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Merrill Lynch US-Bank verabschiedet sich von Penny-Stocks

01.10.2018, 11:57  |  1886   |   |   

Seit Sonntag werden Aktien von Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von weniger als 300 Millionen US-Dollar die zu einem Preis von unter 5 US-Dollar pro Aktie gehandelt werden, einer besonderen Überprüfung unterzogen, so Merrill Lynch.  

Merrill Lynch ist ein Tochterunternehmen der Bank of America und hat kürzlich seinen Kunden mitgeteilt, dass es seine Politik in Bezug auf Penny-Stocks ändern wird. Die Bank hat Maßnahmen ergriffen, "um sicherzustellen, dass wir die Vorschriften der Securities and Exchange Commission einhalten und die Interessen unserer Kunden schützen", sagte Jerry Dubrowski, ein Sprecher der Bank. Und weiter: "Infolgedessen können bestimmte Transaktionen Beschränkungen, Handelsverboten oder anderen Beschränkungen unterliegen".

Der Schritt ist das jüngste Beispiel dafür, dass sich die Bank of America von potenziell riskanten Aktivitäten zurückzieht. Im Februar 2018 hielt die Bank Kunden noch davon abgehalten, Kredite zum Kauf von Bitcoin und anderen Kryptowährungen aufzunehmen. Neben dem Verbraucherschutz dürfte ein weiterer Grund für die Verbote sein, dass CEO Brian Moynihan einen Großteil seiner Amtszeit damit verbracht hat, Milliarden von US-Dollar für die Sicherung von Vergleichen mit Regulierungsbehörden auszugeben.

Bereits Ende Juli 2018 gab es bei Merrill Lynch ein Verbot für den Handel mit riskanten Wertpapieren. Ungefähr sechs Wochen später gab die Bank abrupt bekannt, dass sie den Verkauf von Penny-Stocks einschränke. Die Konkurrenten Morgan Stanley und UBS erlauben den Handel mit Penny-Stocks in einigen Fällen noch. Bei Merrill Lynch geht man jedoch davon aus, dass Penny-Stocks leicht für betrügerische Zwecke manipuliert werden.

Oftmals werden Penny-Aktien außerhalb der großen Börsen gehandelt und unterliegen nur wenigen Offenlegungspflichten. Aus diesem Grund sind sie seit Jahrzehnten ein Instrument für betrügerische Systeme. Der bekannteste Fall ist Jordan Belfort, der sogenannte Wolf of Wall Street. Er hatte sich durch die Pump-and-Dump-Methode extrem bereichert, bevor er schlussendlich erwischt und verklagt wurde. 

Die Abteilung für Wirtschafts- und Risikoanalyse des SEC veröffentlichte 2016 ein Whitepaper, dass die Risiken von Investitionen in außerbörsliche Märkte aufzeigte. Die Mehrheit der Investoren verliert Geld mit den Trades und die Verluste verschlechterten sich bei Aktien, die Gegenstand von Werbekampagnen waren und solche, die geringere Offenlegungspflichten hatten, schrieb die SEC.

Quelle:

CNBC

 

 

 

 


 

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