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ZEW-Daten Dunkle DAX-Stimmung: Keine Aufhellung durch bessere Konjunktur-Erwartungen

11.09.2018, 15:58  |  8041   |   |   

Nach den verbesserten ZEW-Konjunktur-Erwartungen eröffnete der DAX heute Morgen oberhalb der 12.000-Punkte-Marke, fiel dann aber wieder ab. Die Börsianer sind weiterhin in negativer Stimmung.

Zwar sind die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland im September 2018 unerwartet um 3,1 Punkte von minus 13,7 auf einen neuen Wert von minus 10,6 Punkten gestiegen. Aber das reicht nicht, um die Stimmung der DAX-Anleger an der Börse nachhaltig positiv zu beeinflussen. Der DAX sank nach einer kurzen Oberwasser-Phase über 12.000 Punkte wieder unter die psychologisch wichtige Marke.

Der ZEW-Erwartungs-Indikator konnte seinen Tiefpunkt im Juli 2018 innerhalb von zwei Monaten hinter sich lassen und legte in diesem Zeitraum 14,1 Punkte zu. Aber das täuscht nicht darüber hinweg, dass er sich noch klar im negativen Bereich und unterhalb seines langfristigen Durchschnitts von 22,9 Punkten bewegt.

„Während der Umfrageperiode verstärkten sich die Währungskrisen in der Türkei sowie in Argentinien, außerdem waren die deutsche Industrieproduktion und die Auftragseingänge im Juli überraschend schwach. Trotz dieser ungünstigen Einflüsse hat sich der Ausblick für Deutschland leicht verbessert. Die erheblichen Befürchtungen der Teilnehmer hinsichtlich der Konjunkturentwicklung haben sich somit wieder etwas beruhigt, was auch auf das neue Handelsabkommen zwischen den USA und Mexiko zurückzuführen sein dürfte“, kommentierte ZEW-Präsident Achim Wambach.

Das allgemein schlechte Börsen-Klima unter den DAX-Anlegern belegt die aktuelle Handelsblatt-Umfrage zur aktuellen Börsenstimmung. Die Stimmung sei am Boden, die Verunsicherung extrem groß, sagte Stephan Heibel, Inhaber des Analysehauses Animusx, der die Umfrageergebnisse bewertet.

Auch die weiteren leicht verbesserten ZEW-Daten sorgten für keine Trendumkehr des DAX: Leichte Aufschwünge verzeichnet das ZEW bei der Bewertung der aktuellen konjunkturellen Lage für Deutschland. Hier gibt es eine Verbesserung um 3,4 Punkte auf 76,0 Punkte. Die Erwartungen der Finanzmarktexperten an die Konjunkturentwicklung in der Eurozone erholen sich ebenfalls. Der Erwartungsindikator für die Eurozone steigt um 3,9 Punkte auf einen neuen Wert von minus 7,2 Punkten. Der Indikator für die aktuelle Konjunkturlage im Euroraum geht um 1,7 Punkte leicht nach oben auf einen neuen Wert von 31,7 Punkten. Die Inflationserwartungen für die Eurozone sinken deutlich um 8,7 Punkte. Der neue Wert des Inflationsindikators beträgt nun 24,0 Punkte, schreibt das ZEW.

Quelle:

ZEW

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