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Super IPO-Herbst Deutschland vor bestem IPO-Jahr seit der Jahrtausendwende

25.09.2018, 12:46  |  8750   |   |   

Dieses Jahr soll laut der Unternehmensberatung EY (Ernst & Young) das "voraussichtlich stärkste IPO-Jahr seit dem Jahr 2000" werden. Nach dem dritten Quartal liegen die IPO-Aktivitäten in Deutschland bereits über dem Vorjahresniveau.

"Etliche Unternehmen – sowohl klassische Industriekonzerne als auch Technologieunternehmen – stehen derzeit in den Startlöchern. Gut möglich, dass in den kommenden Monaten noch einige namhafte Börsenneulinge dazu kommen", sagte Martin Steinbach, Leiter des Bereichs IPO and Listing Services bei EY.

Es sieht so aus, als sei Deutschland in Europa zurzeit die IPO-Lokomotive. Laut den Ergebnissen des "IPO-Barometers" von EY hat sich die Zahl der Neuemissionen im Vergleich zum Vorjahr bislang von acht auf 15 fast verdoppelt. Beim Emissionsvolumen gab es sogar eine Verdreifachung von 2,3 auf 9,0 Milliarden US-Dollar.

Noch nicht mitgezählt ist der Börsengang des Elektroroller-Herstellers Govecs, für den am zweiten Oktober die Börsenglocke läutet. Hinzu kommt der IPO des Bremsenherstellers Knorr-Bremse. Hier ist ein Emissionserlös von bis zu vier Milliarden Euro im Gespräch. Mit weiteren Ankündigungen sei zu rechnen, ergänzt EY-Analyst Steinbach.

Im gesamten laufenden Jahr seien laut Steinbach in diesem Jahr mehr als 18 Börsengänge realistisch, so Steinbach. Das liege an der guten Konjunkturentwicklung, den niedrigen Zinsen in Europa und dem hohen Bewertungsniveau an den Börsen.

"Es spricht daher dafür, dass wir einen Jahresendspurt auf dem deutschen IPO Markt sehen werden. Das IPO-Fenster ist derzeit geöffnet. 2018 ist ein bemerkenswert starkes IPO-Jahr – auch angesichts der geopolitischen Risiken und des bevorstehenden Brexits. Allerdings könnte etwa eine erneute Zuspitzung der internationalen Handelskonflikte jederzeit wieder für Unruhe an den Märkten sorgen", fasst Steinbach zusammen.

Im dritten Quartal gab es mit creditshelf AG nur einen Börsengang, wenn man das deutsche Kochboxen-Startup Marley Spoon, das an eine australische Börse ging, nicht mitzählt.

Quelle:

EY

 

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