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Gold: Zündet bald der FED-Turbo?

Gastautor: Holger Steffen
13.09.2018, 07:20  |  1706   |   |   

Gold zählt in diesem Jahr zu den großen Verlierern, ein eine Ende des Abwärtstrends scheint nicht in Sicht. Die US-Zinspolitik ist ein großer Ballast – doch das könnte sich ändern.

Von Ende 2015 bis Anfang 2018 bewegte sich Gold in einem mittelfristigen Aufwärtstrend. Das Bild hat sich im laufenden Jahr dann aber stark gewandelt, nach dem Trendbruch im Frühjahr ging es mit der Notierung steil bergab.

Eine große Belastung stellte der wiedererstarkte US-Dollar dar, und dieser resultierte wiederum aus der Straffungspolitik der US-Notenbank. Die FED hatte ebenfalls im Frühjahr ein höheres Tempo hinsichtlich der Anhebung des Leitsatzes in Aussicht gestellt, so dass es statt drei Schritten in diesem Jahr derer vier werden könnten.

Zwei Erhöhungen um 25 Basispunkte hat es bereits gegeben, in diesem Monat und im Dezember könnten zwei weitere folgen. So war jedenfalls der Konsens vor dem Treffen der Zentralbanker in Jackson Hole im August.

Dann aber ließ FED-Chef Jerome Powell vorsichtigere Töne anklingen. Im Führungsgremium der Notenbank ist umstritten, welche Gefahr von der immer flacheren Zinsstrukturkurve in den USA ausgeht. Möglicherweise wird die FED deshalb vorsichtiger und setzt die Zinsanhebungen erst einmal aus.

Da die US-Inflation im Trend deutlich anzieht, könnte das Gold als klassischem Inflationsschutz einen Schub geben. Aktuell versucht das Edelmetall rund um 1.200 US-Dollar einen Boden auszubilden. Das wäre eine gute Basis für ein Comeback, falls die FED auf der Sitzung Ende September tatsächlich eine Straffungspause in Aussicht stellt.

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