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3 versteckte Risiken, die die Gewinne von Marihuana-Aktien bremsen könnten

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
28.09.2018, 09:00  |  2823   |   |   

Seit 2016 sind die Marihuana-Aktien praktisch unaufhaltsam. Obwohl Pot-Aktien nicht die Gewinne geliefert haben, die Kryptowährungsinvestoren im vierten Quartal des vergangenen Jahres erzielt haben, waren sie immer noch im dreistelligen oder vierstelligen Prozentbereich. Beliebte Investitionen wie Canopy Growth (WKN:A140QA), Aurora Cannabis (WKN:A12GS7) und Aphria (WKN:A12HM0) sind seit Anfang 2016 um etwa 3.400 %, 1.400 % bzw. 1.700 % gestiegen.

Da Kanada damit beginnen wird, in weniger als vier Wochen legal Freizeitmarihuana zu verkaufen, erwarten die Investoren, dass diese Pot-Aktien weiterhin steigen. Schließlich deuten verschiedene Schätzungen darauf hin, dass die Legalisierung von Cannabis für Erwachsene 5 Mrd. US-Dollar pro Jahr an Umsatz für die kanadische Cannabis-Industrie bringen könnte.

Ist es an der Zeit, sich von diesen Marihuana-Gewinnen zu verabschieden?

Es kann jedoch nicht garantiert werden, dass Marihuana-Aktien auf ihren Gewinnen aufbauen können, geschweige denn ihre hohen Bewertungen beibehalten werden. Daher sprechen wir im Folgenden über drei versteckte Risiken, die den Marihuana-Aktien zum Verhängnis werden könnten.

1. Ein widerstandsfähiger Schwarzmarkt

Ja, Kanada wird das erste Industrieland der Welt, das Freizeit-Cannabis legalisiert, und ja, 30 US-Bundesstaaten haben medizinisches Marihuana legalisiert. Trotz all dem bleibt jedoch der illegale Schwarzmarkt für Cannabis intakt.

Man sollte sich im Klaren darüber sein, dass der Schwarzmarkt für Marihuana nicht an die gleichen Regeln gebunden ist wie die legalen Kanäle. Ein legal tätiges Unternehmen muss eine Anbau- oder Verkaufsgenehmigung erwerben (und den mühsamen Prozess durchlaufen, um eine Verkaufsgenehmigung zu erhalten), sowie Miete, Stromkosten und Löhne der Mitarbeiter zahlen und die Verbrauchssteuern sowie die Körperschaftssteuer auf alle Gewinne abführen. In einigen Märkten, wie z. B. Kalifornien, können alle diese Steuern bis zu etwa 45 % betragen, was es für legal angebautes Cannabis unmöglich macht, mit illegalem Pot zu konkurrieren.

Natürlich geht Kanada bei der Besteuerung etwas anders vor. Das Land führt nur eine 10-prozentige Verbrauchssteuer ein, um mit dem Schwarzmarkt-Cannabis zu konkurrieren. Wenn es zu einem Überangebot kommt und die Preise für getrocknetes Cannabis fallen, wird der illegale Markt vielleicht für immer eliminiert (oder vielleicht in legale Kanäle geleitet). Aber sogar bei 10 % plus Körperschaftssteuer hat der illegale Markt einen Preisvorteil – und Preis ist normalerweise das, was für den Verbraucher am wichtigsten ist.

Dieses ist eine Sorge für alle Marihuana-Anbaubetriebe, aber besonders Unternehmen wie Canopy Growth. Letztendlich erwartet Canopy eine lizenzierte Kapazität von 5,6 Mio. Quadratfuß, die voraussichtlich rund 500.000 Kilogramm Cannabis pro Jahr liefern wird. Wenn jedoch die Verbrauchernachfrage aufgrund der anhaltenden Präsenz des Schwarzmarktes nicht die hohen Erwartungen erfüllt, könnten Unternehmen wie Canopy Growth Schwierigkeiten haben, ihr Pot zu verkaufen, was den Preis für getrocknetes Cannabis senkt und die Margen belastet.

2. Lang anhaltende Verwässerung

Obwohl es etwas ist, von was bullische Investoren im Cannabis-Bereich nicht gerne hören, ist die Verwässerung wirklich ein Thema, das sie interessieren sollte.

Vor der Verabschiedung des Cannabis Act am 19. Juni war der Zugang zu nicht-verwässernden Finanzierungsformen für Marihuana-Unternehmen praktisch nicht gegeben. Obwohl die kanadische Bundesregierung (und sogar die USA) einen pragmatischen Ansatz für pot-basierte Unternehmen beibehalten hatten, wollten die Banken immer noch keine finanziellen und/oder strafrechtlichen Sanktionen riskieren und damit keine grundlegenden Bankdienstleistungen für die Branche erbringen. Für kanadische Cannabis-Unternehmen bedeutete dies nur eine Möglichkeit, Kapital zu beschaffen: Bought-Deal-Angebote.

Ein solches Kaufangebot ist ein Geschäft, in dem Stammaktien, Wandelschuldverschreibungen, Aktienoptionen und/oder Optionsscheine an einen Investor oder eine Gruppe von Investoren verkauft werden, um Geld zu beschaffen. Das war fast das einzige Mittel, um in den letzten Jahren Kapital für Pot-Aktien zu beschaffen. Obwohl diese Methode effektiv ist, hat sie ihre Schattenseiten.

Das größte Problem ist, dass sie die Zahl der ausstehenden Aktien von börsennotierten Unternehmen erhöhen. Da es immer mehr Aktien im Umlauf gibt, wird es so viel schwieriger für Marihuana-Aktien, einen sinnvollen Gewinn pro Aktie zu erzielen. Während Aktienrückkäufe den Gewinn pro Aktie erhöhen, wirkt ein Kaufangebot genau gegensätzlich.

Schlimmer noch, die Auswirkungen der Verwässerung sind nicht immer unmittelbar. Auch wenn diese in den Angaben bei der Börsenaufsicht erwähnt werden, können sich die Auswirkungen von Wandelschuldverschreibungen, Aktienoptionen und Optionsscheinen über Jahre hinweg verstärken. Das ist genau das, was mit Aurora Cannabis passieren wird.

Aufgrund der Übernahmen musste das Unternehmen mehrfach Kapital beschaffen. Daher ist die Zahl der Aktien von 16 Millionen am Ende des Geschäftsjahres 2014 auf voraussichtlich eine Milliarde Aktien gestiegen. Da noch Optionen, Optionsscheine und Wandelschuldverschreibungen zu bilanzieren und auszuüben sind, wird die Verwässerung noch viele Jahre anhalten.

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