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Warum Warren Buffett so auf Apple steht

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
07.10.2018, 09:00  |  1002   |   |   

Warren Buffett hatte Tech-Aktien lange gemieden, weil er behauptete, sie nicht zu verstehen. In den letzten Jahren hat Buffetts Berkshire Hathaway (WKN:854075)(WKN:A0YJQ2) jedoch eine Ausnahme gemacht, indem das Unternehmen Aktien von Apple (WKN:865985) in sein Depot aufgenommen hat.

Obwohl Buffett kein iPhone besitzt, sagte er CNBC letztes Jahr, dass er Apple einfach mochte und glaubte, dass es das erste Unternehmen sein würde, das 1 Billion US-Dollar erreichen würde. Seine Prognose war genau richtig, da Apple Anfang August vor Amazon (WKN:906866) die Bewertungsmarke von 1 Billion US-Dollar erreicht hat.

Der Zeitplan

Berkshire investierte erstmals im ersten Quartal 2016 in 9,8 Mio. Aktien von Apple, als sie für preiswerte 100 US-Dollar gegenüber dem heutigen Kurs von 220 US-Dollar gehandelt wurden. Bis Ende 2016 hatte Buffett die Zahl seiner Apple-Aktien auf rund 61,2 Mio. erhöht, die er in der Preisklasse von 106 bis 118 US-Dollar erworben hatte.

Dann, Anfang 2017, zahlte Buffett zwischen 116 und 122 US-Dollar pro Aktie, um seinen Apple-Anteil auf rund 130 Mio. Aktien mehr als zu verdoppeln. Bis Ende 2017 besaß Berkshire mehr als 165 Mio. Aktien des Technologieriesen. Aber Buffett war noch nicht fertig. Im ersten Quartal 2018 hat Buffett satte 75 Mio. Apple-Aktien und schließlich im letzten Quartal zum 30. Juni 12 Mio. weitere Aktien gekauft – sodass es insgesamt rund 250 Mio. Aktien mit einem Wert von 46,6 Mrd. US-Dollar sind.

Warum Buffett Apple liebt

Einige Investoren waren überrascht, als sie sahen, dass Buffett so viel in Apple investierte, nachdem er sich zuvor über Investitionen in Technologieunternehmen skeptisch geäußert hatte. Im Mai sagte Buffett CNBC, dass er gern 100 % von Apple besitzen würde, wenn er könnte. Er sagte, dass sein Unternehmen Apple-Aktien kauft, um sie zu halten. Insbesondere sagte Buffett, dass er Apples Management, Apples Geschäft und die Art und Weise, wie Apple denkt, mag.

Buffett sagte, er habe eine Ausnahme für Apple gemacht, weil Apple im Gegensatz zu anderen Technologieunternehmen Produkte herstellt, die er verstehen kann. Während der diesjährigen Jahrestagung von Berkshire erwähnte Buffett, dass er der Meinung ist, dass Apples Konsumgüter sehr attraktiv sind.

Und er hat recht. Allein im letzten Quartal lieferte Apple 41,3 Mio. iPhones aus. Obwohl diese Zahl im Wesentlichen unverändert gegenüber dem dritten Quartal 2017 blieb, stieg der durchschnittliche Verkaufspreis (ASP) auf 724 US-Dollar gegenüber 606 US-Dollar vor einem Jahr. Und das iPhone ist nicht das einzige Produkt von Apple, das bei seinen Kunden Anklang findet. Apple verzeichnete auch ein Wachstum von über 60 % bei den Wearables, während der Sektor „Andere Produkte“ ein Umsatzwachstum von 37 % gegenüber dem Vorjahr auf 3,74 Mrd. US-Dollar verzeichnete.

Buffett hat jedoch auch behauptet, dass er nicht allzu viel Wert auf die exakten iPhone-Verkaufszahlen jedes Quartals legt. Er denkt, dass es nicht so sehr darum geht, wie viele iPhones Apple verkauft, sondern wie abhängig die Menschen von ihnen sind, sagte er CNBC. Das bedeutet, dass Apple Millionen von Menschen von seinem Produkt abhängig macht und auch in den kommenden Jahren weiterhin Produkte und Dienstleistungen an sie verkaufen kann.

In Anbetracht der Tatsache, dass Buffett seinen Apple-Anteil seit seiner ersten Investition im Jahr 2016 stetig erhöht hat, wäre ich überrascht, wenn er plötzlich aufhören würde. Jetzt, wo Apple gerade eine neue Produktlinie für den Endverbraucher herausgebracht hat, darunter drei neue iPhone-X-Modelle, scheint die Ära des iPhone noch lange nicht vorbei zu sein. Buffett mag nie 100 % von Apple besitzen, wie er es möchte, aber man kann sicher sagen, dass Berkshire in einem Jahr mehr als 5 % von Apple besitzen wird

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John Mackey, CEO von Whole Foods Market, einer Amazon-Tochterunternehmen, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool.

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