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Katar Finanzspritzen für deutsche Firmen: Emir will zehn Milliarden Euro investieren

07.09.2018, 12:16  |  7753   |   |   

Katar will rund zehn Milliarden Euro in Deutschland investieren, so der Emir Tamim bin Hamad Al Thani bei einem Treffen mit Kanzlerin Merkel.

Das arabische Emirat Katar plant, insgesamt rund zehn Milliarden Euro in den nächsten fünf Jahren in deutsche Unternehmen zu investieren, sagte Scheich Tamim bin Hamad Al Thani, Staatsoberhaupt des Emirats Katar am Freitag in Berlin. Dies berichtet "Reuters". Der Emir eröffnete heute zusammen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel eine katarisch-deutsche Investorenkonferenz in Berlin.

Der katarische Staatsfonds QIA und auch private Unternehmen aus dem arabischen Land wollen verstärkt in deutsche mittelständische Unternehmen investieren, sagte Katars Finanzminister Ali Scharif al-Emadi.

Das arabische Land ist bereits unter anderem an Volkswagen, der Deutschen Bank, Siemens, Hochtief und SolarWorld beteiligt. Die bisherigen Investitionen belaufen sich laut Angaben aus Katar auf rund 25 Milliarden Euro.

Deutschland sei ein wichtiger Partner für Katar. "Wir wissen um die Stärke der deutschen Wirtschaft", sagte das emiratische Staatsoberhaupt Tamim bin Hamad Al-Thani. Katars Finanzminister hatte Deutschland in einem Interview als "Schlüsselfigur in der Weltwirtschaft" bezeichnet.

Der Reichtum Katars beruht auf seinen Gasvorräten, den drittgrößten der Welt. Gestern wurde bekannt, dass der weltgrößte Flüssiggas (LNG)-Exporteur Qatar Petroleum Interesse an einer Beteiligung an einem LNG-Terminal in Deutschland angemeldet habe. Hier scheinen die Interessen der deutschen Unternehmen und die der arabischen aber weit auseinander zugehen: "Wir sind sehr ernsthaft an einer Beteiligung an einem deutschen LNG-Terminal interessiert und reden mit Uniper und RWE", sagte Konzernchef Saad Al Kaabi dem "Handelsblatt". RWE erklärte allerdings, es gehe bei den Gesprächen generell um Gaslieferungen, nicht um eine Beteiligung an einem Terminal in Deutschland. Für einen solchen Bau, etwa in Brunsbüttel oder Wilhelmshaven, fehlt bis heute eine klare Investitionszusage.

Quelle:

Reuters

 

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