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3 erstklassige große Pharma-Aktien, die du jetzt kaufen kannst

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
11.09.2018, 10:00  |  562   |   |   

Einige Leute setzen das Wort „groß“ vor einen Branchennamen, um die größten Werte in diesem speziellen Markt zu verunglimpfen. Wenn jedoch ich den Begriff „große Pharma-Aktien“ verwende, habe ich nicht die Absicht, abwertend zu wirken. Ich benutze das Etikett, um mich einfach auf die größten Arzneimittelhersteller zu beziehen.

Ich denke, dass es derzeit drei große Pharma-Aktien gibt, die Investoren definitiv nicht verachten sollten. AbbVie (WKN: A1J84E), Gilead Sciences (WKN: 885823) und Pfizer (WKN: 852009) sehen nach wirklich guten Langfrist-Empfehlungen aus. Erfahre, warum du diese drei großen Pharma-Aktien jetzt kaufen kannst.

1. AbbVie

Es gibt zwei Dinge, die Investoren besonders an großen Pharma-Aktien schätzen – Wachstum und Dividenden. AbbVie erfüllt beide Anforderungen sehr gut.

Das Unternehmen sollte in den kommenden Jahren ein prozentual zweistelliges Wachstum erzielen können. Obwohl AbbVie´s meistverkauftes Medikament Humira ab dem vierten Quartal 2018 in Europa mit Biosimilars konkurrieren muss, sollte das Medikament seine Position in den USA bis Anfang 2023 halten. Das Marktforschungsunternehmen EvaluatePharma prognostiziert, dass Humira bis mindestens 2024 das meistverkaufte Medikament der Welt bleiben wird.

In der Zwischenzeit besitzt AbbVie viele andere Pfeile im Köcher. Das Krebsmedikament Imbruvica verzeichnet weiterhin eine starke Umsatzentwicklung. Das Hepatitis-C-Virus (HCV)-Medikament Mavyret sollte mit den Zahlen zum dritten Quartal AbbVie´s neuester Blockbuster werden. Das kürzlich zugelassene Endometriosemittel Orilissa hat ein enormes Potenzial, ebenso wie das Krebsmittel Venclexta. Neben AbbVie´s  starker aktueller Pipeline, sieht auch die Zukunft, vor allem aufgrund der immunologischen Medikamente Risankizumab und Upadacitinib, sehr vielversprechend aus.

Ebenso beeindruckend ist AbbVie´s Dividende. Die Dividendenrendite liegt derzeit bei knapp 4 %. In den letzten fünf Jahren hat das Unternehmen seine Ausschüttung um beachtliche 140 % gesteigert.

2. Gilead Sciences

Wie sieht Gilead Sciences in den Kategorien Wachstum und Dividende aus? Die Dividendenrendite von etwas mehr als 3 % ist wirklich gut. Obwohl Gilead erst 2015 sein Dividendenprogramm aufgelegt hat, hat es die Ausschüttung seither um fast 33 % erhöht.

Aber das Wachstum ist eine andere Geschichte. Sinkende Umsätze bei den HCV-Medikamenten haben den Gesamtumsatz und das Ergebnis von Gilead belastet. Dank der Wirksamkeit, der von Gilead und einigen seiner Konkurrenten vertriebenen Medikamente, gibt es heute weniger Hepatitis C-Patienten. Mittlerweile ist zwischen Gilead und AbbVie ein harter Konkurrenzkampf um Marktanteile ausgebrochen.

Gilead´s HCV-Umsatz scheint sich jedoch zu stabilisieren. Noch besser ist, dass das neue HIV-Medikament, Biktarvy, schnell zu einer großen Erfolgsgeschichte wird. Auch die anderen HIV-Medikamente auf Descovy-Basis verzeichnen weiterhin ein beeindruckendes Umsatzwachstum. Yescarta etabliert sich langsam aber sicher als die führende Krebs-Therapie.

Auch Gilead´s Pipeline wird, meiner Meinung nach, unterschätzt. Das Unternehmen hofft, im nächsten Jahr die Zulassung für Filgotinib zur Behandlung rheumatoider Arthritis einreichen zu können. Ich erwarte, dass Gilead mit dem Medikament einen neuen Immunologie-Blockbuster landen wird. Darüber hinaus ist Gilead bereit, eine Führungsrolle bei der Behandlung von nicht-alkoholischer Steatohepatitis (NASH) zu übernehmen. Einige Analysten denken, dass es sich um einen 35-Milliarden-USD-Markt handeln könnte.

3. Pfizer

Pfizer ist sicherlich auch kein fauler Dividendenzahler. Die Dividendenrendite liegt derzeit bei 3,28 %. Das Unternehmen hat in 319 aufeinanderfolgenden Quartalen eine Dividende gezahlt.

Allerdings hat es in den letzten Jahren damit zu kämpfen gehabt, ein solides Umsatz- und Ergebniswachstum zu erzielen. Ein wichtiger Faktor, der Pfizer zurückhält, sind mehrere Medikamente, die ihre Patentschutzrechte verlieren. Pfizer wurde auch durch die anhaltende Produktknappheit im Bereich der sterilen Injektionspräparate belastet.

Die gute Nachricht ist, dass Pfizer beide Probleme überwinden sollte. Obwohl der Verlust der Exklusivität für Lyrica noch in diesem Jahr spürbar sein wird, erwartet das Unternehmen, dass rückläufige Umsätze mit älteren Medikamenten nach 2020 das Wachstum nicht mehr belasten werden. Zudem wird Pfizer nicht mehr lange auf eine Verbesserung seines Geschäfts mit sterilen Injektionsmitteln warten müssen. Das Unternehmen rechnet damit, dass sich die Segment-Ergebnisse bereits ab dem dritten Quartal 2018 verbessern werden.

Pfizer CEO Ian Read erklärte in der Telefonkonferenz zum zweiten Quartal 2018, dass die aktuelle Produktpipeline die stärkste seit Jahrzehnten sei. Dies ist keine Übertreibung. Pfizer´s Pipeline umfasst mehrere potenzielle Gewinner, insbesondere das Schmerzmittel Tanezumab und das seltene Krankheiten Medikament Tafamidis.

Das Beste vom Besten

Ich mag alle drei großen Pharma-Aktien so sehr, dass ich sie selbst besitze. Aber welche Aktie ist die Beste aus dieser Gruppe? Ich denke, diese Auszeichnung geht an AbbVie.

Das Unternehmen zahlt die höchste Dividendenrendite. Es besitzt auch den klarsten Wachstumspfad. Zudem ist das 2018er Kurs-Gewinn-Verhältnis von nur 10,6 attraktiv. Ich denke, dass langfristig orientierte Investoren mit jeder dieser drei Top-Großaktien gewinnen sollten, aber wenn ich mich für eine von ihnen entscheiden müsste, würde ich AbbVie wählen.

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