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Europäische Dividendenaristokraten: Es gibt sie wirklich! Wenn auch noch nicht viele

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
04.09.2018, 09:49  |  1168   |   |   

Die USA sind wirklich ein El Dorado an Dividendenaristokraten. Aus vielen Branchen gibt es eine Vielzahl von Aktien, die bereits einen Lauf von 25 Jahren konsequent erhöhter Dividenden vorweisen können. Dementsprechend besitzen hier viele Dividendenaktien den Ruf, als besonders zuverlässige Ausschütter zu gelten.

Innerhalb Europas sind derartige Gelegenheiten jedoch rarer gesät. Dennoch gibt es auch hier die eine oder andere Aktie, die in den heimischeren Gefilden diesen Meilenstein bereits erreicht hat.

Werfen wir in diesem Sinne einen Blick auf drei dieser erlesenen Vertreter und schauen mal, was die jeweiligen Aktien so bieten können.

1) L’Oreal

Einen ersten europäischen Dividendenaristokraten finden wir in L’Oreal (WKN: 853888). L’Oreal wird derzeit als weltgrößter Kosmetikkonzern gehandelt und kann auf eine sehr breite Produktpalette an Kosmetikartikeln und Parfümen zurückblicken. Unter anderem kooperieren die bekannten Designer Giorgio Armani, Ralph Lauren oder Diesel neben vielen anderen in der Kosmetiksparte mit L’Oreal, was wohl eindrucksvoll zeigen dürfte, welche starke Marke und Anziehungskraft der Konzern in der Welt des Ästhetischen hat.

Eine Erfolgsgeschichte, die angesichts des adeligen Status auch bei der Dividende nicht haltgemacht hat. L’Oreal erhöhte in diesem Jahr bereits das 30. Jahr in Folge die hauseigene Dividende. Das Unternehmen zählt somit schon seit fünf Jahren zum Club der Dividendenaristokraten.

Zuletzt zahlte L’Oreal 3,55 Euro je Aktie aus, was bei einem derzeitigen Kursniveau von 206,70 Euro (01.09.2018, maßgeblich für alle Kurse) einer Dividendenrendite von 1,71 % entspricht.

2) Roche

Eine etwas höhere Dividendenrendite gibt es hingegen bei Roche (WKN: 851311) zu holen. Nach inzwischen sogar 31 Erhöhungen in Folge gab es bei dem schweizerischen Pharma-Unternehmen zuletzt eine Dividende in Höhe von 8,30 Schweizer Franken abzugreifen. Das entspräche beim derzeitigen Kursniveau von 240,80 Euro einer Dividendenrendite von 3,44 %. Nicht schlecht, vor allem nicht in Anbetracht dieser beeindruckenden Dividendenhistorie.

Roche verdient einen Großteil seines Geldes übrigens mithilfe von Produkten in der In-Vitro-Diagnostik und stellt zudem eine Vielzahl von verschreibungspflichtigen Medikamenten, Generika und Biosimilars her. Mit den inzwischen über 120 Jahren Erfahrung gehört das Unternehmen zu den älteren Hasen in der Pharma-Branche, was wohl ein sehr verlässliches Indiz dafür ist, dass Roche seinen Platz in der Pharmabranche gefunden zu haben scheint.

3) Fresenius

Nach den beiden EU-ausländischen Aktien Roche und L’Oreal wollen wir nun jedoch noch unseren heimischen Markt ins Auge nehmen. Nachdem diese Artikelidee nämlich über ein Jahr in unserem Foolishen Ideen-Pool herumdümpelte, dürfen wir inzwischen auch Fresenius (WKN: 578560) als erstes deutsches Unternehmen zu den Dividendenaristokraten zählen.

Fresenius hat in diesem Jahr seine 25. Dividendenerhöhung in Folge verkündet und damit erst kürzlich diesen Meilenstein erreicht. Zuletzt zahlte Fresenius übrigens eine Dividende in Höhe von 0,75 Euro je Anteilsschein aus, was bei einem derzeitigen Kursniveau von 65,60 Euro einer Dividendenrendite von 1,14 % entspricht. Nicht viel, dafür hat sich die Dividende allerdings über die letzten zehn Jahre mehr als verdreifacht (genauso wie der Aktienkurs).

Fresenius ist ähnlich wie Roche in der Gesundheitsbranche vertreten. Schwerpunkte hierbei sind Produkte und Dienstleistungen rund um die Dialyse sowie Krankenhäuser und die Versorgung von Patienten.

Wie geht es aus aristokratischer Sicht weiter?

Auch wenn die europäische Auswahl von Dividendenaristokraten bislang noch deutlich eingeschränkt ist, glaube ich, dass sich das schon bald ändern könnte. Viele Dividendenaktien unseres Kontinents haben sich innerhalb der letzten Jahre nämlich der Konstanz und dem Wachstum verschrieben und besitzen schon heute eine eindrucksvolle Dividendengeschichte – auch wenn sie noch nicht adelig sind.

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