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5 Statistiken zu Offshore-Windenergie, die die Investoren vom Hocker reißen werden

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
07.09.2018, 15:00  |  900   |   |   

Trotz der weltweit nur 19.000 Megawatt installierter Leistung setzen viele Länder und Unternehmen auf die Offshore-Windkraft als die Energiequelle der nächsten Generation. Von den von General Electric (WKN:851144) entwickelten hochhausgroßen Turbinen bis hin zum beeindruckenden Ressourcenpotenzial der Vereinigten Staaten — hier sind fünf unglaubliche Statistiken zur Offshore-Windenergie.

1. Die Vereinigten Staaten könnten bis 2030 ein Wachstum von 79.016 % erzielen

Die Vereinigten Staaten verfügen heute nur noch über 30 Megawatt Offshore-Windkraft, doch die eingeschlafene Industrie könnte bald wieder aufleben. Das US-Energieministerium (Department of Energy, kurz DOE) schätzt die aktuelle Projektpipeline des Landes auf 23.735 Megawatt. Dieses bemerkenswerte Potenzial steckt in nur 28 Projekten in neun Bundesstaaten, angeführt von Massachusetts, New Jersey und North Carolina.

Die aktuelle Pipeline umfasst natürlich Projekte in verschiedenen Planungsphasen, und einige davon werden vielleicht nie kommerziell realisiert werden. Daher beinhaltet der Bericht beispielsweise ein potenzielles Projekt in Virginia, das sich im Besitz von Dominion Energy (WKN:932798) befindet. Das Projekt steht kurz vor der Installation der ersten 12-Megawatt-Turbinen. Damit sollen Daten gesammelt werden, die eine endgültige Investitionsentscheidung für einen zukünftigen Ausbau auf 2.000 Megawatt beeinflussen werden. Das zeigt schon, dass diese Energiequelle inzwischen sehr ernst genommen wird.

2. 23.735 Megawatt ist zwar viel, doch es kratzt kaum an der Oberfläche

Der plötzliche Ansturm auf den Standort, die Planung und möglicherweise die Entwicklung massiver Offshore-Windprojekte folgt der neueren Technologie, der besseren Finanzierung und dem zunehmenden internationalen Know-how (hauptsächlich europäischer Unternehmen), was die Kostenentwicklung der Offshore-Windenergie beschleunigt. Die Erfahrungen und die Daten aus den ersten beiden Dutzend Projekten werden einen wichtigen Beitrag für die Planung der nächsten Projektwelle leisten. Und die könnte riesig werden.

Das DOE geht davon aus, dass die Vereinigten Staaten über ein technisches Ressourcenpotenzial von 2.058.000 Megawatt Offshore-Windenergie verfügen, das 7.203 Terawattstunden Strom pro Jahr erzeugen kann — das wären die Projekte, die realistischerweise unter Berücksichtigung von Faktoren wie Landnutzung, Technologie und Effizienz installiert werden können. Das ist fast doppelt so viel wie der jährliche Gesamtstromverbrauch des Landes. Der Wert beinhaltet noch nicht einmal das Potenzial von Alaska. Das sind nochmal 12.087 Terawattstunden pro Jahr.

In Anbetracht der Tatsache, dass die meisten Großstädte in der Nähe einer Küste oder eines großen Sees liegen, könnte sich die Offshore-Windenergie als entscheidend für die Zukunft Amerikas im Bereich der sauberen Energie und für den Ausbau seiner industriellen Präsenz erweisen.

3. Die Offshore-Windkraft ist eine der leistungsfähigsten Energiequellen

Küstengebiete weisen im Jahresverlauf eine höhere durchschnittliche Windgeschwindigkeit als Gebiete weiter im Landesinneren auf. Das und die Tendenz, dass Offshore-Windturbinen viel größer sind als Onshore-Turbinen, ermöglicht es Offshore-Windturbinen, ziemlich gut mit den meisten anderen Energiequellen zu konkurrieren. Die folgende Tabelle zeigt, wie sich die wichtigsten Stromquellen in den Vereinigten Staaten im Jahr 2017 im Vergleich zu 2013 entwickelt haben:

Stromquelle Durchschnittlicher Kapazitätsfaktor 2017 Durchschnittlicher Kapazitätsfaktor 2013
Kernkraft 92,2 % 89,9 %
Erdgas, Kombikraftwerk 54,8 % 48,2 %
Kohle 53,5 % 59,8 %
Onshore-Windkraft 36,7 % 32,4 %
Solar-Photovoltaik 27 % 25,9 %

QUELLE: US-AMERIKANISCHE ENERGY INFORMATION ADMINISTRATION.

Die Daten zeigen Steigerungsraten bei Kernkraftwerken (Kapazitätsfaktor steigt), mehr Leerlaufzeiten bei Amerikas Kohlekraftwerke (Kapazitätsfaktor sinkt), steigende Abhängigkeit von Erdgas (Kapazitätsfaktor steigt) und die Verbesserung der Technologie bei Solar und Onshore-Wind, was den durchschnittlichen Wirkungsgrad für jedes dieser Kraftwerke erhöht. Es stellt sich heraus, dass die Offshore-Windenergie alles außer der Kernenergie übertreffen könnte, und zwar mit der neuesten Technologie, die Kapazitätsfaktoren von über 60 % liefert. Das könnte dazu beitragen, dass sich Windkraft dank niedrigerer Kosten schneller als andere erneuerbare Technologien verbreiten.

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