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Dem Investieren das Grauen nehmen: Drei kleine Tipps für den Börsenstart

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
12.09.2018, 09:04  |  331   |   |   

Wie heißt es doch so schön? Der erste Schritt ist immer der schwierigste. Auch der erste Schritt an der Börse ist für viele Investoren von Unsicherheiten und daher auch einem eher durchwachsenen Gefühl begleitet. Möglicherweise befindest du dich gerade genau in dieser Situation.

Um dich bei deinen ersten Schritten jedoch ein kleines bisschen unterstützen zu können, habe ich im Folgenden drei kleine Tipps parat, mit denen du möglicherweise deine psychologische Hemmschwelle überwinden wirst.

Beginne mit Sparplänen

Ein erster Trick, um leichter in das Börsenleben einzutauchen, können Sparpläne sein. Bei einem Sparplan investierst du in regelmäßigen Intervallen einen von dir festgelegten Teil in Aktien oder Fonds. Viele Broker bieten einen solchen Service meist relativ günstig oder gar kostenfrei an. Letzteres hängt in der Regel von den ausgewählten Produkten ab.

Sparpläne bieten vor allem Anfängern gleich mehrere Vorteile. Zum einen profitierst du hierbei vom sogenannten Cost-Average-Effect, zu Deutsch Durchschnittskosteneffekt. Durch das regelmäßige Investieren in kleineren Etappen wirst du nach und nach eine erhebliche Position zu durchschnittlichen Preisen aufbauen. Um die aktuelle Bewertung, oder ganz konkret die Frage nach dem idealen Einstieg, musst du dir dann nur begrenzt Gedanken machen.

Zudem erhältst du durch die kleineren Beträge ein gewisses Gespür für das alltägliche Auf und Ab an den Börsen. Sparpläne sind somit insgesamt ein guter Weg, um zunächst den kleinen Zeh ins Börsen-Becken hineinzutauchen.

Erwäge einen ETF

Wenn du dir zunächst noch beim Investieren in Einzelaktien zu unsicher bist, könnten sich zudem gegebenenfalls ETFs anbieten. Hierbei handelt es sich um Passivfonds, die in der Regel automatisch einen Index oder eine Branche abbilden. Und durch ihre passive Struktur ohne aktiven Fondsmanager sind sie zudem in der Regel eher preisgünstig.

Ein oder mehrere ETFs bieten den weiteren Vorteil, dass man als Investor nicht dem Einzelrisiko einer Aktie ausgesetzt ist, sondern unterm Strich von der breiten Entwicklung eines Marktes mit profitiert. So können unglückliche Quartalszahlen, schwierigere Marktbedingungen oder andere belastende Faktoren einer Einzelaktie im gewichteten Marktdurchschnitt kompensiert werden. Allerdings erhält man dafür auch lediglich marktübliche Renditen. Schnellen Reichtum wird man folglich mit ETFs nicht erlangen können.

Dennoch dürften auch ETFs in Anbetracht dieser marktbreiten Sicherheit ein sehr solider Weg sein, um als vorsichtiger Neuling einen Schritt aufs Parkett zu wagen. Kleiner Tipp noch am Rande: Gerade ETFs eignen sich vorzüglich, um diese mit einem Sparplan zu kombinieren. Vor allem hier sind bei einigen Brokern sogar kostenfreie Sparplanausführungen bei gewissen Produkten möglich.

Investiere zunächst mit kleineren Beträgen

Wer sich allerdings schon bereit für einen größeren Schritt, jedoch noch nicht für den ganz großen Wurf fühlt, kann zunächst auch damit beginnen, kleinere Beträge in ausgewählte Aktien zu investieren.

Kleinere Beträge können dich mitunter gerade in der Anfangsphase besser schlafen lassen – und in der Folge dafür sorgen, dass man sich als Neuling nicht von seinen Emotionen zu einem kurzweiligen und gebührenintensiven Hin und Her entschließt.

Doch apropos Gebühren. Nichtsdestoweniger sollte man als smarter, neuer Investor dennoch darauf achten, dass die Positionen nicht zu klein sind, da ansonsten die Ordergebühren einen zu großen Anteil an der Aktienposition ausmachen. Genaue Regeln für eine fixe Mindestordergröße gibt es natürlich nicht. Aber ein gesundes Gespür für die Effizienz von Mitteleinsatz und Gebühren solltest du schon aufbringen.

Der erst Schritt ist zwar schwierig …

… aber mit ein paar einfachen Tricks auch kein besonderes Hexenwerk. Fang langsam an mit Sparplänen, ETFs oder kleineren Positionen, sofern du eher zu den nervöseren Anlegern gehörst. Irgendwann wird sich die Gefühlslage dann in aller Regel von selbst etwas beruhigen.

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