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Moventum S.C.A. Marktkommentar 26.09.2018 Kurserholung trotz eskalierenden Handelsstreits

Gastautor: Michael Jensen
26.09.2018, 15:18  |  737   |   |   

Im Reich der Mitte droht beim Außenhandel echtes Ungemach. Donald Trump hat seinen Worten Taten folgen lassen und weitere US-Importe aus China im Wert von 200 Mrd. US-Dollar zunächst mit zehn Prozent besteuert. Rund die Hälfte aller chinesischen Ausfuhren in die USA ist somit inzwischen deutlich belastet. An der Datenfront wurden die Ergebnisse der Vorabschätzung für die Inflationsdaten innerhalb der Eurozone im August bestätigt. Die Teuerungsrate verlangsamte sich von 2,1 auf 2,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Kerninflationsrate verlor ebenfalls 0,1 Prozentpunkte und befindet sich somit bei 1,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Somit ist der Inflationsdruck in der Eurozone moderat. Der PMI für das verarbeitende Gewerbe gab in der Eurozone im September von 54,6 auf 53,3 Punkte nach (Konsens 54,5 Punkte). Die Stimmung im Dienstleistungssektor erhöhte sich hingegen leicht um 0,3 Punkte auf 54,7 Punkte (Konsens 54,5 Punkte). Damit signalisieren die Erhebungen ein anhaltendes BIP-Wachstum in der Eurozone. Die Bank of Japan setzt den Weg der expansiven Geldpolitik fort. In der vergangenen Sitzung blieben die Leitzinsen unverändert. Darüber hinaus wurde der Ausblick bestätigt, wonach die kurz- und langfristigen Zinsen noch für eine längere Zeit auf extrem niedrigen Niveau verharren sollen. Die norwegische Notenbank (Norges Bank) erhöhte hingegen den Leitzins erwartungsgemäß um 25 Basispunkte auf 0,75 Prozent.

Der Preis für ein Barrel Öl der Sorte Brent stieg gegenüber der Vorwoche leicht an und notierte auf einem Niveau von 78,74 US-Dollar je Barrel. Der US-Dollar büßte gegenüber dem Euro 0,80 Prozent ein. Der japanische Yen verzeichnete ein Minus von 1,19 Prozent im Vergleich zur Vorwoche.

In diesem Marktumfeld entwickelten sich die globalen Aktienmärkte allesamt positiv. Den größten Gewinn verzeichnete hierbei der japanische Aktienmarkt, gefolgt von europäischen und amerikanischen Titeln. Die Industrienationen schnitten im Vergleich zu den Schwellenländern mit Ausnahme der USA besser ab. Innerhalb Europas entwickelte sich die Eurozone besser. Auf Sektorebene ergab sich folgendes Bild: In Europa entwickelten sich die Sektoren Rohstoffe, Finanzen und Energie am besten. Eine Underperformance zeigten dagegen die Segmente IT, Basiskonsum und Gesundheit. In den USA gehörten Titel aus den Sektoren Rohstoffe, Finanzen und Energie zu den Gewinnern, während Aktien aus den Bereichen Telekom, IT und Versorger hinterherhinkten. Kleinkapitalisierte Werte (Small Caps) schnitten in den USA, als auch in Europa schlechter ab als Large Caps. Hinsichtlich der Investmentstile „Value“ und „Growth“ schnitten in den USA und Europa „Value“-Titel besser ab.

Im Rentenbereich entwickelten sich die Papiere durchweg positiv. Hart- und Lokalwährungsanleihen aus den Schwellenländern schnitten mit einem Plus von 43 Basispunkten am besten ab. Hochzinsanleihen, Euro-Staatsanleihen, Unternehmensanleihen mit Investment-Grade-Rating sowie Anleihen mit kurzer Duration folgten ebenfalls mit einer positiven Wertentwicklung.

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