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Aktien wieder flüssig machen: Wie man hierbei am besten vorgeht

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
02.09.2018, 08:50  |  334   |   |   

Es kann durchaus mal passieren, dass man trotz jeder gut aufgestellten Finanzplanung einen Teil seiner Aktien verkaufen muss. Sei es, weil das Auto unerwartet kaputtgeht, sich ein Kind plötzlich zum Studieren entschließt oder, oder, oder. Unverhofft kommt schließlich oft. Oder öfter, als man gemeinhin planen kann.

Aus welchen Gründen auch immer man sich genötigt sieht, das eigene Portfolio zu reduzieren, ist letztlich egal. Viel wichtiger ist allerdings, wie man hierbei am besten vorgeht. Beziehungsweise die Frage, welche konkrete Aktie aus den eigenen Reihen nun veräußert werden soll.

Gewinner verkaufen?

Ein intuitiver Impuls könnte darin bestehen, dass man sich von einem seiner Gewinner trennt. Immerhin sind diese Aktien schon ganz gut gelaufen und man erhält als Investor in jedem Fall mehr zurück, als man ursprünglich investiert hat. Oder anders ausgedrückt: Sofern man einen Gewinner aus seinem Portfolio schmeißt, macht man hierbei keine Verluste.

Allerdings könnte diese Strategie mitunter schlecht für die künftige Entwicklung deines Portfolios sein. Wer sagt denn schließlich, dass für den Gewinner an dieser Stelle bereits Schluss sein muss?

Einen Gewinner zu verkaufen, nur weil er ein Gewinner ist, könnte unter Umständen nicht zielführend sein. Möglicherweise sogar eine Strategie, die dich auf lange Sicht ein wahres Vermögen kosten könnte, sofern die entsprechende Aktie noch lange nicht ihr volles Potenzial ausgeschöpft hat und du an dieser Stelle viel zu früh verkaufst.

Verlierer verkaufen?

Logische Konsequenz daher: die Verlierer verkaufen? Auch das ist nicht immer die beste Option.

Denn auch wenn eine Aktie kurzzeitig einmal nicht so performt, wie anfangs angedacht, könnte hier noch so manches Potenzial schlummern, das der Markt noch nicht erkannt hat. Oder aber eine Aktie wurde unbegründet in eine branchenübergreifende Sippenhaft genommen, was lediglich kurzfristig den Aktienkurs belastet. Oder, oder, oder.

Zum langfristigen Vermögensaufbau mit Aktien gehört es nun mal auch dazu, dass man den temporären Verlierern Zeit gibt, zu zeigen, was sie können. Sofern man ihnen daher frühzeitig diese Gelegenheit nimmt, kann auch das auf lange Sicht ein Vermögen kosten. Und führt zudem zu realen Kursverlusten.

Bleibt allerdings immer noch die Frage, welche Aktien man stattdessen verkaufen sollte. Nach den Gewinnern und Verlieren bleibt ja schließlich nicht mehr so viel übrig.

Verkaufe Aktien, an die du nicht mehr glaubst

Es wird daher an dieser Stelle Zeit für einen Paradigmenwechsel. Anstatt sich darauf zu konzentrieren, welche Aktien bereits gut gelaufen sind – oder eben nicht –, sollte sich der smarte, Foolishe Investor darauf fokussieren, im Fall der Fälle die Aktien zu verkaufen, an die er nicht mehr glaubt.

Die Gründe für den veränderten Glauben an das zukünftige Potenzial können selbstverständlich verschiedener Natur sein. Im Idealfall sollte eine Aktie so gut gelaufen sein, dass sie inzwischen eine Bewertung erreicht hat, die selbst das optimistischste Szenario nicht mehr rechtfertigen kann. Allerdings können auch negative Aspekte wie beispielsweise das Unterschätzen eines Mitbewerbers, veränderte Aussichten im Gesamtmarkt oder technische Innovationen dafür sprechen, sich von ebendieser Aktie zu trennen.

Foolisher Schlussstrich

Unterm Strich können zügig verwertbare Aktien daher sowohl Gewinner als auch Verlierer sein – sofern man nicht mehr an das zukünftige Potenzial des Unternehmens glaubt. Letzteres sollte jedoch das dominierende Merkmal dieser Aktien sein.

Ein Vorgehen nach diesem Auswahlkriterium bringt übrigens zugleich den Vorteil mit sich, dass man als Investor nebenbei Portfolio-Kosmetik betreibt. Und dadurch sicherstellt, dass die verbleibenden Aktien ausreichend Potenzial haben, um dein Vermögen im besten Sinne zu vermehren.

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Dieser Artikel wurde ursprünglich auf fool.de veröffentlicht.

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