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Fresenius gelingt Befreiungsschlag – warum man feiern sollte

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
07.10.2018, 09:13  |  734   |   |   

Den 1. Oktober 2018 werden viele Fresenius (WKN: 578560)-Investoren als schönen Tag in Erinnerung behalten. Denn mit einem Kurssprung von 8,51 % schloss der Bad Homburger DAX-Konzern den Handel. Dieser kräftige Anstieg ging aus dem Urteil des zuständigen Gerichts im US-Bundesstaat Delaware hervor, wonach der deutsche Gesundheitskonzern den US-Generikahersteller Akorn (WKN: 888920) nicht übernehmen muss.

Ich gebe dir einen Überblick über die letzten Ereignisse, die schwierige Phase, in der sich Fresenius befand, und warum du trotz einer vermeintlich schlechten Nachricht Grund zur Freude haben darfst.

Zuerst der Zukauf …

Am 25. April 2017 gab Fresenius-Chef Stephan Sturm bekannt, dass der Bad Homburger Gesundheitskonzern für 4,75 Mrd. US-Dollar den US-Generikahersteller Akorn übernehmen wird. Mit dieser Übernahme wollte das im DAX gelistete Unternehmen seine Generikasparte Kabi stärken. Doch damit nicht genug, übernahm der Konzern auch gleich noch das Biosimilars-Geschäft des Darmstädter Chemie- und Pharmakonzerns Merck (WKN: 659990) für weitere 170 Mio. Euro. Im Erfolgsfall beziehungsweise bei Erreichen von Planzielen würde Merck noch weitere 500 Mio. Euro von Fresenius erhalten.

„Wir stellen die Weichen für ein dauerhaft kräftiges Wachstum. Beide Übernahmen bereiten Kabi auf die nächste Dekade vor“, so der Fresenius-Lenker. Zu dieser Zeit schien alles noch im Reinen zu sein. Die Euphorie war groß, auch wenn die geplanten Übernahmen für viele ein teurer Versuch für weiteres Wachstum waren. Doch wie so oft kam es anders, als man denkt.

… dann der Abbruch …

Nach knapp einem Jahr, besser gesagt am 23. April 2018, kam der Schock: Fresenius bläst die Milliarden-Übernahme von Akorn ab. An der Börse wurde davor schon öfters gemunkelt, dass der Deal womöglich platzen könnte. Der Grund, warum es zu diesem radikalen Schritt überhaupt kam, war folgender: Der US-Generikahersteller habe laut Fresenius gegen mehrere Voraussetzungen für den finalen Geschäftsabschluss verstoßen. Zum einen gebe es Ungereimtheiten in der Akorn-Bilanz und zum anderen sei bei Medikamententests geschummelt worden. Hier ermittelte sogar die FDA (U.S. Food and Drug Administration), quasi die amerikanische Arzneimittelbehörde.

… am Ende dann die Erleichterung!

Das Hin und Her belastete den Aktienkurs von Fresenius immer wieder. Denn Ungewissheit und vor allem gerichtliche Streitigkeiten sehen die Aktionäre nicht gerne. Derartiges Hickhack ist nämlich stets mit hohen Kosten verbunden und der Ausgang stets ungewiss. Doch am 1. Oktober 2018 kam dann die große Erleichterung. Das zuständige Gericht im US-Bundesstaat Delaware gab Fresenius recht.

Der deutsche Konzern muss Akorn unter diesen prekären Umständen nicht übernehmen. Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig und der US-Konzern will in Berufung gehen. „Wir sind enttäuscht von dem Urteil“, so die Amerikaner. Das große Zittern kann fürs Erste eingestellt werden – wenigstens für eine gewisse Zeit. Eine finale Entscheidung sollte noch im laufenden Jahr getroffen werden und endgültig für Ruhe sorgen.

Warum sich Anleger über die Nachricht freuen sollten

Durch diese positive Entwicklung dürfen sich die Anteilseigner von Fresenius wahrscheinlich wieder auf gemächlichere Zeiten einstellen. Zwar könnte es noch einige Zeit dauern, bis sich wirklich alle Wogen glätten, doch die Zeichen stehen auf Normalisierung. Das gesparte Geld fließt zurück in die Kriegskasse und kann für etwaige andere Übernahmen herangezogen werden.

Außerdem stehen am 30. Oktober 2018 die nächsten Quartalszahlen an und man kann sich endlich wieder auf das Zahlenwerk und nicht eventuelle Streitigkeiten konzentrieren. Ich sehe die Zukunft für Fresenius rosig leuchten und die aktuelle Entwicklung positiv. Auch bin ich über das Urteil sehr froh und erleichtert. Endlich ist eine große Portion Ungewissheit aus dem Spiel und die stürmischen Zeiten können sich nun langsam wieder legen.

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