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EUR/USD Euro muss nun liefern!

13.09.2018, 16:09  |  519   |   |   

Als der Euro zum Dollar Mitte August in Richtung 1,13  und damit gleichzeitig auf ein neues 52-Wochen-Tief absackte, schien die Korrektur noch einmal Dynamik zu entwickeln. Doch eine starke Erholung verhinderte aus Euro-Sicht Schlimmeres. Rückblickend könnte sich dieser Rücksetzer als Marktbereinigung herausstellen. Um dieses Trendwendeszenario jedoch zu bestätigen, muss noch eine wichtige Weichenstellung erfolgen. 

Schauen wir uns das Ganze unter charttechnischen Aspekten. Von Mitte April bis Ende Mai dieses Jahres wurde der Euro von einer heftigen Korrekturwelle durchgerüttelt. Erst der Bereich um 1,15 US-Dollar hielt dem Druck stand. Es etablierte sich in der Folgezeit eine Seitwärtsbewegung. Die Begrenzungen bei 1,150/1,155 US-Dollar sowie bei 1,175/1,180 US-Dollar dominierten zunächst das Handelsgeschehen, bis es im August zu diesem Absacker in Richtung 1,13 US-Dollar kam. Von diesem Rückschlag erholte sich der Euro vergleichsweise rasch und kehrte in die genannte Handelsspanne zurück. 

Mit aktuell knapp 1,17 US-Dollar hat die Gemeinschaftswährung nun wieder die Oberseite der Handelsspanne im Visier. Profitieren konnte der Euro zum einen von den Ergebnissen der heutigen EZB-Sitzung und der beschlossenen Verringerung des Anleihekaufprogramms ab Oktober. Aus unserer Sicht entscheidender waren jedoch die Daten zu den US-Verbraucherpreisen. Nachdem bereits gestern die Daten zu den US-Erzeugerpreisen etwas unterhalb der Markterwartungen veröffentlicht wurden, zogen heute die US-Verbraucherpreise nach und wurden ebenfalls unterhalb der Prognosen liegend veröffentlicht. 

Kurzum: Über die 1,18 US-Dollar muss der Euro, um weiteres Aufwärtsmomentum zu kreieren. Unter die 1,15 US-Dollar darf er hingegen nicht fallen, um den Druck auf die Widerstandszone aufrechtzuerhalten. Die nächsten Handelstage respektive die anstehenden Konjunkturdaten und Termine haben das Potential, die aktuelle Situation bei EUR/USD aufzulösen. Bis dato gilt: Der Euro konnte sich zwar erholen, aber über´n Berg ist er noch nicht. Hierzu müsste der 1,18er Bereich überwunden werden. Wir sehen unverändert die latente Gefahr des nochmaligen Abtauchens des Euros in Richtung 1,14 / 1,13 US-Dollar. 
 


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