Absurdestes IPO des Jahres 2018 WESTWING ist eine echte Geldvernichtungsmaschine!

09.10.2018, 00:02  |  12696   |   |   

Die im Jahre 2011 gegründete Westwing Group AG steuert auf das glatte Börsenparkett zu. Wir können vor diesem Börsengang und der Aktie nur warnen. Unserer Meinung nach hat das Unternehmen an der Börse nichts zu suchen. Es fehlt sogar an der Börsenreife. Westwing sieht sich selbst als führende Marke und Plattform im Home & Living eCommerce in Europa. Die Westwing Group AG hat die Spanne für den Börsengang pro Aktie auf 23 bis 29 Euro festgelegt.

Begleitet wird das Unternehmen zum IPO von der Berenberg Bank. Laut einer Mitteilung der Bank von vergangener Woche soll die Emission auf Basis einer Bandbreite zwischen 26 und 29 Euro bereits voll gezeichnet sein. Das bisherige Grundkapital ist eingeteilt in 15.54 Mio. Aktien. Größter Aktionär ist Rocket Internet mit einem Anteil von 30 %. Es folgen die Investoren Kinnevik AB, Len Blavatnik, Summit Partners und Tengelmann Ventures. Zum Börsengang werden 4.4 Mio. neue Aktien angeboten. Der Greenshoe: Zusätzlich 660 000 neue Aktien. Insgesamt könnte sich der Brutto-Emissionserlös in der Spitze auf bis zu 145 Mio. Euro belaufen, der vollständig Westwing zufließt. Das Unternehmen kann das Geld gut gebrauchen. In den letzten Jahren war das Unternehmen eine echte Geldvernichtungsmaschine. Geld hat Westwing bisher nie verdient. 2017 versenkte die Bude satte 33 Mio. Euro bei Umsätzen von 220 Mio. Euro. In einer Studie der Berenberg Bank werden für 2018 Einnahmen von 259 Mio. Euro erwartet und ein bereinigtes EBITDA von 4 Mio. Euro. Netto werden erneut 14 Mio. Euro platt gemacht. 2010 soll sich der Verlust auf 5 Mio. Euro reduzieren. Das bereinigte EBITDA wird dann bei 9 Mio. Euro gesehen, und der Umsatz soll sich auf 311 Mio. Euro belaufen. Für 2020 schätzt Berenberg Bank endlich mal einen Nettogewinn. Er soll sich auf atemberaubende 1 (in Worten: eine) Mio. Euro belaufen. Das bereinigte EBITDA wird 2020 auf 16 Mio. Euro geschätzt und der Umsatz auf über 350 Mio. Euro. Das entspricht einer bereinigten EBITDA-Marge von 4.5 %. Sexy ist das alles nicht. Dazu müssen Sie wissen, dass zum Börsengang die Erwartungen meist so hoch liegen, damit sich die Aktien auch besser verkaufen lassen. Problem: Die meisten Unternehmen verfehlen die Erwartungen „ihrer“ IPO-Bank oft sehr massiv. Wir gehen davon aus, dass Westwing die Erwartungen der Berenberg Bank nicht erreicht. In der Spitze errechnet sich für Westwing ein Börsenwert von sage und schreibe bis zu 600 Mio. Euro. Absurd! Die Kosten für den Börsengang könnten sich schätzungsweise auf ca. 7 Mio. Euro belaufen.

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