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Rohstoffe: Die wichtigsten News der Woche auf einen Blick!

Nachrichtenquelle: Rohstoffbrief.com
05.10.2018, 10:27  |  1086   |   |   

Rohstoffbrief.com fasst jeden Freitag die wichtigsten Kurznews der Woche aus der Welt des Minings und der Rohstoffe kompakt zusammen. Zu den Themen diese Woche gehören u.a. Uranium Energy, Nickel, Alacer Gold, Zink, Sambia, CATL, Tesla und Rio Tinto.

 

Sie können unseren Wochen-Rückblick auch hier auf einer Seite lesen!

 

Kupferfirmen: Mächtig Ärger in Sambia

Nachdem Sambia eine Steuererhöhung für Rohstofffirmen ins Auge gefasst hat, gibt es Widerstand aus der Industrie. Einige Minen würden durch diese Kosten unwirtschaftlich werden, befürchtet Chamber of Mines-Präsident Nathan Chishimba. Einige Unternehmen sollen bereits Expansionspläne für ihre Minen auf „hold“ gestellt haben. Sambia ist der zweitgrößte Kupferproduzent Afrikas, die Rohstoffindustrie steht für etwa 70 Prozent der Deviseneinnahmen des Landes. Sambia leidet derzeit zudem unter massiv steigenden Staatsschulden. Ein Hilfsprogramm des IMF wurde jüngst auf Eis gelegt. Von den Steuererhöhungen sind u.a. First Quantum, Barrick Gold und Glencore betroffen. Die Royalty-Tax soll von heute 4% bis 6% um 1,5% steigen. Ab einem Kupferpreis von 7.500 Dollar je Tonne ist eine fixe Rate von 10% vorgesehen.

Batteriegiganten verbünden sich wegen Nickel

Ein Konsortium, dass von den chinesischen Batteriekonzerne CATL und GEM angeführt wird, will 700 Mio. Dollar in eine Nickel-Verarbeitungsanlage in Indonesien investieren. Die Fabrik auf der Insel Sulawesi soll jährlich 50.000 Tonnen an batteriefähigem Nickel für Elektroautos produzieren können. Analysten rechnen mit einer zunehmenden Nickel-Nachfrage, da der Markt für Elektroautos stark wächst. Nickel kommt heute größtenteils in der Stahlindustrie zum Einsatz. Die Fabrik wird als Teil von Chinas „Belt & Road“-Initiative (Stichwort: „Neue Seidenstraße“) gesehen.

TD Securities mit neuen Goldpreiszielen

TD Securities erwartet einen Goldpreis von 1.225 Dollar je Unze bis zum Jahresende. Kurzfristig könnte der Druck zwar anhalten, doch spätestens 2019 sollte die Dollarstärke endgültig vorbei sein, so die Analysten der kanadischen Investmentbank. Deshalb erwarten sie, dass der Goldpreis bis zum Ende des kommenden Jahres auf ein Niveau von 1.300 Dollar je Unze steigt. Die Kursziele weiterer Banken und Researchhäuser für den Goldpreis finden Sie hier: Goldpreis: Die Kursziele der Analysten.

Fitch: Kursziel für Zink sinkt

Fitch Solutions hat seine Jahresprognose für den Zinkpreis um 100$ auf 3.000 $ je Tonne reduziert. Die jüngsten Abschläge beim Zinkpreis führt Fitch auf den US-Handelskrieg sowie einen steigenden Dollar zurück. Das Industriemetall sieht Fitch mittelfristig dennoch positiv, der Markt befinde sich weiter im Angebotsdefizit.

Kakao-Kartell in Westafrika gegründet

Die Elfenbeinküste und Ghana gründen ein Kakao-Kartell. Ab diesem Monat wollen sie einen gemeinsamen Farmpreis festlegen. Zusammen kamen beide Länder 2017 auf einen Weltmarktanteil von rund 58 Prozent. Branchenkenner bezweifeln jedoch, ob das Kartell einen Einfluss auf die Kakaopreise haben wird. Dafür gebe es zu viele strukturelle Hürden.

Immer mehr Anzeichen für eine Aktienblase

Seit der Finanzkrise 2008/09 konnte man mit den Aktien in New York deutlich mehr verdienen als mit Investments in Rohstoffwerte. Doch inzwischen mehr sich die Anzeichen dafür, dass die Aktienblase platzen könnte. Es sind nicht nur die hohen Bewertungen und die zerbrechliche Weltkonjunktur, die Probleme machen. Auch am IPO-Markt gibt es eindeutige Anzeichen. So werden dieses Jahr – wenn es auch im Q4 so weitergeht – mehr als 80 Prozent aller Börsenneulinge im operativen Geschäft Verluste machen (siehe Graphik oben). So hoch war der Wert zum Höhepunkt des Techbooms zur Jahrtausendwende, wie Jay Ritter erklärt.

Uranium Energy sammelt 20 Mio. Dollar ein

Uranium Energy hat eine Kapitalerhöhung zum Preis von 1,60 Dollar je Aktie bekannt gegeben. Eigentlich wollte das US-Unternehmen, dass mehrere betriebsbereite Uran-Aufbereitungsanlagen im Portfolio hält, 10 Mio. Dollar bei Investoren einsammeln. Das Interesse aber war so groß, dass man das Volumen kurzerhand auf 20 Mio. Dollar verdoppelt und inzwischen die Aktien auch platziert hat. Mit den frischen Mitteln will man die Exploration und die Erschließung der eigenen Projekte finanzieren. Die Uranpreise waren zuletzt deutlich gestiegen. Ob das schon das Ende der seit dem Fukushima-Desaster (10. März 2011) laufenden Baisse ist, wird man sehen. Fakt ist, dass viele Atomkonzerne ihre alten Verträge verlängern müssen. Gleichzeitig haben große Hersteller wie der kanadische Weltmarktführer Cameco Minen stillgelegt, weil zu aktuellen Preisen keine wirtschaftliche Produktion möglich ist.

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