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Langzeit-Studie Entspanntes Anlegen kann sich auszahlen - Seite 2

14.09.2018, 09:42  |  808   |   |   

Anlage-Strategie als Schlüssel für entspanntes Investieren

Diese Erkenntnis setzt aber voraus, dass eine Anlage-Strategie von Grund auf gut geplant ist und vor allem zum jeweiligen Anleger passt. Wer ein zu hohes Risiko eingeht und schlechte Phasen am Kapitalmarkt nicht aussitzen kann, der macht womöglich den Fehler, durch aktives Handeln das Ruder noch einmal herumreißen zu wollen. Ein besonderes Augenmerk sollte daher auf dem Anlage-Konzept liegen. Auch wenn die Vanguard-Studie nur Aktieninvestments beleuchtet, spielt es eine große Rolle, in welchen Gesamtkontext diese Aktienpositionen eingebettet sind. Wer ausschließlich auf Aktien setzt, wird bei Rückschlägen schneller nervös als jemand, der auch einen Teil der Ersparnisse auf die stabileren Anleihen verteilt hat. So entsteht im Schnitt nämlich ein deutlich stabileres Portfolio. Wenn Aktien dann schwanken, lässt sich dies deutlich besser aushalten. Aus diesem Grund sollten Aktien-Investments immer Teil einer breiten Vermögensaufteilung sein.

easyfolio liefert eine solche Aufteilung zu günstigen Gebühren. Anleger können zwischen Aktienquoten von dreißig, fünfzig und siebzig Prozent wählen. Der Rest fließt weltweit in Anleihen. Auch der Aktienanteil wird weltweit über verschiedene Märkte gestreut. Zugleich ist die jährliche Gebühr äußerst niedrig. Ausgabeaufschläge fallen gar nicht erst an. So wird es Anlegern leicht gemacht, Schwankungen auch mal auszusitzen.

Wer Schwankungen aussitzt, vermeidet Fehler. Die Vanguard-Studie hat gezeigt, dass die Gewinner der vergangenen Jahre oftmals selbst Schwächephasen durchmachen müssen. Das liegt bei Aktienfonds daran, dass diese Fonds versuchen, in niedrig bewertete Unternehmen zu investieren. Niedrig bewertete Unternehmen sind aber in der Regel nicht ohne Grund vom Markt vernachlässigt. Meist liegt der Skepsis eine gewisse Unsicherheit über die Geschäftsentwicklung oder die Zukunftschancen zu Grunde.

Damit Unterbewertungen abgebaut werden, warten Aktien-Investoren auf sogenannte Katalysatoren. Das sind Ereignisse, die der breiten Masse signalisieren, dass sich beim Unternehmen etwas tut und die derzeitige Bewertung unangemessen niedrig ist. Wann diese Ereignisse auftreten, kann niemand vorhersagen. Fonds sind aber darauf angewiesen, sich rechtzeitig zu positionieren. Eine gewisse Wartezeit lässt sich insbesondere bei großen Fonds daher nicht ausschließen. Allein deswegen macht es keinen Sinn, als Privatanleger den Markt timen zu wollen. Oftmals entgehen Anlegern so Chancen, die bereits im Depot eines Fonds schlummern, aber vom Markt nicht entdeckt worden sind.

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