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ThyssenKrupp Aus eins mach zwei

28.09.2018, 10:30  |  654   |   |   

Gestern war es die Nachricht des Tages am Aktienmarkt, dass ThyssenKrupp sich dem Druck seiner aktivistischen Investoren beuge und nun die Aufspaltung des Konzerns in zwei eigenständige börsennotierte Unternehmen vorantreibe. An der Börse wurde dieser Schritt positiv gesehen. Die Aktie stieg um 9,9 Prozent. Zeitweise notierte die Aktie sogar mit 17 Prozent im Plus, doch einige Anleger zogen das schnelle Geld vor und nahmen ihre Gewinne mit. Dabei könnte es sich bei diesen Plänen um einen Antrieb für die Aktie handeln.

Mehr am Sonntag

Spekulationen über diesen Schritt hatten sich am Markt schon länger gehalten. Die Pläne werde der Vorstand nun in einer Sitzung am Sonntag dem Aufsichtsrat vorstellen, hieß es in der Mitteilung des Konzerns. Und so könnte das aussehen: Die Industriegüter mit der Aufzug- und der Automobilzuliefersparte sowie dem Kernanlagenbau sollen demnach künftig unter dem Dach von ThyssenKrupp Industrials stehen und die weiteren Sparten mit dem Stahlgeschäft und der Edelstahlproduktion als Thyssenkrupp Materials firmieren.

Spannende Sache

Da es sich bei der Restrukturierung um eine spannende Sache handelt, reagierte die Börse nahezu euphorisch auf die offizielle Nachricht. Angetrieben worden war diese Spekulation in den letzten Monaten durch den Einfluss aktivistischer Investoren und von den Personalwechseln in Vorstand und Aufsichtsrat kurz nacheinander. Das Wasser auf die Mühlen der Anleger traf zudem auf trockenen Boden: Vor kurzem hatte die ThyssenKrupp-Aktie bei 18,75 Euro ihren tiefsten Stand seit Mitte 2016 erreichen. Jetzt blüht die Phantasie wieder.

Neuer Kurstreiber

Das sehen auch die Analysten so. Das Analysehaus Jefferies bestätigte seine schon zuvor gehaltene Bewertung für die Aktie mit Kaufen und einem Kursziel von 33 Euro. Der dort zuständige Analyst bezeichnete die Meldungen in einer am Donnerstag vorgelegten Studie als den lange ersehnten Kurstreiber für den Industriekonzern, der dafür sorgen könnte, dass die Aktie eine bedeutende Bewertungslücke zu den Aktien aus dem Kapitalgütersektor schließe. Mit einem Minus von neun Prozent liegt die Aktie aktuell nur im DAX-Mittelfeld.

Phantasie belebt

Das könnte sich ändern. Das aktuelle Jahreshoch von Ende Januar befindet sich bei 26,52 Euro. Noch etwas höher liegt das Vorjahreshoch bei 27,07 Euro. Noch befindet sich die Aktie in einer fallenden Tendenz, doch mit einem Anstieg über 23 Euro wäre der Ausbruch nach oben gelungen. Dann wäre der Weg zum oben genannten Bereich nur noch ein kurzer. Darüber könnten die Notierungen mit der Restrukturierungsphantasie an Dynamik aufnehmen. Höhere Kurse erreichte die Aktie zuletzt im Jahr 2011, als sie bis auf 36 Euro stieg.

ThyssenKrupp (Tageschart in Euro)

Tendenz:

ThyssenKrupp (Wochenchart in Euro)

Wichtige Chartmarken

Widerstände: 23,50 // 24,10 // 26,52 // 27,07
Unterstützungen: 21,37 // 21,05 // 20,67 // 19,88

Mit einem Call-Optionsschein (WKN MF7FKM) können risikofreudige Anleger, die von einer steigenden ThyssenKrupp-Aktie ausgehen, jetzt überproportional profitieren. Der klassische Optionsschein mit einem Basispreis bei 23 Euro und Fälligkeit am 18.12.2019 könnte eine Rendite von 185 Prozent erzielen, wenn die Aktie bis zum Laufzeitende auf 30 Euro steigt. Sollte sie höher steigen oder das Ziel vorzeitig erreichen, könnte sie eine höhere Rendite erzielen.

Zu beachten ist: Falls die Aktie am Bewertungstag unter 23 Euro notiert, verfällt der Optionsschein wertlos. Ansonsten wird die Differenz zwischen Kurs und Basispreis zum Bezugsverhältnis von 1,0 ausbezahlt. Um aktuell einen Gewinn zu erzielen, müsste die Aktie am Bewertungstag bei 25,48 Euro (Break-Even-Punkt) schließen. Ein Ausstieg aus der spekulativen Idee könnte erwogen werden, sollte die Meldung keine Dynamik erzeugen und die Aktie unter 21 Euro fallen.

Strategie für steigende Kurse
WKN: MF7FKM Typ: Call-Optionsschein
akt. Kurs: 2,45 – 2,48 Euro Emittent: Morgan Stanley
Basispreis: 23,00 Euro Basiswert: ThyssenKrupp
akt. Kurs Basiswert: 22,03 Euro
Laufzeit: 18.12.2019 Kursziel: 7,00 Euro
Omega: 4,35 Kurschance: + 185 Prozent
Quelle: Morgan Stanley

Optionsschein-Report: Visa

Unsere vor sechs Wochen vorgestellte Optionsschein-Idee, mit der WKN CY49RK auf eine steigende Visa-Aktie zu setzen, erhöhte ihren Gewinn. Der klassische Call-Optionsschein mit einem Basispreis von 130 US-Dollar und einer Fälligkeit am 20.12.2018 notiert zur Stunde zum Geldkurs von 1,85 Euro und liegt mit 43 Prozent im Plus. Die Aktie brach aus dem Aufwärtstrend nach oben aus. Wer seinen Gewinn nicht mitnehmen, sondern in der Erwartung einer steigenden Visa-Aktie in der spekulativen Position investiert bleiben möchte, der beachtet, dass der Optionsschein wertlos verfällt, wenn die Aktie am Bewertungstag unter dem Basispreis von 130 US-Dollar notiert. Sonst wird die Differenz zwischen Kurs und Basispreis zum Verhältnis von 0,1 ausbezahlt.

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