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Volkswagen Fit an die Börse

21.09.2018, 11:30  |  766   |   |   

Die Lastwagensparte von Volkswagen will mit einem Netz aus Kooperationen auch außerhalb von Europa und Lateinamerika punkten. Geplant ist deshalb unter anderem ein Gemeinschaftsunternehmen der Traton-Marke MAN mit dem chinesischen Lastwagenhersteller Sinotruk. Das teilte die Volkswagen-Tochter am Dienstag vor der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) für Nutzfahrzeuge mit. Zuvor wurde bekannt, dass Traton mit dem japanischen Lkw-Hersteller Hino einen gemeinsamen Einkauf plant.

Fit für die Börse

Ein Börsengang bezeichnete Traton-Chef Andreas Renschler als eine von vielen Optionen. Noch sei über den Börsengang Tratons nicht entschieden, meinte Renschler. Die Sparte habe Synergieprojekte noch vor sich, auch Übernahmen seien nicht ausgeschlossen. Nicht auf der Agenda stehe dagegen eine Erhöhung des rund 17-prozentigen Anteils am US-Truck-Hersteller Navistar. Zuvor hatten die Wolfsburger angekündigt, Traton bis Jahresende fit für die Börse zu machen und Umwandlung in eine SE namens Traton beschlossen.

Ziele über 200 Euro

Von Seiten der Analysten gab es zuletzt mehrere positive Aussagen zur Aktie. Wegen des geplanten Börsengangs der Lkw-Sparte beließen die Analysten der Deutschen Bank ihre Bewertung auf Kaufen mit einem Kursziel von 210 Euro. Der in Aussicht gestellte Gang an die Börse wäre positiv für die Wolfsburger und ab dem zweiten Quartal 2019 denkbar. Auf Outperform hielten die Analysten von Exane BNP Paribas die Volkswagen-Aktie. Ihr ausgegebenes Ziel befindet sich bei 200 Euro. Sie fokussierten sich auf die Traton-Bewertung.

Vieles eingepreist

Aus der Summe der Konzernteile ergebe sich ein Firmenwert von 24 Milliarden Euro, im besten Fall von bis zu 30 Milliarden Euro. Die Analysten von Kepler Cheuvreux sehen die Aktie als Kauf und gaben dafür mit 222 Euro das bisher höchste Kursziel an. In einer Branchenstudie äußerten sie sich zuversichtlicher zur Automobilindustrie, nachdem schlechte Nachrichten nun weitgehend eingepreist seien. Aus den Analysen der letzten drei Monate ergab sich ein durchschnittliches Kursziel auf zwölf Monate von 203 Euro.

Aktie marschiert

Zuletzt war die Volkswagen-Aktie vom Jahreshoch Mitte Januar bei 192,46 Euro auf ein neues Jahrestief unter 135 Euro gefallen und hatte rund 30 Prozent ihres Wertes eingebüßt. Seitdem schießt sie, von der Phantasie eines Börsengangs der Lkw-Sparte angetrieben, jedoch steil nach oben. Dabei durchbrachen die Notierungen eine vorherige Abwärtstendenz und übertrafen das Zwischenhoch um 155 Euro. Nach oben könnte ein Anstieg bis zum Jahreshoch einen ersten Schritt in Richtung der genannten Kursziele darstellen.

Volkswagen (Tageschart in Euro)

Tendenz:

Wichtige Chartmarken

Widerstände: 166,08 // 179,30 // 189,00 // 192,46
Unterstützungen: 152,20 // 151,32 // 145,00 // 134,20

Mit einem Call-Optionsschein (WKN DS2KJ4) können risikofreudige Anleger, die von einer steigenden Volkswagen-Aktie ausgehen, überproportional profitieren. Der klassische Optionsschein mit einem Basispreis bei 140 Euro und einer Fälligkeit am 13.03.2019 könnte eine Rendite von 150 Prozent erzielen, wenn die Aktie bis zum Laufzeitende auf 190 Euro steigt. Sollte sie höher steigen oder das Ziel vorzeitig erreichen, könnte eine höhere Rendite erzielt werden.

Zu beachten ist: Falls die Aktie am Bewertungstag unter 140 Euro steht, verfällt der Optionsschein wertlos. Ansonsten wird die Differenz zwischen Kurs und Basispreis zum Bezugsverhältnis von 0,1 ausbezahlt. Um aktuell einen Gewinn zu erzielen, müsste die Aktie am Bewertungstag bei 160,90 Euro (Break-Even-Punkt) schließen. Ein Ausstieg aus der spekulativen Idee kann erwogen werden, sollte sie ihre Richtung aufgeben und unter 150 Euro zurückfallen.

Strategie für steigende Kurse
WKN: DS2KJ4 Typ: Call-Optionsschein
akt. Kurs: 1,98 – 2,00 Euro Emittent: Deutsche Bank
Basispreis: 140,00 US-Dollar Basiswert: Volkswagen
akt. Kurs Basiswert: 156,10 Euro
Laufzeit: 13.03.2019 Kursziel: 5,00 Euro
Omega: 5,40 Kurschance: + 150 Prozent
Quelle: Börse Frankfurt

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