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Wie man sich auf einen Bärenmarkt vorbereitet

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
04.10.2018, 10:00  |  3333   |   |   

Ein Jahrzehnt nach der Finanzkrise erreichen die Aktien immer wieder neue Höchststände. Einige Investoren finden immer Gründe, nicht zu investieren, dieses Jahr nannten aber viele Experten Gründe, warum das Ende dieser Aktien-Hausse nah sein könnte.

Obwohl es für die Investoren besser ist, solche Störsignale zu ignorieren (was Warren Buffett auch heute noch predigt), besteht ein wichtiger Teil des Investierens darin, auf mehrere Szenarien vorbereitet zu sein. Daher besprechen wir im Folgenden, wie du dich auf einen Abschwung vorbereiten können, ohne alles gleich zu verkaufen.

Diversifiziere deine Gewinne

Nicht auf mehrere Szenarien vorbereitet zu sein, ist eines der größten Risiken von heute. Das liegt daran, dass viele Anlegerportfolios in nur wenigen Aktien überkonzentriert sind. Der Tech-Sektor ist in den letzten 10 Jahren einer der besten Sektoren gewesen, und nach einem Jahrzehnt mit unglaublichen Erträgen machen nur wenige dieser Unternehmen einen sehr großen Teil des S&P 500 aus.

Unternehmen

 

Marktkapitalisierung Rendite seit dem 1. März 2009 % der Zusammensetzung des S&P 500
Apple (WKN:865985) 1,07 Billionen USD 1.660 % 4,3 %
Microsoft (WKN:850747) 881 Milliarden USD 609 % 3,5 %
Amazon (WKN:906866) 944 Milliarden USD 3.000 % 3,1 %
Facebook (WKN:A1JWVX) 478 Milliarden USD 330 % 1,6 %
Alphabet (WKN:A14Y6F)(WKN:A14Y6H) 822 Milliarden USD 614 % 2,8 %

Facebook-Rendite berechnet aus dem Börsengang am 18. Mai 2012. Alle Renditen berechnet am 28. September 2018. Datenquellen: YCharts und State Street Global Advisors.

Das ist das Ergebnis einer enormen Outperformance gegenüber dem S&P 500-Index, der seit dem 1. März 2009 „nur“ 297 % erreicht hat. Es gibt viele Aktien, die in den letzten zehn Jahren eine ähnliche Performance erzielt haben, und viele Investoren haben jetzt Portfolios, bei denen wenige Aktien den Großteil des Wertes ausmachen – im Wesentlichen wetten sie auf nur wenige Szenarien, anstatt zu diversifizieren. Wenn Big-Tech eine Verlangsamung hat, wie es die Investoren von Facebook Anfang des Jahres erlebt haben, werden viele Investoren feststellen, dass sie nicht diversifiziert genug sind, um sich selbst zu schützen.

Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, um diese Positionen zu überprüfen und sicherzustellen, dass sich dein Portfolio nicht zu sehr auf die Performance einiger weniger Aktien verlässt. Überlege dir, einige dieser Gewinne vom Tisch zu nehmen, um zu diversifizieren.

Kaufe das, was gerade im Angebot ist

Wenn du nach neuen Aktien suchst, die eine Baisse überstehen könnten, beginne mit Unternehmen, die eine unterdurchschnittliche Leistung erbracht haben, obwohl sie immer noch solide Geschäfte haben. Die Neuzuteilung an vergessene oder heruntergekommene Unternehmen anstelle von zyklischen oder dynamischen (wie die oben genannten Technologieaktien, Restaurants und andere nicht essenzielle Konsumgüter und Dienstleistungen) ist eine großartige Möglichkeit, defensiv zu investieren, ohne vollständig aus dem Markt zu gehen.

Denn in einer rezessionsbedingten Baisse neigen die Verbraucher dazu, ihre Ausgaben zu kürzen und sich stattdessen auf Werte und die wesentlichen Bedürfnisse zu konzentrieren. Infolgedessen können die Überflieger von gestern zu den größten Verlierern werden, und Unternehmen, die keine essenziell wichtigen Waren anbieten, können Kunden verlieren, wenn die Leute ihre Ausgaben kürzen.

Aktien mit hohen Dividenden, die über einen hohen freien Cashflow verfügen, sind eine gute Ecke des Marktes, die es zu erkunden gilt. Hier ist eine Liste von Unternehmen, die in den letzten Jahren hinter dem Gesamtmarkt zurückgeblieben sind und nun ein niedriges Kurs-Cashflow-Verhältnis und hohe Dividendenrenditen aufweisen.

Unternehmen Kurs-Cashflow-Verhältnis in den letzten 12 Monaten 1-Jahres-Aktienrendite Dividendenrendite
Brookfield Renewable Energy Partners (WKN:A1JQFZ) 9,8* (10 %) 6,3 %
Century Link (WKN:866405) 8,0 7,6 % 10,3 %
The Kraft Heinz Company (WKN:A14TU4) N/A (29,7 %) 4,4 %
Sanofi (WKN:920657) 15,1 (10,4 %) 4,3 %
Tanger Outlets (WKN:886676) 11,0* (7,9) 6,2 %
Vodafone (WKN:A1XA83) 9,4 (23,4 %) 7,9 %

*Berechnet nach Kurs/Funds from Operations. Datenquellen: YCharts und Yahoo! Finance.

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