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Zehn hervorragende Finanztipps, die ich gerne früher bekommen hätte

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
07.10.2018, 09:21  |  584   |   |   

Ich gehe zwar gerade erst auf die 30 zu, doch nichtsdestoweniger gibt es so manche Erkenntnis, die ich gerne schon früher gehabt hätte. Vor allem in finanziellen Dingen hätte ich mir so manche bittere, renditearme Erfahrung ersparen können.

Doch sei es, wie es ist, denn schließlich kann man an der Vergangenheit nichts mehr ändern. Allerdings können wir alle versuchen, aus unseren Fehlern zu lernen und die Menschen in unserem Umfeld (Kinder?, Enkel?) davor bewahren, die gleichen teuren Fehler zu begehen.

Werfen wir in diesem Sinne einen Blick auf zehn finanzielle Dinge, die ich zumindest gerne früher gewusst hätte.

1) Finanzielle Bildung ist wichtig

Es ist wohl kein Geheimnis mehr, dass unsere Schulen Schüler darauf vorbereiten, Gedichte in vier Sprachen zu analysieren – die wenigsten von ihnen jedoch etwas über finanzielle Aspekte, geschweige denn alltägliche Dinge wie Versicherungen wissen.

Nichtsdestoweniger nimmt das finanzielle Dasein eine nicht zu unterschätzende Größe im Alltag ein und hält viele Fallstricke und Chancen bereit, die man kennen sollte.

Finanzielle Bildung ist daher überaus wichtig. Und solange finanzielle Bildung im Lehrplan lediglich eine untergeordnete Rolle spielt, muss man wohl oder übel selbst aktiv werden.

2) Viele Menschen haben weder Ahnung noch Ziele bei Finanzen

Das führt im Umkehrschluss natürlich dazu, dass sehr wenige Menschen Ahnung von Finanzen haben. Frag mal fünf Personen hierzulande, was sie für die beste Anlageform halten, und du wirst garantiert ein breites Spektrum von Immobilien bis zur eigenen Matratze als Antwort bekommen.

Wenn du sie dann noch nach den Begründungen für ihre Sichtweise fragst, wird es manchmal regelrecht abenteuerlich.

Mitmenschen als finanzielle Muster für die eigene Finanzplanung zu nehmen, ist daher nicht unbedingt die beste Idee. Zu unterschiedlich ist die finanzielle Bildung, zu unterschiedlich sind die finanziellen Ziele und zu kurz gedacht manchmal die Sichtweise deiner Mitmenschen.

3) Die Loyalität des Bankberaters …

… gilt nicht dir. Es hat zwar lange gebraucht, bis ich das gerafft habe, aber in vielen Fällen dürfte es wohl stimmen. Bankberater sind nämlich vornehmlich ihrem eigenen Geldinstitut verpflichtet und versuchen in erster Linie, das Beste für sich und ihr Haus herauszuholen.

Im Umkehrschluss bedeutet das allerdings, dass für dich lediglich nach einer einigermaßen zufriedenstellenden Lösung gesucht wird, die das Geldhaus gut verkaufen kann. Entweder mangelt es dieser aber an Renditeaussichten, oder es mangelt ihr eben nicht an jährlichen Gebühren. Oder aber dir als Kunden mangelt es an Auswahl. Ich habe jedenfalls bislang noch nie von einem Bankberater das Akronym ETF gehört – du etwa?

4) Investiere möglichst früh

Gerne hätte ich zudem gewusst, dass sich frühzeitige Investitionen regelmäßig auszahlen und oftmals einen Investitionsprozess risikoloser werden lassen. Lass uns diesen Aspekt aber noch etwas aufsplitten.

5) Aktien sind risikoloser, als man denkt

Vor allem bei Aktien ist der Aspekt des Risikos nämlich immer wieder ein Thema, das viele vor dieser Assetklasse zurückschrecken lassen. Dabei sind Aktien langfristig gesehen risikoloser, als man denkt – vor allem, wenn man früh genug mit ihnen anfängt.

Wie mein Foolisher Kollege Matt in einer sehr anschaulichen Grafik verdeutlicht hat, haben breite Investitionen in den S&P 500 beispielsweise ab einer Haltedauer von 20 Jahren nie eine negative Rendite eingebracht. In einem Gesamtzeitraum von knapp 150 Jahren, wohlgemerkt. Ab fünf Jahren betrug die Wahrscheinlichkeit für einen Gewinn sogar bereits 80 %.

Aktien sind daher langfristig gesehen gar nicht so risikobehaftet, wie man landläufig immer annimmt.

6) Der Zinseszins ist mächtig

Gleichzeitig winken bei Aktien allerdings herausragende Renditen, die man wohl bei anderen Vermögensklassen – allen voran festverzinsliche Wertpapiere, Tagesgeld und Co – vergeblich sucht.

Vor allem der Zinseszinseffekt hilft einem, langfristig ein Vermögen aufzubauen. Und je länger man sein Geld in Aktien lässt, desto länger und stärker wird man von diesem Effekt profitieren können.

Nicht umsonst hat schon Albert Einstein den Zins als einen heißen Kandidaten für das achte Weltwunder ins Spiel gebracht.

7) Man ist nie zu jung für die Altersvorsorge

Nun gut. Wie gesagt, ich bin noch nicht einmal 30. Daher kann man wohl darüber diskutieren, ob ich das schon gerne eher gewusst hätte.

Nichtsdestoweniger ist man meiner Meinung nach eigentlich nie zu jung für das Thema „Altersvorsorge“. Frühzeitig beginnen kann hier einen wesentlichen Unterschied ausmachen. Gerade auch in Anbetracht des Zinseszinseffektes.

Wer also früh vorsorgt, wird sich vermutlich nicht vor der drohenden Rentenlücke fürchten. Altersvorsorge ist für mich daher ein Thema, das man nicht auf die lange Bank schieben sollte.

8) Führe Buch über deine Ausgaben

Geld sparen fällt vielen nicht leicht. Vor allem dann nicht, wenn der Überblick fehlt. Was man also machen sollte, ist das Führen eines Haushaltsbuches.

Auch wenn man sich selbst als Sparweltmeister sieht, könnte in einer langfristigen Übersicht dennoch so manches Verbesserungspotenzial schlummern.

9) Kleinvieh macht auch Mist. Sogar richtig!

Ja, Kleinvieh macht auch Mist. Auch das hatte ich früher nicht ganz so auf dem Schirm. Wer allerdings regelmäßig eine Übersicht über seine Mittelabflüsse führt, wird dies früher oder später erkennen können.

Wie sehr sich kleinere Ausgaben läppern, vor allem wenn man dieses Geld für unnötigen Konsum stattdessen investieren würde, habe ich vor einigen Wochen bereits in einem weiteren Artikel zusammengefasst.

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