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Börse Daily am Sonntag mit DAX, Allianz, Lufthansa, Medigene, Wirecard, Nike, Nestle, Adobe

16.09.2018, 12:00  |  2018   |   |   

um 1,4 Prozent ging es für den DAX in der letzten Woche nach oben, nachdem er am vergangenen Montag den zuvor längsten Negativlauf seit mehr als einen Jahr mit einem Minus von mehr als drei Prozent beendet hatte. Dabei eroberte der Index die psychologie wichtige Marke von 12000 Punkten zurück. Da die seit Mitte Juni bestehende Abwärtstendenz mit fallenden Hochs jedoch Bestand hat, könnte der deutsche Leitindex auch rasch wieder unter die runde Zahl fallen. Für diesen Fall wäre mit dem Unterschreiten des bisherigen Tiefs um 11800 Punkten und dem Erreichen eines neuen Jahrestiefs zu rechnen. Das bisherige befindet sich bei 11726 Punkten.

Weniger Einfluss auf den Markt übten die Entscheidungen der Notenbanken aus. Die EZB gab einen überwiegend positiven Ausblick auf die wirtschaftlichen Aussichten, wodurch sich die Normalisierung der Euro-Geldpolitik zunehmend am Horizont abzeichnet. Die Anleihekäufe werden ab Oktober halbiert und laufen zum Jahresende aus. Für Herbst nächsten Jahres spekulieren Marktexperten über eine Anpassung des Einlagezinses, was dann alles andere als zufällig mit dem Ende der Amtszeit von EZB-Präsident Mario Draghi zusammenfallen würde. Nachdem er zwischenzeitlich darunter gefallen war, ging es für den Euro mit den EZB-Aussagen wieder über 1,16 US-Dollar.

Nicht verhindern ließ und lässt sich, dass der Handelsstreit der USA mit China weiterhin ein zentrales Thema für die Richtung am Aktienmarkt blieb und bleibt. Nachdem der US-Finanzminister Steven Mnuchin neue Gespräche vorgeschlagen hatte, bestätigte Wirtschaftsberater Larry Kudrow, dass die USA eine chinesische Delegation nach Washington eingeladen hätten. US-Präsident Donald Trump rückte jedoch nicht von seinen Drohungen ab, dass er zusätzliche Zölle auf chinesische Güter in Höhe von 267 Milliarden US-Dollar beschließen könne. Damit wären letztlich alle China-Importe der USA mit Zöllen belegt. China hatte bereits Gegenmaßnahmen angekündigt.

So beginnt auch die neue Woche unter der Unsicherheit von noch nicht gelösten Risiken, die jederzeit wieder auf die Tagesordnung rücken könnten. Zudem ist die negative saisonale Vorgabe für den Monat September erst halb ausgestanden. Bislang zeigte sich der DAX im laufenden Monat mit einem nur moderaten Minus. Der Handelsstreit und die Probleme in den Schwellenländern trübten aber die konjunkturellen Aussichten ein. Ob diese schon bis zur Wirtschaft durchgedrungen sind, können die Einkaufsmanagerindizes am Freitag zeigen. Des Weiteren könnte ein bunter Strauß an US-Daten am Donnerstag mehr Aufschluss über die nächste US-Zinserhöhung geben.

DAX über 12000 Punkten

Der DAX konnte sich am Freitag weiterhin im Bereich von 12100 Punkten behaupten und dürfte im weiteren Verlauf Kurs auf 12200 Punkte nehmen. Im Bereich um 12200 Punkten könnte der DAX aber wieder nach unten abdrehen und seine übergeordnete Abwärtsbewegung fortsetzen. Die nächsten Anlaufmarken nach unten wären für diesen Fall die Zonen um 11860, 11700 und 11500 Punkten. Hier sollte der Index aber schließlich einen festen Boden bilden und in der Folge wieder Kurs auf 13000 Punkte und höher nehmen können. Der DAX drehe kurzfristig in den Long-Modus, bleibe aber übergeordnet weiter short. Entsprechend sei auch die Indikatorenlage short.

Der marktbreite US-Index S&P 500 notierte vor dem Wochenende weiter über der Marke von 2900 Punkten. Am Freitag befinde er sich in einem sehr ruhigen Handel. Im Bereich von 2920 Punkten befinde sich ein größerer Widerstand, der den Weg nach oben zunächst blockieren könnte. Sollte dieser fallen, könnte der Weg bis 3000 Punkte frei sein, meint Börse Daily INSIGHT, der Newsletter zur täglichen Marktanalyse und besonderem Fokus auf den DAX mit zwei Ausgaben pro Handelstag. Unser Börse-Daily-Experte Christian Zoller analysiert darin den DAX anhand verschiedener Indikatoren und entwickelt seine persönliche Trading-Strategie auf den Index!

Allianz: Chance von 100 Prozent p.a.

(11.09.2018) Die Aktie der Allianz ließ in den vergangenen Monaten Aufwärtsdynamik vermissen. Doch mit einem Seitwärts Optionsschein mit Schwellen bei 160,50 und 209,50 Euro können risikofreudige Anleger bis Mitte Dezember auf eine Fortsetzung der Seitwärtsbewegung bei der Allianz-Aktie setzen. Lesen Sie hier weiter.

Nestle: Vertrauen der Anleger wächst

(11.09.2018) Nach Eintritt eines deutschen Managers in den Schweizer Nahrungsmittelkonzern Nestle zeigt der angestrebte Umbau Wirkung. Aber auch der Aktie tut der frische Wind gut, das Papier markierte erst vergangene Woche ein frisches Jahreshoch. Wir stellen ein Faktor Zertifikat Long mit Hebel 6 auf die Nestle-Aktie vor. Lesen Sie hier weiter.

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