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Deutsche Anleihen profitieren von Italien-Turbulenzen
Foto: Frank Rumpenhorst - dpa

Deutsche Anleihen profitieren von Italien-Turbulenzen

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
28.09.2018, 13:01  |  462   |   |   

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Staatsanleihen haben am Freitag kräftig zugelegt. Die bei Anlegern als vergleichsweise sicher eingeschätzten Bundesanleihen profitierten von Turbulenzen an den italienischen Finanzmärkten. Neue Schuldenpläne der Regierung in Rom sorgten für eine nervöse Stimmung. Gegen Mittag stieg der richtungweisende Euro-Bund-Future um 0,43 Prozent auf 159,15 Punkte. Im Gegenzug fiel die Rendite für 10-jährige Bundesanleihen deutlich auf 0,45 Prozent.

Bereits am Vorabend waren die Kurse am deutschen Rentenmarkt wegen der Querelen um den Staatshaushalt in Italien gestiegen. Die Regierung in Rom hatte die Finanzplanung für 2019 festgezurrt, die ein Haushaltsdefizit von 2,4 Prozent vorsieht. Die populistischen Regierungsparteien Lega und Fünf Sterne einigten sich damit auf eine höhere Neuverschuldung als zunächst vom parteilosen Finanzminister Giovanni Tria vorgesehen. Dieser wollte die Neuverschuldung auf 1,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts begrenzen.

Während die politische Entwicklung in Italien den deutschen Anleihen Auftrieb verlieh, ging es mit den Kursen italienischer Staatspapieren im Mittagshandel rasant nach unten. Im Gegenzug stieg die Rendite für Italien-Anleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren um 0,32 Prozentpunkte auf 3,20 Prozent. In der kurzen Laufzeit von zwei Jahren ging es sogar 0,35 Prozentpunkte nach oben.

Am Markt für europäische Staatsanleihen bleiben die Kursverluste größtenteils auf die Papiere aus Italien beschränkt. Bei den übrigen Ländern aus der südlichen Peripherie der Eurozone gab es nur noch starke Verluste bei den Anleihen aus Griechenland. Die Renditen der zehnjährigen Papiere aus Spanien und Portugal stiegen dagegen nur leicht um jeweils einen Prozentpunkt.

Vor dem Hintergrund der Italien-Turbulenzen traten Konjunkturdaten in den Hintergrund. Im September war die Inflation in der Eurozone wie von Analysten erwartet auf 2,1 Prozent gestiegen./jkr/tos/fba

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