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Netflix und Spotify – Optimismus gefordert

Gastautor: Daniel Saurenz
12.09.2018, 07:00  |  615   |   |   

USA_Börse_WallStreet_FotoliaDas Streamen von Musik, Filmen oder Serien hat sich zu einer etablierten Form der Mediennutzung entwickelt und auf diesem Weg Startups wie Spotify oder Netflix zu multimilliardenschweren Börsenkonzernen gemacht. Das Handwerkszeug auf Netflix ist der Turbo-Bull MF5Y4T und der Turbo-Bear VA21LA. Der Trend scheint ungebrochen. Gerade bei den Jüngeren gehören die Kosten für das Netflix- oder Spotify-Abo zu den laufenden Kosten. Bei vielen unter 30 gilt – “Wer guckt den heutzutage noch echtes Fernsehen?!”

Dennoch gibt es ein paar Gründe warum Investment in den Sektor doch schief gehen könnten. Wer sich absichern will, greift zum Put VA3H13 auf Netflix.

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Die Citi-Experten haben sich die Aktien von Netflix, Spotify und Co mal genauer angeschaut, wir blicken auf die Einschätzung:

Es ist gerade einmal zehn Jahre her, da wurde ein Trend geboren, der unsere Hör- und Fernsehgewohnheiten radikal verändern sollte. Die Rede ist vom Streaming. Zu den Pionieren dieser Technologie gehört Spotify. Der Musik-Streaming-Dienst mit Sitz in Stockholm ging am 4. Oktober 2008 online. Statt CDs zu kaufen oder Songs als kostenpflichtige Downloads zu erwerben, konnten Menschen ihre Lieblingsstücke nun immer und überall hören. Einzige Voraussetzung: internetfähige Endgeräte wie Smartphones, Notebooks, Tablets oder Desktop-PCs. Gegenüber dem klassischen Download werden Inhalte beim Streaming nicht auf die Endgeräte heruntergeladen, sondern nur zwischengespeichert und ohne Wartezeit wiedergegeben.

Zuerst hat Streaming die Musikindustrie verändert

USA_ChicagoMit mehr als 180 Millionen aktiven Usern pro Monat, 83 Millionen Bezahlabonnementen, einem Song-Archiv von mehr als 35 Millionen Titeln und einem Börsenwert von rund 34 Milliarden US-Dollar zählt Spotify mittlerweile zu den Schwergewichten in der Musikindustrie. Apropos Musikindustrie. Die ist heute eine völlig andere als noch vor zehn Jahren. Auf der einen Seite brachen die weltweiten Umsätze aus dem Verkauf von physischen Tonträgern wie CDs massiv ein, von 14,1 Milliarden US-Dollar im Jahr 2007 auf 5,2 Milliarden US-Dollar im Jahr 2017. Auf der anderen Seite schossen die weltweiten Einnahmen aus dem Musik-Streaming im gleichen Zeitraum von 200 Millionen US-Dollar auf 6,6 Milliarden US-Dollar nach oben.

Netflix mischt Fernsehbranche auf

So wie Spotify den Musikmarkt revolutionierte, so krempelte Netflix unsere Fernsehgewohnheiten um. Gestartet 1997 als Online-Videothek, die gegen Bestellung DVDs per Post versandte, erweiterten die Kalifornier im Jahr 2007 ihre Vertriebsstruktur. Ab diesem Zeitpunkt wurden Filme und Serien den Kunden auch per Online-Streaming zugänglich gemacht. Zunächst nur in den USA, dann weltweit. Wie bei Spotify war der Erfolg durchschlagend. Ende Juni 2018 hatte das Unternehmen 130 Millionen Flatrate-Abonnenten. Seit einigen Jahren füllt Netflix sein Programm auch mit eigenen Inhalten – ganz zum Ärger der etablierten Hollywood-Studios und TV-Networks. Zu den erfolgreichsten Eigenproduktionen zählen unter anderem die Politthriller-Reihe „House of Cards“ oder die Mystery-Serie „Stranger Things“. Heute ist Netflix mit einer Marktkapitalisierung von 160 Milliarden US-Dollar nach dem Entertainment-Riesen Disney der wertvollste Medienkonzern der Welt.

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