DAX-0,29 % EUR/USD+0,50 % Gold+0,05 % Öl (Brent)+0,81 %

Wirtschaft / Finanzen JSR-Wochenrückblick KW 37-2018

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Gastautor: Jörg Schulte
17.09.2018, 03:36  |  4077   |   

Wir deuten die sinkenden Auftragseingänge als Frühindikatoren, die sich im dritten und vierten Quartal gerade bei exportlastigen Unternehmen negativ in der Bilanz auswirken werden.

Der DAX konnte sich etwas von den vorangegangenen Verlusten erholen. Die Abwärtsbewegung im DAX könnte somit nun mehr als Seitwärtsbewegung wahrgenommen werden. Laut einer Umfrage soll die Stimmung der Marktteilnehmer deutlich besser ein als noch vor ein paar Wochen, einige Markteilnehmer sehen sogar deutlich steigende Kurse voraus. Das bleibt jedoch vorerst noch abzuwarten, denn auch im Juli sanken die Auftragseingänge in der Industrie weitere 0,9 %. Erwartet wurde aber ein Plus von 1,8 %. Somit konnten dieses Jahr lediglich im Mai Auftragszuwächse von 2,6 % ausgemacht werden. Probleme, so Marktbeobachter, bereite das Ausland, die 3,4 % weniger orderten. Aber auch im Euroraum geht es mit den Bestellungen um rund 2,7 % abwärts, wobei der Handel mit der restlichen Welt um sogar 4 % rückläufig ist. Einzig erfreulich der Inlandshandel, der um rund 2,4 % zulegte.

Wir deuten die sinkenden Auftragseingänge als Frühindikatoren, die sich im dritten und vierten Quartal gerade bei exportlastigen Unternehmen negativ in der Bilanz auswirken werden.

Mittelfristig sehen die ersten Marktbeobachter aber schon wieder steigende Auftragseingänge und somit das Ende der Abkühlungsphase. Auch das warten wir vorerst noch ab.

Als kritische Marke werden die 11.800 Punkte im DAX gesehen, die für eine bullische Erwartung nicht unterschritten werden sollte, da dann der fast neunjährige Bullenmarkt laut Analysten als beendet gelten würde. Mit derzeit 12.124 Punkten konnte sich der deutsche Leitindex davon aber wieder etwas abheben.

In Amerika bleibt zunächst alles beim alten. Die Börsen präsentieren sich Bärenstark und schwirren um ihre Allzeithochs herum oder markieren sogar neue. Der Dow Jones zum Beispiel notiert mit derzeit 26.154 Punkten scheinbar völlig sorglos um sein Allzeithoch.

Das krasse Gegenteil sehen wir beim Goldpreis, dem es auch in der vergangenen Handelswoche wiedereinmal nicht gelang sich nachhaltig von der 1.200,- Marke abzusetzen. Im Wochenverlauf sah es dabei zeitweise sogar ganz gut aus, als die Feinunze des gelben Metalls mehr als 1,210,- USD kostete. Auch am Freitag konnte das Niveau von 1.200,- USD je Unze noch verteidigt werden, bevor es im Zuge der gestiegenen Industrieproduktion von 0,4 % mit dem Dollar rauf ging und der Goldpreis parallel dazu auf bis rund 1.194,- USD einbrach.

Im Monat August haben sich insbesondere in den USA institutionelle Anleger von Ihren Gold-ETFs und Gold-Fonds getrennt. Damit wurden vier Monate in Folge Mittelabflüsse von rund 3 % ausgemacht. Diese Abflüsse wurden dann noch durch Krisenländer wie die Türkei und Südafrika verstärkt, was dann auch der leichte Anstieg der Nachfrage aus Europa nicht auffangen konnte.

Solange der USD nicht nachhaltig Schwäche zeigt, ist unserer Meinung noch mit noch keiner Entwarnung beim Goldpreis zu rechnen. Auch wenn den ‚Commitments of Trades’ (‚COT’) weiterhin zu entnehmen ist, dass große Spekulanten so wenig Gold besitzen wie zuletzt vor zwei Jahren. Damals allerdings folgte eine Gold-Rallye um mehr als 30 %, innerhalb von nur einem Jahr.

Also was ist nun mit unserer großen Unbekannten, dem USD? Die USA laufen seit Jahren deutlich besser als der Rest der Welt, entsprechend stark notiert ihre Währung. Stand heute, könnte das auch noch eine Weile so bleiben. Auf der anderen Seite sehen wir einen Husarenritt seitens der immer neuen Tweets, was die Trump-Administration teilweise zu Fall bringen könnte und es so jederzeit zum Einbruch des USD kommen kann. Es bleibt auf jeden Fall spannend!

Trotz der schwächelnden Rohstoffpreise konnten die Unternehmen über die wir berichten wieder mit sehr guten Nachrichten aufwarten! Deshalb hier der Rückblick auf die interessantesten Berichte der Redaktion aus der vergangenen Woche.

Osisko Gold Royalties erhöht seinen Anteil bei Barkerville weiter

Bei Barkerville Gold Mines besitzt Osisko Gold Royalties bereits eine Schmelzabgabe (‚Royalty’) in Höhe von 1,25 % der Produktion am Goldprojekt ‚Cariboo’ in British Columbia, Kanada.

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Wirecard - auf dem Weg zum Leitindex

Vom kleinen Startup bis in die höchste Liga vergingen nur ein paar Jahre.

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White Gold identifiziert weitere oberflächennahe hochgradige Goldvererzung und Aurania erreicht Meilensteine

Bei den Rückspülbohrunge, die nur bis in eine Tiefe von 200 m niedergebracht wurden, traf White Gold auf sehr hochgradige Gehalte und steigenden Einnahmen erlaubten Aurania die Verbindlichkeiten zu senken.

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Triumph Gold Corp. - setzt sich der Kursanstieg fort?

Der Kursanstieg der Triumph Gold Aktie resultiert aus der Veröffentlichung von verschiedenen Meldungen rund um das Sommer-Bohrprogramm. Mit einem aktuellen Börsenwert von rund 56 Mio. CAD gehört das Unternehmen wahrscheinlich zu den kleineren Beteiligungen der beiden Konzerne Goldcorp und Zijin Mining.

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Kaufempfehlung für M2 Cobalt

Angesichts der bisher geleisteten Arbeiten, die vor allem im Zeit- und sogar unter dem Kostenrahmen liegen, sei man nun in der Lage, eine erste Bohrphase auf mehreren wichtigen Zielgebieten einzuleiten.

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Top News von Osisko Gold Royalties und Bluestone Resources

Bereits im Frühjahr 2018 hat Osisko Gold Royalties Falco 180 Mio. CAD zugesagt. Bluestone wartet derweil mit einer neuen hochwertigen Mineralressourcenschätzung auf.

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Steppe Gold: Top Sommererfolge auf den Goldprojekten in der Mongolei

Nach Auswertung und Definition der Bohrziele brachte Steppe Gold in zwei Bohrkampagnen 126 Löcher über insgesamt 17.892 m nieder, die sehr hohe Gehalte lieferten!

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TerraX findet oberflächennah 171 g/t Gold und Aurania vergrößert sein Venensystem signifikant

Bemerkenswert ist neben den unglaublich hohen Gehalten, dass die neuen Ziele dieselbe Geologie hat wie ‚Giant’ und ‚Con’. Aufgrund der guten Ergebnisse konnte Aurania das ursprüngliche Bodenprobengitter um 800 m erweitern.

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Viele Grüße

Ihr

Jörg Schulte


 


 


 

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