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Egbert Prior Sartorius setzt sich ehrgeizige Ziele

Gastautor: Egbert Prior
05.09.2018, 11:06  |  1245   |   |   

Seit unserer letzten Empfehlung am 30.6. vergangenen Jahres hat sich der Kurs der Vorzüge nahezu verdoppelt auf aktuell 156,50 Euro. Der beste Wert im TecDAX! In der letzten Dekade ist die Aktie sogar ungefähr um den Faktor 100 explodiert! Die Göttinger liefern Produkte, die im Labor und speziell in der Biotechnologie benötigt werden. Zur Angebotspalette gehören Laborwaagen, Zentrifugen, Inkubatoren, Bioreaktoren, Fermenter, Filter, Membranen, Schläuche, Pipetten etc.. Sartorius kann sich vor  Nachfrage kaum retten. Bereits mehr als die Hälfte der Forschungsgelder der Pharmaindustrie fließt in biotechnologisch erzeugte Medikamentenkandidaten. Aufgrund starker Halbjahreszahlen hob das Management die Umsatzprognose für 2018  an. Die Erlöse sollen sich in einer Bandbreite zwischen 12 und 15% erhöhen (zuvor 9 bis 12%). Die operative Gewinnmarge (Ebitda) wird unverändert mit 25,1% erwartet. 2017 stieg der Umsatz um 9,3% auf 1,4 Milliarden, der operative Gewinn kletterte um 8,5% auf 353 Millionen. Auf dieser Basis gab der Vorstand neue Mittelfristziele bekannt, die es in sich haben. Danach sollen sich die Erlöse  bis 2025 auf ca. 4 Milliarden in etwa verdreifachen. Zwei Drittel der Zuwächse sind organisch geplant, ein Drittel durch Zukäufe. Bei der Gewinnmarge (Ebitda) wird eine Erhöhung auf 28% ins Visier genommen. Einen Schub erwarten die Niedersachsen durch das Aufkommen der Biosimilars. Dabei handelt es sich um Generika biotechnologisch hergestellter Medikamente. Schätzungen zufolge soll dieser Markt in den nächsten Jahren mit 25% p.a. wachsen. Bei großen Blockbustern läuft demnächst der Patentschutz aus. Dabei ist es viel aufwendiger biotechnologische Präparate nachzuahmen als das bei konventionellen Pharmaka der Fall ist. Die Niedersachsen sind mit 7.500 Mitarbeitern in 30 Ländern unterwegs. 57% der Umsätze fallen außerhalb Europas an. Börsenwert rund 11 Milliarden. Fast achtfacher Umsatz. KGV schätzungsweise 65. Das ist sportlich. Die Stammaktien sind mit 135,50 Euro nicht ganz so teuer. Mit einem Streubesitz von nur 2% sind die Stämme aber wenig liquide. 55% befinden sich im Besitz der Familie Sartorius. Bio-Rad Laboratories hält ungefähr 34%, 9% im Eigenbestand. Die Vorzüge sind dagegen mit 91% breit gestreut. Fazit: Mit Biotechnologie setzt der Laborausstatter auf das richtige Pferd. Gewinne laufen lassen. Für einen Neueinstieg eine kräftige Korrektur abwarten.

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