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Meine 3 größten Aktienbestände – und warum ich sie weiter halten werde

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
13.09.2018, 10:07  |  371   |   |   

Solange es nicht kaputt ist, repariere es nicht. Die Grammatik ist nicht ganz korrekt, aber das Prinzip ist es in der Regel.

Mein größter Fehler in über 20 Jahren Aktienhandel war der vorzeitige Verkauf. Ich könnte dir von einer zu langen Liste an Aktien erzählen, die ich verkauft habe, nur um mich dafür später selbst zu beschimpfen. Darauf will ich aber nicht näher eingehen. Stattdessen möchte ich mit dir meine drei größten Aktienbestände besprechen: Apple (WKN: 865985), Align Technology (WKN: 590375) und Alphabet (WKN: A14Y6F) (WKN: A14Y6H).

Alle drei Aktien hatten ihre Höhen und Tiefen, seit ich sie gekauft habe. Aber sie sind zu meinen größten Beständen geworden, weil ich sie nicht verkauft habe. Hier sind die Gründe, warum ich vorhabe, an Apple, Align und Alphabet noch eine ganze Zeit festzuhalten.

1. Apple

Ich besitze Apple schon länger als jede andere Aktie in meinem Investmentportfolio. Mein Motley Fool-Kollege Brian Feroldi, ebenfalls ein langjähriger Apple-Aktionär, hat im Juni 10 Gründe aufgelistet, warum er seine Apple-Aktien verkauft hat, nachdem er fast 20 Jahre lang ein selbsternannter „Fanjunge“ war. Brian hat, wie er es immer tut, einige gute Argumente anführt. Ich verkaufe meine Apple-Aktien aber nicht. Warum?

Zum einen stimme ich Warren Buffett (der weiterhin mehr Apple-Aktien gekauft hat) zu, dass Apple ein außergewöhnlich starkes Kundenökosystem ausweist. Um ein weiteres von Buffetts Lieblingsworten zu verwenden, hat Apple einen starken Burggraben. Es ist ein Burggraben, den ich einfach erkennen kann, wenn ich mich nur umsehe. Jeder in meiner engsten Familie benutzt iPhones und iPads. Die meisten meiner Großfamilie und Freunde besitzen iPhones. Und wenn es Zeit ist, ein neues Handy zu kaufen, werden fast alle von ihnen das neueste iPhone kaufen. Sicher, einige Apple-Kunden werden zu anderen Produkten wechseln. Ich wette aber, die meisten werden es nicht.

Ich bin auch von Apple´s unglaublichem freien Cashflow begeistert. Das Unternehmen erwirtschaftete in den letzten 12 Monaten einen freien Cashflow von über 58 Milliarden USD. Apple wird den größten Teil dieses Cashflows auf eine von vier Arten verwenden: Investitionen in die Entwicklung neuer Produkte, strategische Akquisitionen, Aktienrückkäufe oder Erhöhung der Dividende. Alle vier haben das Potenzial, mir als Aktionär mehr Geld einzubringen.

Apropos neue Produkte, ich denke, dass die augmented reality (erweiterte Realität) ein großer neuer Markt für Apple sein könnte. Das Unternehmen setzt eindeutig auf Augmented-Reality-Technologie, von der ich annehme, dass sie sich in den nächsten fünf Jahren enorm auszahlen wird.

2. Align Technology

Nach einigen Jahren, in denen ich Align Technology nur mochte, kaufte ich die Aktie schließlich Ende 2017. Sie ist in diesem Jahr mit einem Gewinn von fast 70 % eine meiner größten Positionen. Vor ein paar Jahren hätte mich diese Art von Kurssprung vielleicht dazu verleiten können, einige der Gewinne durch den Verkauf von Aktien mitzunehmen. Jetzt betrachte ich das Verkaufen jedoch als Verzicht auf mögliche zukünftige Gewinne.

Die Nachfrage nach Align’s durchsichtigen Zahnschienen (Marke Invisalign) steigt weiter. Das Unternehmen verzeichnet auch eine starke Dynamik für seine intraoralen iTero-Scanner, eine Produktlinie, die das Invisalign-Geschäft hervorragend ergänzt. Ich verfolge jeden Quartalsbericht von Align, und jedes Quartal meldet das Unternehmen neue Rekordergebnisse.

Meiner Meinung nach hat Align viele Möglichkeiten, seine hervorragende Wachstumsgeschichte fortzusetzen. Internationale Märkte stehen ganz oben auf der Liste. Im zweiten Quartal eröffnete Align eine Invisalign Behandlungseinrichtung in Deutschland, das die größte Bevölkerung in der Europäischen Union besitzt. Auch in den Schwellenländern sollte das Unternehmen seinen Umsatz weiter steigern.

Ebenso wichtig ist jedoch Align´s Potenzial, schwerere Arten von Zahnfehlstellungen behandeln zu können. Invisalign-Justierer können derzeit nur in etwa 60 % aller kieferorthopädischen Fälle eingesetzt werden. Align sollte aber in der Lage sein, die Reichweite seines Marktes durch neue Innovation deutlich zu erweitern.

3. Alphabet

Google´s Mutter Alphabet ist eine meiner Lieblingsaktien. Als ich letzten Monat gefragt wurde, eine Aktie zu finden, die ich für die nächsten zwei Jahrzehnte empfehlen könnte, war meine Antwort direkt Alphabet.

Es gibt zwei Dinge, die mir an Alphabet besonders gut gefallen. Wie Apple hat auch das Unternehmen einen wirklich starken Burggraben. Ich sehe niemanden, der Google oder YouTube von seiner Marktdominanz verdrängen könnte. Das bedeutet, dass Alphabet – wiederum wie Apple – auf Jahre hinaus mit einem hohen freien Cashflow rechnen kann.

Noch aufgeregter bin ich allerdings über Alphabet´s vielfältige Ertragssteigerungsmöglichkeiten. Die Haushaltsautomatisierung sollte eine Wachstumschance für die Nischenprodukte des Unternehmens sein. Zudem entwickelt sich Alphabet mit seinen Tochtergesellschaften Calico und Verily zu einem führenden Anbieter im Gesundheitswesen.

Die selbstfahrende Autotechnik stellt für Alphabet jedoch die größte Chance dar. Die Waymo-Geschäftseinheit ist bereits heute Spitzenreiter bei der Entwicklung von Technologien für selbstfahrende Autos. Die Investmentbank UBS prognostiziert sogar, dass der selbstfahrende Automarkt bis 2030 ein Volumen von insgesamt 2,8 Billionen USD erreichen könnte, wobei Waymo 30 % des Marktes einnimmt. Dies wäre für Waymo ein Potential von 840 Milliarden USD, wenn UBS Recht hat.

Was würde meine Meinung ändern

Könnte ich meine Meinung ändern und einige oder alle dieser Aktien verkaufen? Sicher, aber es würde eine grundlegende Änderung der Gründe erfordern, warum ich die Aktien überhaupt gekauft habe. Wenn zum Beispiel einige technologische Innovationen drohen, die iPhones, Invisalign- Ausrichter oder die Google-Suchmaschine überflüssig machen, würde ich verkaufen. Wenn eines der Unternehmen einen großen Skandal hätte, der mein Vertrauen in das Managementteam erschüttert, würde ich auch verkaufen.

Es besteht zudem die Möglichkeit, dass ich davon überzeugt bin, dass eine andere Aktie langfristig eine deutlich höhere Rendite bringen könnte. Derzeit ist dies jedoch nicht der Fall. Ich habe keine Notwendigkeit, meine Investitionen in Apple, Align Technology oder Alphabet zu verkaufen. Sie sind nicht mal annähernd in Gefahr.

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Suzanne Frey, eine Führungskraft bei Alphabet, ist Mitglied des The Motley Fool-Vorstandes. Keith Speights besitzt Aktien von Align Technology, Alphabet (A-Aktien) und Apple. The Motley Fool besitzt Align Technology-, Alphabet (A-Aktien)-, Alphabet (C-Aktien)- und Apple-Aktien. The Motley Fool besitzt die folgenden Optionen: Long 150 USD- Januar 2020-Calls auf Apple und Short 155 USD-Januar 2020-Calls auf Apple.

Dieser Artikel von Keith Speights erschien am 09.09.2018 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf fool.de veröffentlicht.

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