell immer giftiger, so Altmann.

Aus Branchensicht wurden die Aktien von Autobauern und -zulieferern wegen der drohenden Verschärfung der Zollkonflikte am stärksten verkauft. So verloren die Dax-Papiere von BMW , Daimler , Volkswagen und Continental im frühen Handel zwischen 1,1 und 1,6 Prozent an Wert. Im MDax büßten Leoni , Schaeffler und Hella zwischen 0,9 und 1,6 Prozent ein. Auch europaweit war der wichtigste Branchenindex Stoxx Europe 600 Automobiles & Parts mit einem Minus von mehr als 1 Prozent ganz unten im Sektortableau zu finden.

Im Handelsstreit zwischen den USA und China könnte US-Präsident Donald Trump Kreisen zufolge bereits kommende Woche die nächste Eskalationsstufe zünden und neue Strafzölle im Wert von weiteren 200 Milliarden US-Dollar verhängen. Zudem kritisierte er die Europäische Union und signalisierte, dass auch hier Strafzölle folgen könnten. Am Vortag hatte die Hoffnung auf eine mögliche Abschaffung der Zölle auf Autoimporte der Branche Auftrieb verliehen.

Unter den Einzelwerten standen die Aktien von Vonovia nach Halbjahreszahlen mit minus 1,7 Prozent im Anlegerfokus. Ein Händler begründete die Schwäche trotz eines erhöhten Gewinnziels mit dem insgesamt verhaltenen Ausblick des Immobilienkonzerns. Nach dem Rekordhoch am Mittwoch bei 44,88 Euro nähmen Anleger nun Gewinne mit, sagte er. Dennoch gehören Vonovia mit einem Plus von rund 8 Prozent zu den stärksten Dax-Titeln im bisherigen Jahresverlauf. Seit dem Börsengang im Sommer 2013 summiert sich das Kursplus auf 167 Prozent.

Die Anteilsscheine von Isra Vision reagierten mit einem Plus von fast 8 Prozent auf die Bekanntgabe aktueller Geschäftszahlen. Umsatz und Gewinn des auf Automatisierungstechnik spezialisierten Maschinenenbauers legten erneut kräftig zu. Mittelfristig will das Unternehmen mithilfe weiterer Zukäufe beim Umsatz die Marke von 200 Millionen Euro knacken.

Beiersdorf-Aktien fielen dagegen um 1 Prozent. Die Schweizer Bank Credit Suisse stufte die Titel des Konsumgüterkonzerns von "Outperform" auf "Neutral" ab und senkte das Kursziel von 103 auf 95 Euro. Die Hamburger wiesen zwar eines der attraktivsten Wachstumsprofile in der Konsumgüterbranche auf, von der zunehmenden Liquidität komme bei den Anlegern renditetechnisch aber immer weniger an, schrieb Analyst Pieter Vorster in einer Studie.

Eine Verkaufsempfehlung der Citigroup beförderte die Aktien der Lufthansa am Dax-Ende um 3,6 Prozent ins Minus. Citigroup-Analyst Mark Manduca sieht die Fluggesellschaft wegen des stetigen Ausbaus der Flugkapazitäten unter zunehmendem Preisdruck. Zudem monierte er, dass die Kranich-Linie weitaus weniger anlegerorientiert sei als andere Airlines. Deshalb stufte er die Aktien von "Buy" auf "Sell" ab und senkte das Kursziel von 32,50 auf 19,90 Euro./edh/jha/

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