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Gaming – Nicht nur für die Spieler interessant

Nachrichtenquelle: wikifolio
08.10.2018, 08:50  |  1466   |   

In meinen wikifolios investiere ich in Unternehmen der Videospielindustrie. Um zu verstehen warum ich die Branche für sehr lukrativ halte, sollte man zuerst einen kurzen Blick auf die Entwicklung der letzten Jahre werfen.

Anfänglich wurden Spiele entwickelt, getestet und dann das fertige Produkt zum Verkauf angeboten. Man zahlte einmalig einen Preis und hatte ein vollwertiges Spiel. Gut für den Konsumenten, aber schlecht für die Entwickler, da man pro Kunde nur einen begrenzten Umsatz erzielen konnte.

Das erste mir bekannte Spiel, das diesen Umstand geändert hat, ist „World of Warcraft“ vom Entwicklerstudio Blizzard Entertainment, welches zum börsennotierten Unternehmen Activision Blizzard gehört. Spieler mussten einen monatlichen Betrag zahlen, wodurch man auf lange Sicht weit mehr Umsatz pro Kunde erzielt hat und mit sicheren Einnahmen planen konnte. Außerdem musste man nicht mehr alle paar Jahre ein neues, kostenintensives Spiel entwickeln, sondern hat durch Erweiterungen der bestehenden Inhalte die Onlinewelt vergrößert und dass bis heute.

Der große wirtschaftliche Boom der Branche begann aber erst, mit der Einführung von Microtransaktions und der Verbreitung des Smartphones. Viele Spiele werden dem Kunden kostenlos zur Verfügung gestellt, um dann durch kleine Echtgeldtransaktionen Einnahmen zu generieren. Der Nutzer kann sich damit z.B. Vorteile im Spiel verschaffen, um schneller besser zu werden, oder einfach nur für optische, personalisierte Veränderungen an seiner virtuellen Figur. Das hat die Margen der Spieleentwickler deutlich verbessert, da jeder Spieler für schon vorhanden Content extra zahlen muss und es keine Beschränkung mehr im möglichen Umsatz pro Kunde gibt. Und wie schnell sich ein paar Euro hier und da zu einer sehr hohen Handyrechnung summieren können, weiß vielleicht auch der ein oder andere von Ihnen.

Zudem sollte man das immer größer werdenden E-Sports nicht vergessen. Es gibt immer mehr professionell ausgetragene Wettkämpfe, in denen sich Spieler in verschiedenen Computerspielen messen. Diese Events werden dann auf Streaming Portalen wie twich.tv sehr einfach und für alle Zuschauer kostenlos übertragen, wodurch sie immer mehr an Beliebtheit gewinnen. Das steigert die Attraktivität für Sponsoren und werbende Unternehmen und sorgt für Preisgelder in Millionhöhe, mit erhöhter Spannung für alle Beteiligten.

Des Weiteren glaube ich, dass sich, in einer immer digitalen werdenden Welt, Gaming mehr und mehr in der Gesellschaft etablieren wird. Ein einfaches Beispiel dafür: der von Fußballweltmeister Antoine Griezmann praktizierte, auffällige Torjubel, stammt aus dem Computerspiel „Fortnite Battle Royale“ vom Entwicklerstudio Epic Games. Es spielt also nicht mehr nur der Nerd, sondern auch der Profisportler!

Wie geht es weiter?

Für die Zukunft sehe ich die Bereiche Virtual und Augmented Reality als sehr interessant an. Nicht nur für Computerspiele, sondern auch für zahlreiche praktische Anwendungen. Und wie viel mögliches Potenzial dahintersteckt, hat z.B. das sehr erfolgreiche Spiel „Pokémon Go“ von Niantic schon jetzt gezeigt: 1,9 Milliarden Dollar Umsatz in zwei Jahren! Deshalb habe ich dieses Jahr ein Wikifolio explizit für diese Themenbereiche erstellt: Gaming, Virtual and Aug. Reality

Wenn man sich zum Abschluss nun die Aktiencharts der Entwicklerstudios wie z.B. Activision Blizzard oder Take-Two Interactive Software anschaut, spiegelt sich die von mir beschriebene Entwicklung sehr schön in einem langfristigen Aufwärtstrend wieder. Daher bin ich mit meinem wikifolio #Future in beiden Unternehmen investiert.

Autor:

Thomas Litschko

Thomas Litschko hat während seines Wirtschaftsmathematik-Studiums analytische und wirtschaftliche Grundlagen erlernt. Seit 2014 beschäftigt er sich intensiv mit dem Handel an der Börse, u.a. durch seine zweijährige Tätigkeit bei einer Fondsgesellschaft in der Abteilung Riskmanagement / Funds Controlling. Dort entwickelte er den Ehrgeiz Investmententscheidungen selbst zu treffen und eigene Strategien umzusetzen.

Anfang 2015 entdeckte Thomas Litschko die Social-Trading Plattform wikifolio.com, auf der er seine Ideen umsetzen konnte. Seit Mitte 2016 betreut er unter dem Trader Namen Yoggo aktiv mehrere investierbare Portfolien mit unterschiedlichen Investmentstrategien. Die Zielsetzung dabei: einen kontinuierlichen Vermögensaufbau mit einer Outperformance des Gesamtmarkts zu erzielen.

 



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