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Ölpreise stark gestiegen - Brent auf höchstem Stand seit knapp 4 Jahren
Foto: Georg Henrik Lehnerer - 123rf Stockfoto

Ölpreise stark gestiegen - Brent auf höchstem Stand seit knapp 4 Jahren

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
24.09.2018, 18:01  |  1001   |   |   

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Montag deutlich zugelegt. Marktbeobachter begründeten den Anstieg mit der jüngsten Entscheidung von Opec-Staaten und anderen wichtigen Förderländern, die Produktion vorerst nicht zu erhöhen. Außerdem gehen weitere Experten von einem starken Anstieg der Ölpreise in den kommenden Monaten aus.

Am späten Nachmittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im November 81,25 US-Dollar. Das waren 2,53 Dollar mehr als am Freitag. Damit stieg der Preis auf den höchsten Stand seit November 2014. Einen starken Anstieg gab es auch beim US-Öl. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Oktober-Lieferung legte um 1,87 Dollar auf 72,65 Dollar zu.

Trotz der Forderung von US-Präsident Donald Trump nach einer Senkung des Ölpreises hatten sich die Mitgliedsstaaten der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) gemeinsam mit anderen wichtigen Förderländern wie Russland am Sonntag gegen entsprechende Maßnahmen entschieden. Nach einem Treffen in der algerischen Hauptstadt Algier sprachen die Opec- und Nicht-Opec-Mitglieder in einer gemeinsamen Erklärung von einem "insgesamt gesunden Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage".

Die unter dem Begriff "Opec+" zusammengefassten Förderländer haben Trump "abblitzen" lassen, hieß es in einer Einschätzung von Rohstoffexperten der Commerzbank. Am Donnerstag hatte noch eine Twitter-Nachricht des US-Präsidenten am Markt für Aufregung gesorgt. Zum wiederholten Mal hatte er das Erdölkartell aufgefordert, die Rohölpreise zu senken. Trump vertritt seit längerem die Position, die Opec treibe mit ihrer Angebotspolitik die Erdölpreise nach oben.

Außerdem erhielten die Ölpreise durch neue Preisprognosen Auftrieb. Der Mineralölhändler Mercuria Energy Group mit Sitz in Genf und das niederländische Handelsunternehmen Trafigura Group wollten beide einen Anstieg der Ölpreise bis an die Marke von 100 Dollar je Barrel nicht ausschließen. Bereits in der Vorwoche hatte eine starke Anhebung der Preisprognose durch die US-Investmentbank JPMorgan den Ölpreisen Auftrieb verliehen./tos/he

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Kommentare

--> noch immer ein recht hoher Spread:

Bild: 1213_20181206172505_WTI vs [url=/thema/brent]Brent[/url] norm, 2018-12-04Y2


Bild: 1213_20181206172515_WTI vs Brent norm2, 2018-12-04Y2


Bild: 1213_20181206172941_WTI vs Brent norm3, 2018-12-04Y2


Bild: 1213_20181206172614_WTI vs Brent correlation, 2018-12-04Y2

=> R-squared > 95%

sonst zur Korrelation:

> cor.test(x1, y1)

Pearson's product-moment correlation

data: x1 and y1
t = 100.63, df = 501, p-value < 2.2e-16
alternative hypothesis: true correlation is not equal to 0
95 percent confidence interval:
0.9716400 0.9799431
sample estimates:
cor
0.9761459
03.12.2018
http://www.manager-magazin.de/unternehmen/energie/oelpreis-k…

=>
...Premierministerin Rachel Notley hat den Produzenten, die in der Provinz in riesigen Tagebauen mit hohem Energieaufwand Schweröl aus teerhaltigen Sanden quetschen, am Sonntag ein Limit gesetzt: Ab 1. Januar muss die Ölproduktion um 325.000 Fass pro Tag sinken.

Notleys Regierung von der linksgerichteten Neuen Demokratischen Partei, die sich dem Klimaschutz und einer Strategie weg vom in Alberta besonders klimaschädlich geförderten Öl verschrieben hat, wurde von der Öllobby lange angefeindet. Doch diesmal sind sich alle einig, der Plan wurde sogar zuerst von der konservativen Opposition vorgeschlagen - ihre gemeinsame Sorge gilt dem zu niedrigen Ölpreis.

"Im Prinzip verschenken wir unser Öl", erklärte Rachel Notley ihren Plan. Denn seit Jahren produziere Alberta zu viel von dem Brennstoff, der mangels Pipelines kaum abtransportiert werden könne. Die Folge sind volle Lager, mit derzeit 35 Millionen Fass - und ein kräftiger Preisabschlag. Während der Rest der Welt sein Öl für gut 50 Dollar pro Fass verkaufe, bekomme Alberta nur 10 Dollar.

Um das Dumping zu beenden und das Öl direkt zu den Kunden zu bringen, kauft die Provinz für hunderte Millionen Dollar 80 Lokomotiven und 7000 Tankwaggons - doch die staatliche Ölbahn wird erst Ende 2019 fahren können. Die Produktionskürzung soll nur helfen, den Überschuss bis dahin zu begrenzen...
entweder Öl erholt sich wieder, oder der SP500 folgt dem Öl auf dem Weg nach unten ;)

Bild: 1213_20181129123416_SP500vsWTI



Bild: 1213_20181129123429_SP500vsWTI3Y
strukturell wird Rohöl nach der API gravity typisiert, und damit ist grundsätzlich ein Preisgefüge zwischen den Sorten festgelegt:


Bild: 1213_20181117024851_oiltypes
--> sehr beeindruckender Rückgang in 2018 -- sicherlich auch, aber nicht nur, den letzten Negativentscheidungen bei Keystone XL zu verdanken:

Bild: 1213_20181117023605_WesternCanada

--> eigentlich muss es richtig heißen:

Western Canadian Select --> WCS: https://en.wikipedia.org/wiki/Western_Canadian_Select

--> hier ist ein Differential chart zum (üblichen) WTI zu finden:

https://economicdashboard.alberta.ca/OilPrice


=>

Bild: 1213_20181117024437_wcs

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