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Nachhaltigkeit Verschärfte Regeln bei gleichbleibend guter Performance

Gastautor: Thomas Hellener
24.09.2018, 07:42  |  4345   |   |   

Die Zahlen sind beeindruckend. Mit einem Wachstum von 16,88 Prozent erreichte das Volumen nachhaltiger Fonds und Mandate in Deutschland, bei denen ökologische und soziale Kriterien einfließen, einen historischen Höchststand von derzeit 92,1 Milliarden Euro. Das zeigen jüngste Berechnungen des FNG – Forum Nachhaltige Geldanlagen. Rechnet man alle Anlageformen - also neben Mandaten und Fonds auch Eigen- und Kundeneinlagen mit ein - wiegt der Markt gar stolze 171 Milliarden Euro, so das FNG.

Problem: Keine einheitlichen Regeln

Die Zahlen verdeutlichen, wie wichtig Ökologie und soziale Verantwortung – natürlich gepaart mit einer ordentlichen Performance - bei den Investmententscheidungen der Anleger geworden sind. Doch es gibt dabei ein Problem: es gibt noch keine einheitlichen Regeln und Ausschlusskriterien, nach denen diese nachhaltigen Investments überprüft und selektiert werden. Was wir bei den Anlegern in unserem global investierenden Nachhaltigkeitsaktienfond PRIMA – Global Challenges aber immer mehr wahrnehmen ist die Tatsache, dass sie immer höhere Anforderungen an nachhaltige Investments stellen. Deshalb haben wir uns auch gerne neuen, strengeren Regeln angepasst.

„Null Toleranz“ bei Fracking und dem Abbau von Ölsanden

Diese strengere Ausschlusskriterien wurden konkret für Unternehmen verabschiedet, die in den Bereichen Kohleförderung, Kohleaufbereitung und thermische Nutzung, Erdölförderung sowie Raffination und thermische Nutzung von Erdöl tätig sind. Hier wird zukünftig ein Umsatzanteil von maximal 5 Prozent toleriert, bisher waren es 10 Prozent. Als zusätzliche Ausschlusskriterien wurden Hydraulic Fracturing („Fracking“) und der Abbau von Ölsanden aufgenommen. Hier gilt eine Umsatzgrenze von 0 Prozent. Bereits geringste Aktivitäten in diesen Geschäftsfeldern führen zum Ausschluss der Unternehmen aus dem Fonds. Das Gleiche gilt für Geschäftsfelder wie Atomenergie, Biozide, Chlorchemie, grüne Gentechnik und Rüstung. Auch Unternehmen, die gegen Umweltauflagen, fundamentale Menschenrechts- und Arbeitsnormen verstoßen, sind ebenso ausgeschlossen wie Firmen, die durch Korruption und Bilanzfälschung aufgefallen sind.

Sauberes Portfolio

Auf die im PRIMA – Global Challenges enthaltenen Unternehmen haben diese verschärften Ausschlusskriterien erwartungsgemäß keine Auswirkungen. Dazu gehören Werte wie Intel, Advanced Micro Devices, Renault, die japanische Shimano-Gruppe, aber auch deutsche Unternehmen wie Henkel, Nordex, Aurubis, Hannover Rück oder Vossloh. Bei allen achten wir schon lange darauf, dass die oben genannten Ausschlusskriterien strikt eingehalten werden. Nun aber sind die Regeln festgeschrieben, womit wir unserem Versprechen, immer die höchstmögliche Transparenz zu gewährleisten, nachkommen wollen. Fortlaufend überprüft werden die einzelnen Portfolio-Unternehmen übrigens von der Münchner Nachhaltigkeitsrating-Agentur ISS-oekom/oekom research, die – wie in der Vergangenheit schon oft geschehen - nicht davor zurückscheut, einzelne Unternehmen aus dem Fonds und dem Index zu verbannen, wenn sie nicht die strengen Regeln einhalten.

Über 11 Prozent Wertzuwachs seit Jahresanfang

Dass sich nachhaltiges Investieren auch finanziell lohnen kann, zeigt die Performance des PRIMA – Global Challenges. Seit Jahresanfang hat der Fonds einen Wertzuwachs von über 11 Prozent erzielt und damit weit besser abgeschnitten als der DAX, der Eurostoxx 50 oder auch der MSCI World (EUR). Dabei konnten vor allem AMD, Autodesk und Dassault Systems mit überdurchschnittlichen Zuwächsen glänzen, während Nordex, Atlas Copco und einige andere Werte den Erwartungen noch hinterherhinken.

 

 

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