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BMW, Daimler und VW auf dem EU-Prüfstand: So viel Geld steht auf dem Spiel

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
21.09.2018, 09:18  |  533   |   |   

Während der eine oder andere Autobauer eben erst vergleichsweise glimpflich seinen Kopf aus der Schlinge der Abgasermittlungen ziehen konnte, könnte es in der gesamten Branche erneut ein heftiges Beben geben. Der Grund dieses Mal? Verbotene Kartelle. Der Hauptkreis der Verdächtigen? Die deutschen Autobauer Daimler (WKN: 710000), Volkswagen (WKN: 766403) und BMW (WKN: 519000).

Werfen wir also einen Blick auf das, was wir derzeit wissen, ehe wir überlegen, was dieses Mal schlimmstenfalls auf die Autobauer zukommen könnte.

So viel wissen wir bis jetzt

Wie im Titel bereits angedeutet, stehen die drei deutschen Autobauer zurzeit auf dem Prüfstand der EU. Genauer gesagt, auf dem Prüfstand der EU-Wettbewerbshüterin Margrethe Vestager.

Die EU-Wettbewerbskommission untersucht nun, ob zwischen den drei Autobauern unerlaubte Absprachen getroffen wurden, die die Entwicklung und Einführung wichtiger Technologien zur Verringerung des Schadstoffausstoßes betreffen. Diese hätten wiederum Einfluss auf Umweltschutzbelange, sofern es den Verbrauchern nicht möglich gewesen wäre, durch Absprachen die besten (und vermutlich teureren) Technologien in ihren Pkw nutzen zu können.

Derartige Vorwürfe sind übrigens genau genommen nicht neu. Bereits seit Herbst letzten Jahres inspiziert die EU-Wettbewerbskommission nach Angaben des Tagesspiegel die deutschen Autobauer. Scheinbar weiß man aber erst jetzt so recht, wonach man denn eigentlich genau suchen möchte.

Zudem gab es auch schon früher Berichte über derartige unerlaubte Absprachen. Der Spiegel berichtete zum Beispiel vor rund einem Jahr, dass es bereits seit über 20 Jahren ein unerlaubtes Kartell der deutschen Autobauer geben könnte, in dem Absprachen zu Kosten, Preisen, Zulieferern und möglicherweise auch zur Abgasreinigung von Dieselfahrzeugen getroffen worden sind.

Sofern die Prüfung der EU-Wettbewerbskommission zu einem ähnlichen Ergebnis käme, könnte hier folglich ein neuer und nicht gerade unerheblicher Skandal lauern.

Apropos nicht unerheblich …

Auch aus finanzieller Sicht könnte die ganze Thematik die deutschen Autobauer mit voller Härte erwischen. Gesetzt dem Fall natürlich, dass sich die bisherigen Vorwürfe auch wirklich bewahrheiten sollten.

Wie die WirtschaftsWoche berichtete, sollten Daimler, Volkswagen und BMW bei kartellrechtlichen Vorwürfen keine Gnade von der EU-Wettbewerbskommission erwarten. Bis zu 10 % des Jahresumsatzes könne die Bildung eines unerlaubten Kartells ein Unternehmen im schlimmsten Fall kosten – abhängig letztlich von der Dauer des Kartells und der Höhe des Schadens für die Verbraucher. Angesichts der hier kolportierten Dimensionen ist dieses Höchstmaß möglicherweise ein durchaus realistisches Szenario für die drei Prüflinge.

Für BMW, Daimler und Volkswagen bedeutete dies natürlich Milliarden an Strafzahlungen. Zum Vergleich: BMW hat im letzten Geschäftsjahr einen Jahresumsatz in Höhe von rund 98,6 Mrd. Euro ausgewiesen, Daimler von 153,3 Mrd. Euro und Volkswagen sogar von 230,7 Mrd. Euro. In Anbetracht dieser Werte dürfte man wohl erahnen können, was hier für die Autobauer auf dem Spiel steht.

Keine guten Neuigkeiten für Daimler, VW und BMW

Unterm Strich sind die Ermittlungen daher keine guten Neuigkeiten für unsere heimische Autobranche. Die vertieften Prüfungen deuten möglicherweise an, dass die EU-Wettbewerbskommission nun einer heißeren Spur folgen möchte. Die bisherigen Presseberichte deuten zudem darauf hin, dass an den Ermittlungen durchaus etwas dran sein könnte.

Für den Moment heißt es daher abwarten, was die Ermittlungen ans Tageslicht bringen werden. Doch es könnte neues, selbst bereitetes Ungemach für diese in letzter Zeit sowieso schon leidgeplagte Branche drohen.

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