DAX-0,07 % EUR/USD+0,14 % Gold+0,39 % Öl (Brent)+0,34 %

Aktien für Einsteiger: Diese fünf Fehler können dich an der Börse viel Geld kosten

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
08.09.2018, 10:14  |  1657   |   |   

Ich möchte dich zunächst beglückwünschen, dass du auf diesen Artikel geklickt hast. Offenbar investierst du seit Kurzem in Aktien oder hast vor, damit zu beginnen. Du hast damit eine tolle Möglichkeit für den Vermögensaufbau gewählt, die beliebte Anlageformen in Deutschland wie Bausparverträge und Lebensversicherungen um Längen schlägt – wenn du es richtig machst!

Beim Investieren in Aktien gibt es nämlich einige Fehler, die du tunlichst vermeiden solltest. Welche das sind, das sehen wir uns jetzt an.

Zu oft handeln

Viele Investoren haben das Problem, dass sie zu oft kaufen und verkaufen – da sie das Gefühl haben, irgendetwas tun zu müssen. Geduld zählt nicht zu den Stärken des Menschen.

Beim Investieren sollten wir uns zurückhalten, so gut es geht. Wenn du den Drang verspürst, Aktien zu verkaufen, dann mach einen Spaziergang an der frischen Luft. Und während dieses Spaziergangs überlegst du dir, warum du auf einmal deine Aktien verkaufen willst. Oft legt sich dieser Drang, etwas tun zu müssen, dann von ganz alleine.

Zu häufiges Kaufen und Verkaufen kostet dich nämlich nicht nur eine Stange Gebühren – sondern frisst dir auch deine Renditen weg! Die besten Renditen beim Investieren in Aktien erhalten wir, wenn wir langfristig dabeibleiben. Der erfolgreiche Starinvestor Warren Buffett sagte nicht umsonst einmal:

Wenn du es liebst, ständig zu kaufen und zu verkaufen, dann möchte ich dein Broker sein – aber nicht dein Partner.

In Abwärtsphasen verkaufen

Der wohl am meisten gemachte Fehler von Anlegern weltweit: verkaufen, wenn die Märkte fallen. Sobald das Aktiendepot im roten Bereich ist und das Minus größer und größer wird, werden wir nervös – und treffen dann unüberlegte Entscheidungen, wie ich sie eben skizziert habe.

Die bessere Variante wäre, einfach nichts zu tun. Solange du nicht verkaufst, hast du deinen Verlust nicht realisiert und hast somit nur auf dem Papier Geld verloren. Bisher aber sind die Aktienmärkte nach wirklich jeder Krise stärker zurückgekommen – warum sollte das in Zukunft anders sein? Nicht zu verkaufen, bedeutet für dich, dass du beim nächsten Aufschwung auch dabei bist! Und wer weiß, vielleicht verkaufst du ja ausgerechnet am Tiefpunkt des Bärenmarkts?

Besonders kluge Investoren nutzen sogar die Abwärtsphasen im Markt, indem sie ihre Positionen aufzustocken. Viele großartige Unternehmen werden während Krisenzeiten unverhältnismäßig niedrig bewertet. Wenn du dich hier eindeckst, kannst du hervorragende Renditen erzielen, sobald der Markt wieder steigt!

Aus dem Bauch heraus kaufen

Wenn du die Aktien eines Unternehmens kaufen willst, dann musst du dir darüber im Klaren sein, dass du ab dem Kauf Miteigentümer des Unternehmens bist. Du darfst es dir auch gerne bildlich vorstellen: Dir gehört vielleicht ein Anteil an einer Produktionsmaschine oder ein Stück der IT-Infrastruktur, oder der Seifenspender auf einer Mitarbeitertoilette – ganz, wie du möchtest.

Da du Miteigentümer des Unternehmens bist, solltest du nicht einfach wild irgendwelche Aktien kaufen, weil du es im Gefühl hast, dass sie steigen werden. Analysiere das Unternehmen gründlich, damit du weißt, warum du gerade an diesem Unternehmen einen Anteil besitzen möchtest. So kommst du sehr wahrscheinlich zu besseren Ergebnissen, als wenn du einfach das kaufst, was dich gerade anlacht.

Altbackene Börsenweisheiten befolgen

Sell in May and go away, but remember to be back in September – so lautet eine viel zitierte Börsenweisheit. Die Wahrheit ist aber: Es gibt keinen einzigen triftigen Grund, warum die Kurse im Sommer schlechter laufen sollten als zu anderen Jahreszeiten. Verkriecht sich der DAX im Sommer wohl in seinem kühlen Bau? Nach dieser Logik müsste er im Winter allerdings auch Winterruhe halten.

Im saisonalen Verlauf des Dow Jones Index lässt sich lediglich eine Septemberschwäche ausmachen. Im Mai, Juni, Juli und August aber zeigte der Dow Jones in der Vergangenheit durchschnittlich eine positive Performance – das Befolgen der Börsenweisheit führte hier durchschnittlich zum Verpassen von Gewinnen. Die Schwäche im September lässt sich außerdem dadurch erklären, dass in diesem Monat in der Vergangenheit besonders viele negative Einmaleffekte die Kurse verzerrt haben: die Asienkrise im Sommer 1997, das Attentat auf das World Trade Center am 11. September 2001 oder die Lehman-Pleite im September 2008.

Nicht nur für diese Börsenweisheit, sondern für die meisten unter ihnen gilt: Ihren vermeintlichen Wahrheitsgehalt nehmen sie größtenteils daher, dass sie sich reimen.

Chartanalyse betreiben

Chartanalyse ist im Prinzip der Weg, mit dem du die meisten oben genannten Fehler vereinst: Du handelst viel zu oft, läufst Gefahr, in Abwärtsphasen zu verkaufen, und du kaufst womöglich einfach aus dem Bauch heraus. Du kannst dir vorstellen, was wir Fools von Chartanalyse halten.

Du kannst dir alle möglichen Zickzackkurven ansehen: die Performance deines eigenen Depots, die Ausschläge eines Seismografen, die Aufrufstatistiken einer Homepage – und wirklich überall wirst du Möglichkeiten finden, „Widerstände“, „Unterstützungen“ und „Trendkanäle“ einzuzeichnen. Unser Gehirn sucht gerne nach Mustern, und daher fällt es uns erstaunlich leicht, vergangene Kursbewegungen mit solchen Linien zu „erklären“.

Die Wahrheit ist: Ich kenne keinen Investor, der durch Chartanalyse wirklich reich geworden ist. Alle großen Investoren unserer Zeit und in der Vergangenheit waren Investoren, die sich auf die Fundamentaldaten beschränkt haben. Wenn du eine Aussicht haben möchtest, besser abzuschneiden als der Markt, solltest du es diesen großen Investoren gleichtun.

Zusammengefasst

Wenn man es richtig macht, sind Aktieninvestitionen viel weniger spannend, als es in Hollywoodfilmen dargestellt wird. Teilweise ist es vielleicht sogar langweilig.

Denn es geht nicht darum, möglichst häufig zu handeln, Charts zu analysieren und den Markt zu timen. Erfolgreiche Investoren investieren langfristig in großartige Unternehmen mit gesunden Finanzen und starken Vorteilen gegenüber der Konkurrenz. Sobald man eine großartige Investition ausgemacht hat, ist die wahre Kunst vielmehr, nichts zu tun und den Markt und den Zinseszins für sich arbeiten zu lassen.

Seite 1 von 2

The Motley Fool GmbH – Disclaimer für Anlageempfehlungen

Disclaimer für The Motley Fool GmbH Research Publikationen Hinweis: Auf diesen Seiten findest du Rechtshinweise und die Veröffentlichungen gemäß § 34b Abs. 1 WpHG und MAR (Marktmissbrauchsverordnung (EU) Nr. 596/2014) für alle Wertpapieranalysen und Empfehlungen von The Motley Fool GmbH („The Fool“ nachher) bezüglich aller Unternehmen, die gegenwärtig von dieser beobachtet wird.

Diese Seiten wurden zuletzt am 18. Apr 2017 aktualisiert.

Rechtshinweis / Disclaimer Die Anlageempfehlungen von The Fool enthalten ausgewählte Informationen und erheben nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Die Analysen stützen sich auf allgemein zugängliche Informationen und Daten („die Information“), die als zuverlässig gelten. The Fool hat die Information jedoch nicht auf ihre Richtigkeit oder Vollständigkeit geprüft und übernimmt für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Information keine Haftung. Etwaige unvollständige oder unrichtige Informationen begründen keine Haftung von The Fool für Schäden gleich welcher Art, und The Fool haftet nicht für indirekte und/oder direkte Schäden und/oder Folgeschäden. Insbesondere übernimmt The Fool keine Haftung für in diesen Analysen enthaltene Aussagen, Planungen oder sonstige Einzelheiten bezüglich der untersuchten Unternehmen, deren verbundener Unternehmen, Strategien, konjunkturelle, Marktund/oder Wettbewerbslage, gesetzlicher Rahmenbedingungen usw. Obwohl die Analysen mit aller Sorgfalt zusammengestellt werden, können Fehler oder Unvollständigkeiten nicht ausgeschlossen werden. The Fool, deren Anteilseigner und Angestellte übernehmen keine Haftung für die Richtigkeit oder Vollständigkeit der Aussagen, Einschätzungen, Empfehlungen oder Schlüsse, die aus in den Analysen enthaltenen Informationen abgeleitet werden. Sollten wesentliche Angaben unterlassen worden sein, haften The Fool für einfache Fahrlässigkeit. Der Höhe nach ist die Haftung von The Fool auf Ersatz von typischen und vorhersehbaren Schäden begrenzt. Die Anlageempfehlungen stellen weder ein Angebot noch eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots zum Kauf oder Verkauf eines Wertpapiers dar. Es ist möglich, dass Gesellschafter, Geschäftsleitung oder Angestellte von The Fool in verantwortlicher Stellung, z.B. als Mitglied des Aufsichtsrats, in den in Analysen genannten Gesellschaften tätig sind, oder eine Investitionsposition darin haben. Die in Anlageempfehlungen enthaltenen Meinungen können ohne Ankündigung geändert werden. Alle Rechte vorbehalten.

Zusätzliche Informationen für Kunden in den USA Die Anlageempfehlungen sind ein Produkt von The Fool. The Fool ist der Arbeitgeber oder Auftraggeber des jeweiligen Research Analysten, der den Report erstellt hat. Der Research Analyst ist keine mit einem US regulierten Broker-Dealer verbundene Person und unterliegt damit auch nicht der Aufsicht eines US regulierten Broker-Dealer.

Erklärung gemäß § 34b Abs. 1 WpHG und MAR sowie Delegierter Verordnung (EU) Nr. 2016/958 („DelVO“) Bewertung Die Bewertung, die der Anlageempfehlung für das hier analysierte Unternehmen zugrunde liegt, stützt sich auf allgemein anerkannte und weit verbreitete Methoden der fundamentalen Analyse, wie z.B. Discounted Cash Flow (DCF)-Modell, Terminal Multiple Bewertung, Peer-Gruppen-Vergleich, „Sum of the parts“ Modell oder ein ähnliche, häufige und weit verbreitete fundementale Bewertungsmethode.

Das Ergebnis dieser fundamentalen Bewertung wird als Basis der Empfehlung benutzt, obwohl es auch von der Einschätzung des Analysten bezüglich möglichen Industrieveränderungen, alternativen möglichen Zukünfte, Unternehmensstrategienergebnisse, Wettbewerbsdruck, usw. angepasst. Die letztendliche Meinung des Analysten sollte nicht als einzigen Punkt von Modell betrachtet, sondern eher die überlegt am wahrscheinlichsten Ergebniss der vielen möglichen zukünftigen Auswirkungen.

Unabhängig von der verwendeten Bewertungsmethode besteht das Risiko, dass das Investitionsergebnis nicht erreicht wird, z.B. aufgrund unvorhergesehener Veränderungen der Nachfrage nach den Produkten des Unternehmens, Änderungen des Managements, der Technologie, der konjunkturellen Entwicklung, der Zinsentwicklung, der operativen und/oder Materialkosten, des Wettbewerbsdrucks, des Aufsichtsrechts, des Wechselkurses, der Besteuerung, usw. Bei Anlagen in ausländischen Märkten und Instrumenten gibt es weitere Risiken, etwa aufgrund von Wechselkursänderungen oder Änderungen der politischen und sozialen Bedingungen.

Diese Analyse reflektiert die Meinung des jeweiligen Verfassers zum Zeitpunkt ihrer Erstellung. Eine Änderung der der Bewertung zugrundeliegenden fundamentalen Faktoren kann nachträglich dazu führen, dass die Bewertung nicht mehr zutreffend ist. Ob und in welchem zeitlichen Abstand eine Aktualisierung dieser Ausarbeitung erfolgt, ist vorab nicht festgelegt worden.

Es wurden zusätzliche interne und organisatorische Vorkehrungen zur Prävention oder Behandlung von Interessenkonflikten getroffen.

Die Ergebnisse der Analysen, sowie die Meinungen der Analysten, sind nicht vor der Veröffentlichung zu den analysierten Unternehmen offengelegt.

Alle Preise von Finanzinstrumenten, die in dieser Finanzanalyse angegeben werden, sind Schlusskurse des dem jeweiligen ausgewiesenen Veröffentlichungsdatums vorangegangen Börsenhandelstages, soweit nicht ausdrücklich ein anderer Zeitpunkt genannt wird.

Bedeutung der präsentierten Anlageempfehlungen Anlageempfehlung: Erwartete Entwicklung des Preises des Finanzinstruments bis zum angegebenen Kursziel, nach Meinung des dieses Finanzinstrument betreuenden Analysten.

Kauf: Es wird erwartet, dass der Preis der Aktie in den nächsten 3 bis 5 Jahren mehr als den passenden Index steigen wird. Halten: Es wird erwartet, dass der Preis der Aktie in den nächsten 3 bis 5 Jahren entweder weniger als den passenden Index steigen wird, oder stabil bleiben wird. Verkaufen:Es wird erwartet, dass der Preis der Aktie in den nächsten 3 bis 5 Jahren fallen wird.

Handelsregeln und Offenlegungen von Analysten und Dritten in Verbindung mit der Motley Fool GmbH Wenn ein Analyst von Motley Fool über eine Aktie schreibt, von der er oder sie selbst eine Position besitzt oder davon anderweitig profitiert, dann wird dieser Umstand am Ende eines Artikels oder Berichts erwähnt.

Wir haben Aktienempfehlung in unseren kostenpflichtigen Newslettern und wir legen auch diese Empfehlungen offen, wenn wir darüber auf unserer kostenlos zugänglichen Website schreiben (Fool.de). Um unseren zahlenden Mitgliedern gegenüber fair zu bleiben, legen wir diese Empfehlungen mindestens 30 Tage ab der ersten Veröffentlichung der Empfehlung nicht in unserem kostenlosen Content offen. Nach dieser Frist von 30 Tagen werden wir auch diese Empfehlungen offen legen.

Das amerikanische Mutterunternehmen, The Motley Fool, LLC (kurz als „Fool US“ bezeichnet) kann auch Positionen von den Wertpapieren haben, die in unseren Artikeln erwähnt werden. Da wir kein nicht-öffentliches Wissen bezüglich der Positionen unseres Mutterunternehmens haben, werden die Positionen von Fool US auch nicht in unserem kostenlosen oder Premium-Content veröffentlicht. Fool US hat seine eigene Offenlegungsrichtlinien.

Zusätzlich zu den oben erwähnten Anforderungen unterliegen wir unter zusätzlichen Handelsbeschränkungen und Richtlinien. Diese Beschränkungen verlangen, dass die Angestellten von Motley Fool:

- jede Aktie, die sie besitzen mindestens 10 volle Handelstage besitzen müssen. (Daytrading ist nicht zugelassen – als ob wir das überhaupt wollten!) - nicht im Zeitraum von 2 vollen Handelstagen vor und nachdem sie eine Aktie gekauft oder verkauft haben, über diese Aktie schreiben dürfen. - unsere Compliance-Abteilung informieren müssen, wenn sie eine Aktie kaufen oder verkaufen, egal ob sie darüber geschrieben haben oder nicht.

Wir arbeiten auch mit freiberuflichen Autoren, die:

- jede Aktie, die sie besitzen und über die sie bei Motley Fool schreiben, mindestens 10 volle Handelstage halten müssen. - nicht im Zeitraum von 2 vollen Handelstagen vor und nachdem sie eine Aktie gekauft oder verkauft haben, über diese Aktie schreiben dürfen.


0 Kommentare

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Disclaimer

Meistgelesene Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel
Titel