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3 Tipps von Benjamin Graham, die man nicht ignorieren sollte

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
14.09.2018, 11:30  |  2245   |   |   

Warren Buffett ist der meistzitierte Investor der Welt – und das aus gutem Grund. Es gibt sicherlich viele Weisheiten, die man aus Buffetts Erfahrung ziehen kann. Immerhin macht er den Job schon seit mehr als 60 Jahren.

Was viele Investoren jedoch nicht wissen, ist, dass Buffett einige seiner wichtigsten Lektionen von einem Mentor namens Benjamin Graham gelernt hat, dem Autor von Intelligent Investieren und Die Geheimnisse der Wertpapieranalyse, zwei der wichtigsten Bücher über das Investieren. Hier sind drei Tipps von Benjamin Graham, die dich zu einem besseren Investor machen könnten.

„Der intelligente Investor ist ein Realist, der an Optimisten verkauft und von Pessimisten kauft.“

Dieses Zitat stammt aus dem Buch Intelligent Investieren und ist eine der wichtigsten Botschaften, die die Investoren lernen können. Viele Anleger entwickeln sich unterdurchschnittlich, weil sie genau das Gegenteil von dem tun, was sie tun sollten. Sie kaufen, wenn die Aktien steigen und steigen und sie sehen, wie alle anderen ein Haufen Geld verdienen. Wenn der Markt eine Korrektur oder einen Crash erfährt, gerät so ein Investor in Panik und verkauft, wenn die Kurse niedrig sind.

Grahams Zitat rät dem intelligenten Investor, zu verkaufen, wenn die Kurse hoch sind und die Experten nur davon reden, dass es immer weiter aufwärts gehen wird. Intelligente Investoren nutzen Panik und Marktcrashs, indem sie Aktien kaufen, wenn die Kurse sinken und der Markt „im Angebot“ ist.

„Tausende von Menschen haben es versucht, und die Beweise sind eindeutig: Je mehr Sie handeln, desto weniger behalten Sie.“

In den letzten 30 Jahren hat der S&P 500 eine durchschnittliche jährliche Gesamtrendite (einschließlich Dividenden) von ca. 10,2 % pro Jahr erzielt. Doch der durchschnittliche Aktienfonds-Anleger hat nur etwa 4 % geschafft.

Sicher, Gebühren haben etwas damit zu tun, aber die durchschnittliche Kostenquote bei Investmentfonds liegt in der Nähe von 1 % pro Jahr und nicht bei der etwa 6-prozentigen Differenz der Renditen, die der durchschnittliche Anleger erlebt.

Der wahre Grund für die schlechte Performance: die Überspekulation. Der durchschnittliche Investor kauft und verkauft viel zu oft und er tut dies üblicherweise mit schlechtem Timing. Wie ich bereits erwähnt habe, wenn die Investoren sehen, dass der Markt steigt und ihre Freunde Geld verdienen, dann kaufen sie oder handeln mit spekulativen Anlageinstrumenten. Andererseits, wenn der Markt zusammenbricht, tritt Angst ein und die Anleger werden konservativ, wenn sie kaufen sollten.

Die Moral von der Geschichte: Kaufen und Halten ist der richtige Weg.

„Andererseits ist die Investition eine einzigartige Art von Casino – eines, in dem man am Ende nicht verlieren kann, solange man nur nach den Regeln spielt, die für einen arbeiten.“

Dieses Zitat fasst zusammen, warum Graham ein so unverblümter Verfechter von Kaufen und Halten ist und nicht viel von kurzfristigem Handel oder Spekulationen hält.

Einfach ausgedrückt, der Markt bewegt sich über lange Zeiträume nach oben. Sicher, wirtschaftliche und politische Bedingungen können zu großen kurzfristigen Schwankungen führen, aber im Laufe der Zeit geht es nur nach oben.

Denke darüber nach: Die Inflation wird dazu führen, dass die Preise für Waren und Dienstleistungen im Laufe der Zeit steigen, sodass die Unternehmen in der Lage sein werden, mehr für ihre Produkte zu verlangen (höherer Umsatz). Wenn Unternehmen ihre Gewinne in ihr Geschäft reinvestieren und Aktien zurückkaufen, steigt der innere Wert der durchschnittlichen Unternehmensbeteiligung. Deshalb ist der Aktienmarkt in der Vergangenheit über Jahrzehnte hinweg um etwa 10 % pro Jahr gestiegen. Wenn du in einen vielfältigen Korb hochwertiger Aktien investierst, kannst du auch von langfristigen Chancen profitieren.

54 Investmenttipps von den besten Investoren der Welt

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