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Börse Stuttgart-News Trend am Vormittag

Gastautor: Börse Stuttgart
31.08.2018, 15:40  |  643   |   |   

STUTTGART (BOERSE STUTTGART GMBH) - Euwax Trends an der Börse Stuttgart

Handelsstreit mit China: Nächste Eskalationsstufe droht

Bärenangriff: Dax deutlich im Minus

Andreas Groß, Börse Stuttgart TV Nachrichten

Der Handelskonflikt mit China könnte weiter eskalieren - Börsen in USA geben nach - Dax verliert deutlich - Stimmung droht ins Negative zu kippen - Vonovia schraubt Prognose nach oben - Beiersdorf nach Analystenschelte unter Druck

Die internationalen Handelskonflikte halten die Börsen auch am letzten Handelstag der Woche fest im Griff. Im Handelsstreit zwischen den USA und China könnte bereits in der kommenden Woche die nächste Eskalationsstufe gezündet werden. Das hatte die Wall Street im späten Handel belastet und auch in China standen die Börsenampeln am Freitag überwiegend auf Rot. In den Verhandlungen um ein neues Freihandelsabkommen zwischen den USA, Kanada und Mexiko dagegen steht laut US-Präsident Donald Trump ein Durchbruch bevor. Bis in die Nacht hinein hatten die Delegationen der USA und Kanadas verhandelt. Kanada steht unter Druck, weil die USA und Mexiko sich bereits auf ein vorläufiges Abkommen bilateral geeinigt hatten.

“Bisher halten sich die tatsächlichen Auswirkungen des Zollkonflikts auf die Weltwirtschaft zwar in Grenzen”, kommentiert Thomas Metzger vom Bankhaus Bauer die Situation. “Sollte US-Präsident Trump allerdings tatsächlich zusätzliche Abgaben auf weitere chinesische Importe in Höhe von 200 Mrd. Dollar erheben, so wäre über die Hälfte des Handels mit China durch Sonderzölle betroffen, was Risiken für die Entwicklung der globalen Konjunktur mit sich bringen würde.”

Der Dax bleibt gefangen in der engen Range zwischen 12 400 und 12 600 Punkten. Für die abgelaufene Woche deutet sich somit ein mageres Plus an.

Die beschrieben Belastungsfaktoren ersticken momentan jeden Versuch eines Befreiungsschlages des Marktes, so Experte Metzger, obwohl die insgesamt nach wie vor robusten fundamentalen makroökonomischen Rahmenbedingungen sowie das solide Gewinnwachstum der Unternehmen durchaus höhere Kursniveaus im DAX rechtfertigen würden.

Beiersdorf-Aktien fallen um 1,5 Prozent. Die Schweizer Bank Credit Suisse hatte die Titel des Konsumgüterkonzerns von “Outperform” auf “Neutral” abgestuft und das Kursziel von 103 auf 95 Euro gesenkt.

Vonovia hebt Prognose an
Deutschlands größter Immobilienkonzern Vonovia schraubt nach der erfolgreichen Übernahme des schwedischen Konkurrenten Victoria Partner sein Jahresziel erneut nach oben. Ein Händler sprach in einer ersten Reaktion am Morgen aber von einem durchwachsenen Zahlenwerk. An der Börse kam die Vonovia-Strategie bisher gut an: Die Aktie gehört mit einem Plus von rund 8 Prozent zu den stärksten Dax-Titeln 2018.

Isra Vision wächst kräftig
Der Maschinenbauer Isra Vision profitiert weiter vom Automatisierungsboom in der Industrie. Umsatz und Gewinn legten erneut kräftig zu. Der Erlös kletterte in den neun Monaten bis Ende Juni um zehn Prozent auf knapp 103 Millionen Euro. Der Gewinn vor Steuern stieg um 13 Prozent auf 20,5 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr 2017/2018 (Ende September) erwartet Isra weiter ein Umsatzplus von zehn Prozent auf deutlich mehr als 150 (Vorjahr: 143) Millionen Euro. Die Margen sollen mindestens stabil bleiben

Coca-Cola übernimmt Kaffeemarke
Der US-Getränkeriese Coca-Cola drängt weiter in den Kaffeemarkt vor. Dafür schnappt sich der Limonaden-Hersteller die britische Kaffeemarke Costa. Der Konzern zahlt dem bisherigen Eigentümer Whitbread für die Costa Limited 5,1 Milliarden US-Dollar (rund 4,4 Mrd. Euro). Zu Coca-Cola gehört bereits unter anderem die Kaffeemarke Georgia. Mit dem Zukauf sichert sich der Cola-Produzent nun eine breite Basis im Kaffeegeschäft in Europa, Asien Pazifik, dem Nahen Osten und Afrika inklusive der Möglichkeit, weiter zu expandieren. Zur Marke Costa gehört auch die gleichnamige Kaffeehauskette mit knapp 4.000 Filialen.

Börse Stuttgart TV

„Die Dividende ist der neue Zins“. Dieser Satz war in den vergangenen Jahren immer wieder zu hören. In Zeiten eines anhaltenden Niedrigzinsumfeldes sicher keine gänzlich falsche Aussage. Doch ganz so einfach ist es am Ende des Tages - leider - mal wieder nicht. Boerse.ard hat einige sogenannte Dividenden-ETFs untersucht - mit erstaunlichem Ergebnis. Michael Bloss, Finanzbuchautor und EIFD-Direktor, bei Börse Stuttgart TV.

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