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Ethereum-Gründer Buterin: "Zeit des explosiven Wachstums vorbei" – Bitcoin & Co schwächer

Gastautor: Nikolas Keßler
10.09.2018, 16:48  |  592   |   |   

Der Kryptomarkt hat zuletzt wieder einiges einstecken müssen. Nach dem nahezu kollektiven Kursrutsch in der Vorwoche hatten sich die meisten Coins zunächst stabilisieren können. Am Samstag ging es allerdings erneut spürbar abwärts. Die Marktkapitalisierung aller Kryprowährungen ist dabei wieder unter die Marke von 200 Milliarden Dollar gefallen.

Besonders hart getroffen hat es Ethereum: Die Nummer 2 nach Market Cap ist deutlich unter die 200-Dollar-Marke abgerutscht und notiert somit auf einem neuen Jahrestief. Mit einer schnellen Erholung rechnet offenbar kaum einer, denn die Short-Positionen auf Ethereum sind innerhalb kürzester Zeit auf Rekordniveau gestiegen. Als mögliche Belastungsfaktoren gelten der sich abkühlende ICO-Markt sowie die Sorge, dass auch immer mehr bereits abgeschlossene Projekte die beim ICO eingesammelten Ether zu Geld machen könnten.

Buterin tritt auf die Bremse

Zudem hat Ethereum-Entwickler Vitalik Buterin persönlich die Aussichten jedoch etwas gedämpft. Seiner Einschätzung nach gehe die Phase explosiven Wachstums nun zu Ende, sagte er in einem Gespräch mit Bloomberg. „Ich sehe nirgends im Krypto-Space eine weitere Chance auf 1.000-faches Wachstum.“ Nach der allgemeinen Blockchain- und Krypto-Begeisterung der vergangenen Jahre gelte es nun, echte Anwendungsfälle für Technologie voranzutreiben.

Dass Goldman Sachs in der Vorwoche die Pläne für einen Krypto-Trading-Desk auf Eis gelegt hat spielt seiner Meinung nach jedoch keine Rolle für den Markt. „Ehrlich gesagt wäre es mir lieber, wenn der institutionelle Handel mit Kryptowährungen noch weitere fünf Jahre auf sich warten ließe“, so Buterin.

Etwas besser als Ethereum schlägt sich der Bitcoin, der derzeit mit einem Abschlag von rund eineinhalb Prozent im Bereich von 6.300 Dollar notiert. Damit hat sich das Chartbild in den letzten Tagen nicht verbessert, aber immerhin auch nicht signifikant verschlechtert. Es besteht weiterhin die Hoffnung, dass demnächst ein Ausbruch aus der charttechnischen Dreiecksformation – bestehend aus der Unterstützungslinie im Bereich von 5.900 Dollar und der Abwärtstrendlinie bei 7.400 Dollar – gelingt. Dies wäre ein Kaufsignal und könnte gemeinsam mit einem positiveren Newsflow wieder für etwas mehr Momentum sorgen.

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Autor Nikolas Keßler hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Bitcoin. 

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