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Krisenvorzeichen Höchststand: Unrentable Unternehmen die einen IPO machen

02.10.2018, 11:52  |  2171   |   |   

wallstreet:online zitierte am 25.09.2018 eine Studie der Unternehmensberatung Ernst & Young, wonach 2018 das stärkste IPO-Jahr seit dem Jahr 2000 sei. Einen weiteren interessanten Ansatz zum IPO-Markt kommt von Professor Jay Ritter von der University of Florida. 

Etwa 83 Prozent der in den USA gelisteten Börsengänge in den ersten drei Quartalen 2018 betreffen Unternehmen, die in den 12 Monaten vor ihrem IPO Geld verloren haben. Dies ist ein neuer Rekord, so Ritter. Die bisher höchste Quote von Unternehmen mit einem negativen EPS beim Börsengang lag im Jahr 2000 bei 81 Prozent - auf dem Höhepunkt der Dotcom-Blase (siehe Grafik).

Trotzdem sind die Investoren auf IPOs scharf, denn die Entscheidung, diese Aktien zu kaufen, hat sich vor allem für kurzfristige Investoren ausgezahlt. So zeigen die Studien von Ritter, dass am ersten Handelstag die unprofitablen Unternehmen mit einem Zuwachs von durchschnittlich 13,8 Prozent gegenüber 14,2 Prozent nahezu auf dem Niveau der profitablen Unternehmen lagen. 

"Die durchschnittliche Rendite am ersten Tag war ungefähr gleich, aber in den nächsten drei Jahren haben die Aktien profitablen Unternehmens die der unrentablen Unternehmen um etwa sechs Prozent pro Jahr geschlagen", sagte Ritter.

Als Beispiel lässt sich SurveyMonkey (Aktie: SVMK) nennen. Das Unternehmen hat noch nie ein profitables Jahr gehabt und trotzdem stieg nach dem Börsengang letzte Woche die Aktie um 42 Prozent. Die Aktien des geldvernichtenden Biotech-Unternehmens Solid Biosciences verdreifachten sich nach dem Börsengang, obwohl bekannt wurde, dass eine ihrer klinischen Studien sogar ausgesetzt wurde.

Quelle:

CNBC

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