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Die 7 besten Software-as-a-Service-Aktien, die sich heute zum Kauf anbieten

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
06.09.2018, 11:05  |  1162   |   |   

Wenn du in eine Zeitmaschine springen und dich 20 Jahre in die Zukunft beamen würdest, was würdest du dort vorfinden?

Einige glauben, dass du sehen würdest, dass die Leute kaum mehr etwas von dem besitzen, was wir traditionell „meins“ genannt haben, als Ergebnis der so genannten „Sharing Economy“. In dieser hypothetischen Zukunft werden autonome Flotten von Elektroautos Garagen überflüssig machen und du musst keine Werkzeuge für alltägliche Reparaturen im Haus mehr besitzen, da sie in Windeseile bei Bedarf von einer Drohne bereitgestellt werden.

Die Waren und Dienstleistungen, die eine Person benötigt, werden über den Zugriff darauf definiert, nicht durch direktes Eigentum. Es gibt einen Bereich der Wirtschaft, in dem dies bereits geschehen ist: Software.

Noch vor einem Jahrzehnt musstest du eine teure Softwarelizenz kaufen, um ein Betriebssystem herunterzuladen oder andere Anwendungen auf deinen Computer zu laden. Heute zahlt man einen kleinen monatlichen Beitrag für den Zugriff auf Software, die in der Cloud existiert, wo sie gepflegt und nahtlos aktualisiert wird. Es heißt Software-as-a-Service und hat das Potenzial, beeindruckende Ergebnisse für Investoren zu erzielen. Es gibt mehrere Software-as-a-Service-Unternehmen, die es wert sind, dass wir sie uns näher ansehen.

Was ist Software-as-a-Service?

Um dieses Geschäftsmodell zu erklären, sollten wir es am besten in seine grundlegendsten Teile aufschlüsseln. Was ist Software? Es ist jedes Programm, das auf einem Computer oder Smartphone laufen kann. Das Gerät, das Sie in der Hand halten, ist die Hardware; die Programme und Anwendungen, die Sie darauf verwenden, Software.

In der Vergangenheit waren Download-Lizenzen, CDs oder Disketten mit der Software darauf ziemlich teuer. Dann hast du diese Software auf deinem Computer installiert und später, als ein wichtiges Update für die Software herauskam, weiteres Geld für eine neue Version ausgegeben.

Das alles änderte sich mit dem Beginn des Internets und dem Wachstum von Cloud Computing, das Server an einem separaten, zentralen Ort nutzt, um große Rechenaufgaben zu bewältigen. Cloud Computing ermöglicht dann den Zugriff auf die benötigten Daten je nach Bedarf, über eine einfache Internetverbindung. Diese Änderung ermöglicht es den Unternehmen, den Zugang zu ihren Softwareprogrammen einfach und kostenpflichtig über das Internet bereitzustellen.

Das ist die Basis von Software-as-a-Service, kurz SaaS. Das neue Geschäftsmodell bietet eine Vielzahl attraktiver Features für SaaS-Unternehmen, deren Kunden und Aktionäre. Unternehmen profitieren von einer verbesserten Effizienz, da sie keine physischen Produkte herstellen müssen. Kunden lieben es, dass sie ein Programm oder eine Plattform zu niedrigeren Abonnementpreisen nutzen können und von Echtzeit-Updates der Software profitieren. Investoren schließlich profitieren von den zuverlässigen Einnahmequellen, die mit einem Abonnementmodell einhergehen.

Am wichtigsten ist vielleicht, dass der nachhaltige Wettbewerbsvorteil – oder Burggraben, wie wir sagen – für ein SaaS-Unternehmen viel größer ist als zuvor. In der Vergangenheit benötigten Softwareunternehmen große Vertriebs- und Marketingbudgets, um jede neue Iteration ihrer Software zu bewerben. Jedes Mal, wenn ein neuer Produktzyklus eingeleitet wurde, konnte der Kunde einen anderen Anbieter wählen.

Jetzt sind die Kunden wegen der hohen Wechselkosten stärker an ein Unternehmen gebunden. Mit der Möglichkeit, die Software sofort über die Cloud zu aktualisieren und der Einführung von monatlichen Abonnementgebühren, gibt es keine „Update-Zyklen“ zu befürchten. Je mehr ein Kunde die Software eines SaaS-Anbieters nutzt und dabei vielleicht neue Anwendungen hinzufügt, desto mehr wird sie in den Workflow und die täglichen Bedürfnisse dieser Person oder des Unternehmens eingebettet. Der Wechsel zu einem neuen Anbieter wird nicht nur teuer (es sind wahrscheinlich viele Daten zu migrieren), sondern hat auch das Potenzial, zu einem enormen Problem zu werden, da die Menschen sich in eine völlig neue Benutzeroberfläche und Umgebung einarbeiten müssen. Das ist ein nerviger Aufwand, den die meisten Kunden vermeiden wollen – und es ist ein großer Segen für SaaS-Investoren.

Die wichtigsten Kennzahlen für die Bewertung von SaaS-Unternehmen: RRR, DBNE und ARR

Die Bewertung der Fähigkeit eines SaaS-Unternehmens, neue Kunden zu finden und sie in ihrem Ökosystem zu halten, ist von entscheidender Bedeutung. Während traditionelle Kennzahlen wie das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) oder die Free-Cashflow- (FCF-) Ratio zwar durchaus eine Rolle spielen, werden solche Aktien auf dieser Basis häufig hoch bewertet, so dass erst eine vertiefte Auseinandersetzung für ein besseres Verständnis sorgt.

Wenn es darum geht, sicherzustellen, dass Kunden bei einem Unternehmen bleiben, verwenden einige Unternehmen die Umsatzbindungsrate (engl.: Revenue Retention Rate, kurz RRR) und andere die Nettoexpansionsrate auf Dollar- oder Euro-Basis (engl.: DBNE); beide messen letztlich das Gleiche. Die Zahlen berücksichtigen alle Umsätze mit bestehenden Kunden im einem Jahr und vergleichen sie mit allen Umsätzen derselben Kundengruppe im Folgejahr. Dieser Ansatz spart die Auswirkungen von Neukunden auf die Abwanderung oder den Verlust eines Kunden und wie effektiv neue Kunden neue Dienstleistungen kaufen aus.

Dies hilft Klarheit darüber zu schaffen, ob Kunden bei einem SaaS-Unternehmen bleiben – und ob eben diese mehr Geld für zusätzliche Produkte ausgeben. Wenn eine DBNE oder RRR unter 100 % liegt, bedeutet das, dass Kunden die Plattform verlassen. Wenn es bei 100 % liegt, bedeutet das, dass die Kunden bleiben, aber keine neuen Produkte hinzufügen. Wenn er über 100 % liegt, bedeutet das, dass die Kunden nicht nur bleiben, sondern im Laufe der Zeit auch neue Dienstleistungen integrieren. Das macht den Wert eines jeden Kunden über die gesamte Lebensdauer der Beziehung noch höher.

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1 Kommentare

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Kommentare

Super, SaaS da liegt das Geld.

Zuora ist noch nicht richtig angelaufen, alle andeen schon.

Und bei Axon, der ehemaligen Taser bin ich fest davon überzeugt, dass die bei ihrer Plattform in Bälde KI zur Video-, Sprach- und (Tat)HergangsAnalyse ihrer Polizei-Körperkameras einsetzen werden.

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