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Peter Boockvar Zinserhöhung der FED könnte USA in die Rezession führen

01.10.2018, 08:23  |  10769   |   |   

Die Federal Reserve erhöhte vergangene Woche erneut den Leitzins und könnte so die US-Wirtschaft in die nächste Rezession führen, sagte Peter Boockvar, Chief Investment Officer der Bleakley Advisory Group.

Vergangene Woche hob die Fed ihren Leitzins und ihre Erwartungen an das Wirtschaftswachstum für dieses und nächstes Jahr an. Allerdings wurden die steigenden Kreditkosten von einigen Beobachtern kritisiert, darunter Präsident Donald Trump, der vor wenigen Tagen sagte, er sei "nicht glücklich" über den Schritt der Zentralbank.

Peter Boockvar erinnerte in einem Interview am vergangenen Donnerstag daran, dass 10 der letzten 13 Zinserhöhungszyklen in einer Rezession endeten. "Wir kommen jetzt tiefer in den Zinserhöhungszyklus, und während wir uns alle darauf konzentrieren, wo der Leitzins sein wird, schrumpft die Fed hinter den Kulissen weiter ihre Bilanz", so Bookvar.

Die Fed hat vor fast einem Jahrzehnt begonnen eine Bilanz i. H. v.  4,5 Billionen US-Dollar in Form von Anleihen und anderen Wertpapieren aufzubauen. Der duale Ansatz der Zinserhöhung bei gleichzeitiger Reduzierung der Vermögensbestände strafft die monetären Bedingungen schneller als eine Änderung der Leitzinsen allein. Von heute an wird die Fed ihre Kürzungen auf 50 Milliarden US-Dollar pro Monat erhöhen.

Der Präsident der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, sagte Anfang des Jahres, dass sein quantitatives Lockerungsprogramm (QE) zum Ankauf von Anleihen im Dezember 2018 enden würde. Er hat sich jedoch verpflichtet, die Zinsen bis mindestens Mitte 2019 niedrig zu halten. Die Bank of Japan hat unterdessen den Kauf langfristiger Anleihen verlangsamt, will aber auch die Zinsen niedrig halten.

"Was mir Sorgen bereitet, ist, dass es nicht nur die Fed ist", fügte Boockvar hinzu. Und weiter: "Die EZB beendet die QE zum Jahresende". Im nächsten Jahren wird die Situation sehr viel anders Aussehen, so Bookvar. Die Fiskalpolitik des Weißen Hauses von Trump wird nicht den gleichen Effekt haben, wenn es darum geht, die Geldpolitik der Fed in Zukunft zu kompensieren, warnte Boockvar ebenfalls.

Quelle:

CNBC

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