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DZ BANK – Brent: Bullen machen Druck, Widerstand bei 80 USD im Fokus!

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Autor: DZ BANK
13.09.2018, 11:45  |  598   |   

Die Lage: Steigende Öl-Produktion der OPEC-Staaten belastet

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  • OPEC-Produktion zieht an
  • US-Hurrikansaison sorgt für steigende Spritpreise
  • Iran-Embargo wirft seine Schatten voraus

Die Lage: Steigende Öl-Produktion der OPEC-Staaten belastet

Der Ölpreis zeigte sich in den vergangenen Wochen etwas erholt, ein entscheidender Durchbruch auf ein neues Jahreshoch blieb den Bullen jedoch versagt. Dabei belasteten vor allem eine unerwartet deutlich angestiegene Ölproduktion der OPEC-Staaten. Laut einem kürzlich veröffentlichten Communiqué erhöhte sich der Öl-Output der Mitglieder des Ölkartells im August um 220.000 Barrel pro Tag und lag damit auf einem 10-Monats-Hoch. Unter anderem waren hierfür eine deutlich höhere Ölproduktion in Libyen und im Irak verantwortlich. In den USA sorgte derweil ein Rückgang bei der Zahl der aktiven Ölbohrplattformen für etwas Entspannung. Laut einer Erhebung des Ölservicedienstleisters Baker Hughes sank die Zahl der Rigs um 2 auf 860, womit der Anstieg aus der Vorwoche egalisiert wurde. Die US-Ölproduktion blieb jedoch mit knapp 10,6 Millionen Barrel pro Tag weiter auf hohem Niveau.

Die Perspektive: US-Sanktionen werfen ihre Schatten voraus – Hurrikansaison

Vor dem Hintergrund der Anfang November in Kraft tretenden US-Sanktionen gegen den Iran gehen die Ölexporte des drittgrößten OPEC-Produzenten früher als erwartet zurück. Unter anderem drosselten Japan und Indien ihre Ölimporte aus dem Iran zuletzt deutlich und werden Marktbeobachtern zufolge ihre Importe aus dem Iran bis Anfang November ganz einstellen, um sich nicht den angedrohten US-Sanktionen aussetzen zu müssen. Lediglich China bleibt dem Iran voraussichtlich als Großabnehmer erhalten. Da man sich ohnehin mit den USA in einem Handelskrieg befindet, sind für Peking mögliche Sanktionen der US-Regierung ohnehin keine ernstzunehmende Drohung. Der weiter eskalierende Handelsstreit zwischen den USA und China könnte sich jedoch negativ auf die globale Ölnachfrage auswirken, so die Einschätzung einiger Marktbeobachter. Das anstehende Iran-Embargo scheint hingegen bereits mehr als eingepreist zu sein. Daneben werden sich hochrangige US-Regierungsvertreter in den kommenden Tagen mit Repräsentanten aus Saudi-Arabien und Russland treffen, um die Folgen eines Iran-Embargos abzumildern. Konkret wird über eine Erhöhung der Fördermenge verhandelt, um das Ölangebot mindestens stabil zu halten.

Support für die Bullen könnte indessen die anstehende Hurrikansaison in den USA bringen. Denn mit „Florence“ nähert sich der wohl schwerste Wirbelsturm der vergangenen 30 Jahre der US-Ostküste und sorgt dort bei der Bevölkerung in vielen Regionen für einen regelrechten Massenexodus und steigende Benzinpreise. Bereits zuvor hatte Hurrikan „Gordon“ im Golf von Mexiko für Unruhe und die zeitweilige Stilllegung einiger Ölförderplattformen gesorgt. Sollte sich die Hurrikansaison ähnlich dramatisch entwickeln wie im vergangenen Jahr, können teils massive Förderausfälle drohen, so die Einschätzung einiger Analysten. Dieses Szenario scheint aktuell an den Terminmärkten eingepreist zu werden, da bullische Nachrichten wie etwa die in Kraft tretenden Iran-Sanktionen oder die aufkommende Hurrikansaison aktuell übergewichtet werden.

Die Trading-Taktik: Long bei Ausbruch auf 80 USD

Brent Crude Oil zeigte sich in den vergangenen Handelstagen deutlich fester. Im Bereich knapp unterhalb der Marke von 80 USD kam es jedoch zu Gewinnmitnahmen, wobei unser Stop-Loss für die bestehende Short-Position nicht getriggert wurde. Der anschließende Pullback wurde jedoch bereits im Bereich der Marke von 76 USD wieder aufgefangen, was bullisch zu werten ist. Der anschließende Anstieg über den bei 78 USD verlaufenden kurzfristigen Abwärtstrend macht einen dynamischen Eindruck, zumal Brent Crude Oil sich im Anschluss oberhalb der Marke von 79 USD stabilisieren konnte. Vor diesem Hintergrund bietet es sich u.E. an, Short-Positionen zu beenden. Gelingt Brent Crude Oil der Breakout auf 80 USD, bietet sich der Aufbau von Long-Positionen an. Wird das Long-Szenario getriggert, empfiehlt sich hier ein enger Stop-Loss im Bereich der Marke von 75 USD.

Die Produktidee: Mini-Future Long auf Brent Crude Oil

Mit einem Hebelprodukt können Anleger überproportional an der Kursentwicklung des jeweiligen Basiswertes partizipieren. So vollzieht z.B. ein Mini-Future Long auf den Brent Crude Future Contract steigende, aber auch fallende Kursnotierungen des Brent Crude Future Contract gehebelt nach. Auf den Basiswert Brent Crude Future Contract stehen verschiedene Mini-Futures Long zur Verfügung. Ein Beispiel ist der Mini-Future Long mit einem aktuellen Basispreis von 41,996 USD und einer aktuellen Knock-Out-Barriere von 44,969 USD. Wird die Knock-Out-Barriere berührt, kommt es jedoch zu sehr hohen Verlusten des eingesetzten Kapitals.

Risikobeschreibung

Glossar

Hebelprodukt: Hebelprodukte sind Zertifikate, die überproportional auf Kursveränderungen des zugrunde liegenden Basiswertes reagieren. Durch einen Hebel und einen geringeren Kapitaleinsatz kann eine relativ überproportionale Wertentwicklung gegenüber dem Basiswert erzielt werden.

Hebel: Der Hebel ist ein Faktor, der anzeigt, wie stark der Preis eines Zertifikats auf eine Kursänderung des zugrunde liegenden Basiswertes reagiert. Der Hebel wirkt dabei in beide Richtungen und verstärkt sowohl steigende als auch fallende Kursnotierungen.

Knock-Out-Barriere: Eine Knock-Out-Barriere findet sich bei sogenannten Knock-Out-Produkten wie Turbo-Optionsscheinen und Mini-Futures. Wird diese Knock-Out-Barriere berührt oder durchbrochen, verfällt das Knock-Out-Produkt wertlos (Turbo-Optionsscheine) bzw. nahezu wertlos (Mini-Futures).

Mini-Future: Im Gegensatz zu Turbos sind bei Mini-Futures Basispreis und Knock-Out-Barriere nicht identisch. Berührt der Kurs des Basiswerts die im Voraus definierte Knock-Out-Barriere, kann die Emittentin nach billigem Ermessen den Mini-Future fällig stellen und innerhalb einer Bewertungsfrist einen noch vorhandenen Restbetrag errechnen und dem Zertifikateinhaber auszahlen. Dadurch kann ein Totalverlust vermieden werden. Trotz dieser „Stop-Loss“-Einrichtung kann es jedoch zu sehr hohen Verlusten des eingesetzten Kapitals kommen.

 

Stand: 12.09.2018
Emittentin: DZ BANK AG / Online-Redaktion

Mini-Future Long 44,969 open end: Basiswert Brent Crude Future Contract

DD8L62
Quelle: DZ BANK: Geld 12.09. 15:33:12, Brief 12.09. 15:33:12
32,29 EUR 32,30 EUR 0,69% Basiswertkurs: 79,50 USD
Geld in EUR Brief in EUR Diff. Vortag in % Quelle: ICE Fut Eur, 15:21:50
Basispreis 41,996 USD Abstand zum Basispreis in % 47,24%
Knock-Out-Barriere 44,969 USD Abstand zum Knock-Out in % 43,51%
Hebel 2,12x Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 1,00

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