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100-Prozent-Chance mit Lufthansa

13.09.2018, 09:18  |  1444   |   |   

Am Dienstag legte die Lufthansa Verkehrszahlen vor. Im August beförderte die Fluggesellschaft insgesamt 13,8 Millionen Passagiere, das war ein Plus von zehn Prozent zum Vorjahresmonat. In den ersten acht Monaten dieses Jahres zählten die Airlines des Konzerns insgesamt rund 94,8 Millionen Fluggäste an Bord (plus 11,2 Prozent). Die angebotenen Sitzkilometer lagen im August um 8,2 Prozent über dem Vorjahr, wobei der Absatz um 8,7 Prozent stieg. Die Auslastung der Maschinen, der Sitzladefaktor, erhöhte sich hier um 0,5 auf 86,4 Prozent. Das Frachtangebot stieg um 3,6 Prozent, da aber weniger Tonnenkilometer verkauft wurden, gab der Nutzladefaktor um 2,7 auf 63,2 Prozent nach.

Mehr Passagiere

Ein Jahr nach der Air-Berlin-Pleite legte die Lufthansa im Ferienmonat aufgrund eines größeren Angebots und steigenden Absatzes weiter zu. Wegen größerer Nachfrage waren damals vor allem auf innerdeutschen Strecken die Preise gestiegen. Später übernahm die Lufthansa 77 Flugzeuge und Mitarbeiter von Air Berlin. Konkurrent Ryanair muss sich dagegen mit der Forderung nach höheren Gehältern und neu strukturierten Arbeitsverhältnissen seiner Piloten und Flugbegleiter auseinandersetzen. So berichtete der Low-Cost-Carrier nach einem 24-Stunden-Streik der Mitarbeiter von 150 abgesagten Verbindungen, darunter die meisten an den größten Standorten in Frankfurt und Berlin.

Günstig bewertet

In einem stabilen Marktumfeld waren zur Wochenmitte vor allem die zuletzt überproportional gefallenen Aktien gefragt. Die Aktie der Lufthansa hatte seit Jahresbeginn um dreißig Prozent nachgegeben. Durch ihre nun günstigere Bewertung könnte die Lufthansa-Aktie für Anleger wieder attraktiv erscheinen. Fundamental werden die Anteile derzeit zu einem geschätzten Kurs-Gewinn-Verhältnis für dieses Jahr (KGV18e) von 5,2 gehandelt. Zudem ergibt sich eine interessante Dividendenrendite von 3,8 Prozent. Mit beiden Kennzahlen kann sich die Aktie von den europäischen Wettbewerbern abheben. Auch technisch hellte sich die Lage für die Lufthansa-Aktie inzwischen auf.

Chance auf Erholung

Denn Ende Juli, Anfang August brachen die Papiere aus einem zuvor seit Anfang dieses Jahres bestehenden Abwärtstrend mit einem Kurssprung nach oben aus und erreichten unmittelbar danach ein Zwischenhoch bei 24,45 Euro. Seitdem bewegten sich die Notierungen zwischen 22 und 24 Euro zur Seite, wobei in den letzten Tagen die Unterstützung mehrmals bestätigt wurde. Mit dieser könnte zudem ein möglicherweise vom Tief von Anfang Juli um 20 Euro ausgehender Aufwärtstrend entstehen. Zusammen mit dem Support könnte die Lufthansa-Aktie diesen Bereich als Basis für eine Erholung nutzen und auf der Kurzstrecke Ziele bis 24,45 Euro, auf der Langstecke darüber hinaus anfliegen.

Lufthansa (Tageschart in Euro)

Tendenz:

Lufthansa (Wochenchart in Euro)

Wichtige Chartmarken

Widerstände: 24,00 // 24,45 // 27,95
Unterstützungen: 22,00 // 21,86 // 19,81

Mit einem Open End Turbo Long (WKN DS585U) können risikofreudige Anleger, die von einer steigenden Lufthansa-Aktie ausgehen, jetzt mit einem Hebel von 5,0 überproportional profitieren. Der Abstand zur Stopp-Loss-Barriere beträgt dabei 19,7 Prozent. Der Einstieg in eine spekulative Position bietet sich stets unter der Beachtung eines risikobegrenzenden Stoppkurses an. Dieser könnte hier im Basiswert bei 21,50 Euro platziert werden. Im Open End Turbo Long ergibt sich daraus ein Stoppkurs von 0,35 Euro. Ein Ziel nach oben könnte um 27 Euro bestehen, woraus sich eine 100-Prozent-Chance ergibt. Das Chance-Risiko-Verhältnis für diese spekulative Idee beträgt 4,2 zu 1.

Strategie für steigende Kurse
WKN: DS585U Typ: Open End Turbo Long
akt. Kurs: 0,43 – 0,46 Euro Emittent: Deutsche Bank
Basispreis: 18,083 Euro Basiswert: Lufthansa
KO-Schwelle: 18,083 Euro akt. Kurs Basiswert: 22,43 Euro
Laufzeit: Open end Kursziel: 0,92 Euro
Hebel: 5,0 Kurschance: + 100 Prozent
Quelle: Börse Frankfurt

Trends-Update: BASF

Unsere vor einer Woche vorgestellte Idee, mit der WKN MF68VV auf eine fallende BASF-Aktie zu setzen, befindet sich knapp unter Vorstellungskurs. Der Mini Future Short notiert zur Stunde zum Geldkurs von 1,22 Euro. In den letzten Tagen hatte die Aktie bis zum Tief bei 75,50 Euro nachgegeben, aber erholte sich gestern teilweise von diesen Verlusten. Wer weiter in der Erwartung einer fallenden BASF-Aktie in dieser spekulativen Idee investiert bleiben möchte, kann den risikobegrenzenden Stoppkurs im Basiswert auf 79,10 Euro mitnehmen. Im Mini Future Short ergibt sich ein Stoppkurs von 1,07 Euro, wodurch die Idee etwas näher am Vorstellungskurs abgesichert werden kann.

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